Das Feature, vom 24.04.2012, 19:15 Uhr

"Bildung ohne Reibach!"

Die chilenische Protestbewegung stellt die Systemfrage
Von Peter B. Schumann

Sieben Monate lang haben Schüler und Studenten in Chile demonstriert. Inzwischen fordern sie nicht nur kostenlose Bildung, sondern stellen auch das neoliberale Grundprinzip der Politik infrage. Der studentische Protest ist zu einer Bürgerbewegung geworden.

Demonstranten in Santiago de Chile (picture-alliance / dpa)
Demonstranten in Santiago de Chile (picture-alliance / dpa)

Sieben Monate lang haben Schüler und Studenten vergangenes Jahr mit Demonstrationen, Streiks und Besetzungen von Schulen und Hochschulen das politische Establishment Chiles in Atem gehalten. Sie konnten eine landesweite Diskussion über das marode Bildungswesen erzwingen.

Es war bis 1981 staatlich finanziert, wurde während der Militärdiktatur privatisiert und ist immer mehr zum Spekulationsobjekt von Investoren geworden. Dagegen wehren sich die Jugendlichen mit Vehemenz. Und sie werden dabei von nahezu 80 Prozent der Chilenen unterstützt.

Doch inzwischen fordern sie nicht nur kostenlose Bildung, sondern stellen auch das neoliberale Grundprinzip der Politik infrage. Der studentische Protest ist zu einer Bürgerbewegung geworden.

SWR/DLF 2012

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"Bildung ohne Reibach!" Die chilenische Protestbewegung stellt die Systemfrage (PDF)
"Bildung ohne Reibach!" Die chilenische Protestbewegung stellt die Systemfrage (Text)

 

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