Freistil, vom 25.05.2014, 20:05 Uhr

BoxsportDie Boxfabrik von Buenos Aires

Von Jakob Weingartner

In den verfallenen Lagerhallen unter den Gleisen des Bahnhofs Constitución in Buenos Aires schlagen arbeitslose Jugendliche auf schwere Sandsäcke ein. Sie haben die Hoffnung, irgendwann im Scheinwerferlicht der Fernsehkameras zu stehen.

Zwei Kinder in einem Boxkampf (picture-alliance/ dpa / Marco Kohlmeyer)
Kinder und Jugendliche hoffen in Buenos Aires auf einen sozialen Aufstieg durch das Boxen. (picture-alliance/ dpa / Marco Kohlmeyer)

Mit seinem Box-Debüt soll sich alles ändern: Der 18-jährige Federico arbeitet unermüdlich daran, sich als siegreicher Faustkämpfer neu zu entwerfen. Die müden Augen seines alten Trainers José haben schon Hunderte wie ihn gesehen. Nur wenigen gelingt es, der harten Realität der Ghettos zu entkommen. Als einige Boxer eine Gewerkschaft gründen, trifft Federicos jugendlicher Enthusiasmus auf die sozialdarwinistischen Regeln des Boxsports. Das Boxen wird zum Sinnbild des Ringens mit der Dauerkrise.

Produktion: WDR 2013

Auf eigene Faust. Die Boxfabrik von Buenos Aires (PDF) (286 kB)

 

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