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Fazit | Beitrag vom 25.01.2021

Black Forest StudiosGroßes Kino aus Kirchzarten

Nina Gwyn und Sebastian Weiland im Gespräch mit Andrea Gerk

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Auf dem Wegweiser zum Luftkurort Kirchzarten sind barocke Gebäude und grüne Bäume zu sehen. (imago images / Camera 4)
Liegt Hollywood jetzt bald im Schwarzwald? (imago images / Camera 4)

Nina Gwyn und Sebastian Weiland kehrten aus den USA in den Schwarzwald zurück, um dort ein Filmstudio aufzubauen. Der erste Coup ist dem Paar schon mal geglückt: Alexej Nawalny produzierte bei ihnen sein Video über Putins angeblichen Palast.

Der Auftakt lief nach Maß für die Black Forest Studios. Eine der ersten Produktionen, die dort stattfand, war das Video, in dem Kreml-Kritiker Alexej Nawalny einen riesigen Palast am Schwarzen Meer zeigt, der angeblich Wladimir Putin gehören soll.

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Über 80 Millionen Mal wurde der Film auf YouTube geklickt. Die Zusammenarbeit mit Nawalny sei sehr angenehm gewesen, sagt Nina Gwyn Weiland, die zusammen mit ihrem Mann Sebastian das Studio in Kirchzarten in der Nähe von Freiburg betreibt: "Er war sehr entspannt und ist ein unglaublich freundlicher Mensch."

Tolle Kulissen, aber keine Infrastruktur

Vor vier Jahren seien sie auf die Idee gekommen, mitten im Schwarzwald einen Ort für Filmproduktionen zu etablieren. Es gäbe in der Gegend tolle Kulissen, sagt Sebastian Weiland: "Das Problem war, es gab keine Film-Infrastruktur. Es musste alles immer mühsam hierher gekarrt werden."

Und so bauten die beiden das alte Kurhaus von Kirchzarten zum High-End-Filmstudio um. Innerhalb von sechseinhalb Monaten sei das Gebäude generalsaniert worden: "Als wir das erste Mal hineingekommen sind, hat es den Charme unseres Gymnasiums gehabt", erzählt Nina Gwyn Weiland.

Eröffnung mitten in der Pandemie

Die Produktionsanfragen, die jetzt kommen, seien vielfältig, berichtet Sebastian Weiland, von Werbefilmen bis zur Netflix-Serie. Dass die Eröffnung mitten in die Corona-Pandemie gefallen sei, sei natürlich grausam gewesen, ergänzt seine Frau.

Aber auf der anderen Seite habe das auch die Kreativität befördert. "Zum Beispiel der Live-Stream: An den hatten wir eigentlich ursprünglich gar nicht gedacht. Da haben wir uns einfach neu aufgestellt und investiert, damit wir das auch bedienen können", erklärt Nina Gwyn Weiland.

(beb)

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