Bohéme und Klassenkampf
Nach seinem Tod vor 20 Jahren ist Robert Wolfgang Schnell, der mit Büchern wie "Mief" und "Geisterbahn. Ein Nachschlüssel zum Berliner Leben" auf sich aufmerksam machte und mit dem autobiografischen Roman "Erziehung durch Dienstmädchen" nach 1968 einer breiteren Leserschaft bekannt wurde, in Vergessenheit geraten.
Für den 1916 in Wuppertal geborenen Schnell, der dem Jugendverband der Anarchosyndikalisten ebenso angehörte wie der Künstlergruppe "Die Wupper", waren politisches Engagement und ein genussvolles Leben in der Künstlerszene kein Widerspruch.
Unter dem NS-Regime durfte er nicht publizieren, 1944 desertierte er zu den Alliierten. Nach dem Krieg gründete Schnell die Ruhrkammerspiele Witten und die Kreuzberger Hinterhofgalerie "die zinke", wo sich bis zum Bau der Mauer 1961 Künstler aus Ost und West, unter anderen auch der befreundete Johannes Bobrowski, Günter Grass, Manfred Bieler und Hermann Kant trafen.
Schnell war Realist und hat nach eigener Aussage immer aus dem "Motiv des eigenen Daseins heraus" gearbeitet. Anlässlich des 20. Todestages und einer neu erscheinenden Werkausgabe erinnern sich Weggefährten, Künstlerkollegen und Familienangehörige an Robert Wolfgang Schnell.
Unter dem NS-Regime durfte er nicht publizieren, 1944 desertierte er zu den Alliierten. Nach dem Krieg gründete Schnell die Ruhrkammerspiele Witten und die Kreuzberger Hinterhofgalerie "die zinke", wo sich bis zum Bau der Mauer 1961 Künstler aus Ost und West, unter anderen auch der befreundete Johannes Bobrowski, Günter Grass, Manfred Bieler und Hermann Kant trafen.
Schnell war Realist und hat nach eigener Aussage immer aus dem "Motiv des eigenen Daseins heraus" gearbeitet. Anlässlich des 20. Todestages und einer neu erscheinenden Werkausgabe erinnern sich Weggefährten, Künstlerkollegen und Familienangehörige an Robert Wolfgang Schnell.
