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Donnerstag, 13.12.2018
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 13. Oktober 2018

Bildungsstätte Anne Frank zieht Buchmesse-Bilanz

Weiteres Erstarken des Rechtspopulismus diagnostiziert

Die Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank zieht mit Blick auf das Thema Rechtspopulismus auf der Buchmesse eine gemischte Bilanz. Die Bildungsstätte sei erleichtert, dass Akteure der Neuen Rechten ihre im vergangenen Jahr sehr erfolgreiche Strategie der Raumnahme nicht in dem Maß hätten wiederholen können, erklärte der Direktor der Bildungsstätte, Meron Mendel, in Frankfurt. Zugleich habe die Messe aber auch in diesem Jahr ein Erstarken des Rechtspopulismus widergespiegelt. Als Zentrum für politische Bildung und Beratung Hessen entwickelt die Bildungsstätte Anne Frank Konzepte und Methoden, um Jugendliche und Erwachsene für die aktive Teilhabe an einer offenen und demokratischen Gesellschaft zu stärken.

"Sgt. Pepper" beliebtestes Album in britischer Popgeschichte

Nach den Beatles kommen Adele und Oasis

Das psychedelische Meisterwerk der Beatles, "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band", ist das beliebteste Popalbum in der britischen Musikgeschichte. Gemessen an Verkäufen, Downloads und Streams sei es das Lieblingswerk der Briten, teilte die Musikhitlisten im Vereinigten Königreich ermittelnde Official Charts Company mit. Das 1967 entstandene Album mit Songs wie "With a Little Help from My Friends" und "A Day in the Life" ist das experimentellste der vier Freunde aus Liverpool. "Sgt. Pepper" setzte sich im Ranking gegen Adeles "21" auf Platz zwei sowie Oasis' Erfolgsalbum "(What's the Story) Morning Glory?" von 1995 auf Platz drei durch.

Maas fordert Aufklärung im Fall Khashoggi

Saudi Arabien müsse alles tun, um den Fall aufzuklären

Bundesaußenminister Heiko Maas hat Saudi-Arabien aufgefordert, den mutmaßlichen Mord an dem regimekritischen saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi aufzuklären. Die Sorge um Khashoggi wachse mit jedem Tag der Ungewissheit, sagte Maas der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Angesichts der schwerwiegenden Vorwürfe müsste jetzt unverzüglich aufgeklärt werden, was dem Journalisten widerfahren sei. Khashoggi gilt seit dem 2. Oktober als vermisst. Er habe der saudischen Seite klar gemacht, dass sie alles tun müsse, um den Fall aufzuklären, sagte Maas der Zeitung. Medienberichten zufolge wird der kritische Journalist Khashoggi seit einem Termin im Konsulat von Saudi-Arabien in Istanbul vermisst. Inzwischen wird spekuliert, ob er getötet wurde. Die türkische Polizei ermittelt in dem Fall.

Andrang auf Buchmesse am ersten Publikumstag

Frankfurter Buchmesse endet morgen mit dem zweiten Publikumstag

Zehntausende von Lesern haben die Frankfurter Buchmesse gestürmt. In Hallen und an Rolltreppen war oft kein Durchkommen mehr. Bei der Signierstunde der irischen Erfolgsautorin Cecelia Ahern standen am Vormittag die Besucher in einer fast 50 Meter langen Schlange beim Verlag S. Fischer an. Am Nachmittag versammelten sich auf der weltgrößten Bücherschau zum 20. Jahrestag von Harry Potter Hunderte seiner Fans. Sie waren in der typischen Montur mit Umhang, Brille und Narbe an der Stirn erschienen. Der vom deutschen Potter-Verlag Carlsen angestrebte Weltrekord mit 1000 Kostümierten scheiterte jedoch. Zu den Höhepunkten am erste Publikumstag gehörten die Talks auf den zahlreichen Bühnen mit schreibenden Politikern und Prominenten sowie Bestsellerautoren.

Jacob-Grimm-Preis für "Die Fantastischen Vier"

"Wegbereiter einer neuen deutschen Musikgeschichte"

Die Musikgruppe "Die Fantastischen Vier" ist mit dem Jacob-Grimm-Preis des dreiteiligen Kulturpreises Deutsche Sprache ausgezeichnet worden. Die vier Musiker seien Wegbereiter einer neuen deutschen Musikgeschichte, begründete der Sprecher der Jury, Helmut Glück, die mit 30.000 Euro dotierte Auszeichnung. Zu einer Zeit, in der Sprechgesang mit der englischen Sprache verknüpft war, seien sie die ersten gewesen, die sich ihrer Muttersprache bedienten, ähnlich wie Udo Lindenberg, der das Deutsche in der Popmusik etablierte. Den Initiativpreis Deutsche Sprache bekam das Netzwerk "Frühe Hilfen" des Jugend- und Sozialamtes der Stadt Frankfurt am Main für die Kampagne "Sprechen Sie lieber mit Ihrem Kind". Schließlich erhielt das Bundessprachenamt den undotierten Institutionenpreis für seine vorbildliche Arbeit der Abteilung Sprachausbildung im Bereich Deutsch als Fremdsprache.

Nguyen Ngoc Tu auf Buchmesse ausgezeichnet

Vietnamesische Schriftstellerin für ihren Erzählband "Endlose Felder" geehrt

Die vietnamesische Schriftstellerin Nguyen Ngoc Tu ist auf der Frankfurter Buchmesse mit dem LiBeraturpreis ausgezeichnet worden. Der Publikumspreis würdigt ihren Erzählband "Endlose Felder", der Geschichten aus dem Mekong-Delta enthält. Die 1976 geborene Nguyen ist in Vietnam bereits zur Beststeller-Autorin avanciert. Die Literaturkritikerin Katharina Borchardt lobte eine zu Herzen gehende sozialrealistische Melancholie der Geschichten zwischen Wasser und Land. Die Autorin erzähle sehr persönlich, mache die Gefühle ihrer Figuren intensiv erfahrbar und schildere deren Boote und Hütten mit vielen Details. Der LiBeraturpreis wird jährlich an Schriftstellerinnen aus Afrika, Asien, Lateinamerika oder der arabischen Welt vergeben. Er ist mit 3.000 Euro dotiert und mit einer Einladung zur Frankfurter Buchmesse verbunden. Nguyen wurde von Lesern und Leserinnen aus acht Kandidatinnen ausgewählt, die die Fördergesellschaft Litprom vorschlug.

Joachim-Ringelnatz-Preis für Nikolaus Heidelbach

Preis wird erstmals auch in der Kategorie "Kunst" vergeben

Der Kinderbuchautor und -illustrator Nikolaus Heidelbach erhält den neu konzipierten Joachim-Ringelnatz-Preis 2018. Die Auszeichnung wird erstmals in der Kategorie "Kunst" vergeben, wie die Stadt Cuxhaven mitteilte. "Mit seinem Werk setzt er Kindern in wundersamen Bildern 'Flöhe in die Ohren' und stiftet sie so wie vor ihm Joachim Ringelnatz zu riskantem Blödsinn an", hieß es zur Begründung. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 9. November in Cuxhaven übergeben. Nikolaus Heidelbach ist der Sohn des Malers Karl Heidelbach (1923-1993). Er studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften in Köln und Berlin und lebt heute als freischaffender Künstler in Köln.

Taiwan eröffnet weltweit größtes Kulturzentrum

In der Stadt Kaohsiung mit einer Größe von 141 000 Quadratmetern

Das weltweit größte Zentrum für darstellende Künste unter einem Dach ist in der südtaiwanesischen Hafenstadt Kaohsiung eröffnet worden. Der Komplex hat eine überdachte Fläche von 141 000 Quadratmetern - soviel wie 20 Fußballfelder. Das vom niederländischen Architektenbüro Mecanoo entworfene Zentrum in der Drei-Millionen-Metropole beherbergt ein Opernhaus, eine Konzerthalle, ein Schauspielhaus, eine Kammermusikhalle und Kongresssäle. Auch ist ein Amphitheater angeschlossen. Die Kosten wurden auf 300 Millionen Euro beziffert. In der Konzerthalle steht Asiens größte Orgel aus dem Hause des traditionsreichen deutschen Orgelbauers Klais in Bonn. Kunstdirektor des Zentrums ist der international bekannte taiwanesische Dirigent Chien Wen-Ping, der seit 1996 als Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein tätig ist.

Matthias Brandt bei Hessischem Filmpreis geehrt

Schauspieler wurde mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet

Der Schauspieler Matthias Brandt ist bei der Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreises mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet worden. Der 57-Jährige nahm die Auszeichnung in der Alten Oper in Frankfurt persönlich entgegen. Der Komiker Olli Dittrich würdigte Brandt und sagte: "Er ist ein Titan für mich. Man kann ihm beim Denken zusehen, das ist die höchste Kunst." Brandt spielt im Münchner "Polizeiruf 110" den Hauptkommissar Hanns von Meuffels. Zu den beruflichen Stationen des gebürtigen Berliners gehören das Wiesbadener Staatstheater und das Frankfurter Schauspiel. Den mit 7500 Euro dotierten Newcomer-Preis erhielt die Produzentin und Filmemacherin Isabel Gathof.

Göttinger Literaturherbst mit ersten Lesungen gestartet

Einer der Höhepunkte wird die Lesung von Orhan Pamuk sein

Mit drei gleichzeitig stattfindenden Lesungen ist der Göttinger Literaturherbst gestartet. Die Lesung des Mathematikers und Autoren Georg von Wallwitz war ausverkauft, wie die Organisatoren des Festivals mitteilten. Erwartet wurden zu der Auftaktveranstaltung in der Paulinerkirche 240 Gäste. Bis zum 21.
Oktober stehen in Göttingen und im Umland rund 70 Lesungen auf dem Programm. Das 1992 gegründete Festival will nach Veranstalterangaben eine Momentaufnahme der Gegenwartsliteratur geben. Einer der Höhepunkte wird die Lesung von Orhan Pamuk sein. Der türkische Literaturnobelpreisträger ist am Sonntag zu Gast in der Universitätsstadt, wo er gemeinsam mit dem Verleger Gerhard Steidl eine Fotoausstellung eröffnen und über die Aufnahmen aus seiner Heimatstadt Istanbul sprechen wird. Der Hamburger Schriftsteller Heinz Strunk liest wegen der großen Nachfrage an zwei Terminen während des Literaturherbstes.

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