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Vollbild | Beitrag vom 20.04.2019

Bingewatch, das Serienquartett (1/2019)Österlicher Serienmarathon

Moderation: Susanne Burg und Patrick Wellinski

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Collage im Bleistift-Schraffur-Stil aus einem Bild mit dem Komiker Ricky Gervais und einem Hund sowie einer Szene aus "Killing Spree", in der zwei Frauen zu sehen sind. (Netflix/BBC America/Collage: Deutschlandradio/Patrick Wellinski)
Welche Serien sind Top, welche Flop? Unsere unbestechlichen Kritiker verraten es Ihnen! (Netflix/BBC America/Collage: Deutschlandradio/Patrick Wellinski)

Pünktlich zu Ostern hat sich unser Serienquartett zur ersten Ausgabe des Jahres versammelt. Die vorgestellten Serien bieten wilde Animationsabenteuer, erotische Spionage-Jagden, lustige Witwer und beleben einen der größten deutschen Filmklassiker.

Wer genug von der Ostereiersuche hat, kann sich getrost die Zeit für einen ausgedehnten Serienmarathon nehmen. Gemeinsam mit unseren "Vollbild"-Redakteuren Susanne Burg und Patrick Wellinski bilden Anna Wollner, Filmredakteurin bei Radio Fritz, und Hendrik Efert vom Podcast Viertausendhertz das erste Serienquartett des Jahres. Gemeinsam stellen sie die interessantesten Serien des Frühjahres vor und sprechen Warnungen und Empfehlungen aus.

Diesmal mit dabei: Serien aus Großbritannien, Österreich und den Vereinigten Staaten. Besonders die freizügige Darstellung von Sexualität hat das Quartett diesmal herausgefordert. 

Neuauflage des Klassiker in "M - Eine Stadt sucht einen Mörder"

Fritz Langs Filmklassiker "M – Eine Stadt sucht einen Mörder" ist ein Meilenstein des Kinofilms. Die Ermittlungen nach einem Kindermörder in der Weimarer Republik waren nicht nur ästhetisch wegweisend; der Film begründete auch das Genre des Polizeifilms und machte Peter Lorre zum internationalen Star. Nun hat sich der österreichische Regisseur David Schalko ("Braunschlag") dem Film angenommen und versetzt die Handlung in ein heutiges Österreich. In seiner achtteiligen Serie erzählt Schalko vom Rechtpopulismus in Zeiten der Migration.

Große Bilder, exquisite Besetzung: Aber taugt das ganze was? Das Quartett hat eine eindeutige Meinung:

Bewertung: Flop / Flop / Flop / Flop

Lustige Trauerarbeit in "After Life"

Ohne den britischen Komiker Ricky Garvais gäbe es keinen Stromberg. Gervais ist das kreative Mastermind hinter legendären TV-Serien wie "The Office" (der Stromberg-Vorgänger) oder "The Extras". Auch seine zynischen Moderationen der Golden Globes Verleihung sind berühmt berüchtigt. Nach einigen Ausflügen ins Kino und nach ein paar gescheiterten Spin-Offs seiner eigenen Serien, kommt jetzt "After Life" heraus. In dieser Mini-Serie spielt Garvais einen Witwer, der nach dem Tod seiner Frau mit der Welt und dem Leben hadert.

Wie immer gipfeln solche Betrachtungen bei ihm im beißenden Humor. Aber erzählt Garvais auch von Trauerarbeit? Trifft er die Balance zwischen Melancholie und Humor? Das Quartett war gespalten:

Bewertung: Top / Flop / Top / Top

Spionage-Serie mit Suchtfaktor: "Killing Eve"

Die Spionage-Serie "Killing Eve" ist gerade der Serienhype schlechthin. Kaum eine Preisverleihung in der die Serie nicht ausgezeichnet wird. In den USA und Großbritannien lief gerade die zweite Staffel. In Deutschland ist gerade die erste zu sehen. "Killing Eve" adaptiert die sehr erfolgreichen Villanelle-Romane des Autors Luke Jennings. Darin geht es um ein herrlich verwirrendes Katz und Maus-Spiel zwischen der erbarmungslosen, jungen Killerin Vilanelle und der unscheinbaren MI5-Agentin Eve Polastri. Die Serie spielt mit sehr bekannten Genre-Elementen und erinnert in ihrer coolen Mischung aus Agenten-Thriller und Erotik-Drama an eine sehr moderne Variante eines Jean Le Care-Romans.

Besonders die Leistung von Sandra Oh als Eve Polastri zählt zu den ersten Höhepunkten des Serienjahres. Das Quartett war begeistert:

Bewertung: Top / Top / Top / Top

Wilde Animations-Anthologie in "Love + Death and Robots"

Ganze 18 kurze Animationsfilme versammelt die Anthologie "Love + Death and Robots" von David Fincher und Tim Miller und präsentierte eine erstaunliche Auswahl an unterschiedlichen Animationsstilen und Erzählformen. Ein großangelegtes Vehikel für die moderne Animationskunst soll das Projekt sein. Einige sehen in der Anthologie die Zukunft der Streaming-Serie.

Das Quartett ist sich sehr uneins, ob wir es hier mit einer Revolution oder einer ermüdenden Kurzfilmrolle zu tun haben:

Bewertung: Top / Flop / Top / Flop


Weitere Serientipps in der Sendung:
Hendrik Efert empfiehlt die britische Comedy-Serie "Cuckoo" (Netflix)
Anna Wollner empfiehlt "Greys Anatomy" (ProSieben)
Susanne Burg empfiehlt die Sky-Serie im "Namen der Rose" (Sky)
Patrick Wellinski empfiehlt die zweite Staffel der BBC-Serie "Fleabag" (BBC)

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