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Plus Eins | Beitrag vom 06.03.2020

Bildschirmzeit ist keine LösungVermintes Gelände: Handy, Games & Co.

Moderation: Utz Dräger

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Illustration: Eine Hand nimmt unterschiedliche Dinge aus dem Display eines Smartphones: Gaming-Controller, Fotokamera etc. (imago images / Ikon Images)
Muss denn alles am Bildschirm erledigt werden? (imago images / Ikon Images)

Drei Geschichten und ein Gast: Livia Berger hat keine Erinnerungen an ihre Kindheit. Marcus Richter sagt, dass Eltern es sich mit einer strikten Bildschirmzeit zu leicht machen – und Lieblingsgast Thomas Lindemann erzählt von seiner Dreierbeziehung.

Eigentlich ist es ganz einfach: Eltern handeln mit ihren Kindern eine Zeit aus, wie lange Handy, Games & Co. pro Tag genutzt werden dürfen, und wenn sich alle dran halten, herrscht Frieden in der Familie. "Falsch", sagt Marcus Richter, unser Experte für digitales Leben. Die viel gepriesene Bildschirmzeit führt zu Frust bei den Kindern und noch mehr Streit auf allen Seiten. Mit seiner Frau Patricia Cammarata beschäftigt er sich schon lange mit diesem Thema in ihrem gemeinsamen Podcast "#nur30min"

Der lange Kampf für den Traumjob

"Werkstatt-Diagnose" steht auf der Schublade, in der Menschen mit geistiger Behinderung oft landen. Konkret bedeutet dies, sie werden in einer gut behüteten Werkstatt für Behinderte tagein, tagaus beschäftigt. Gesa Ufer hat herausgefunden: Wer als geistig behinderter Mensch von diesem Muster abweichen will, hat es schwer. Leonie Geißelhardt ist Anfang 20 und lebt mit dem Downsyndrom. Nach mehreren Praktika in Bibliotheken will sie nun in einer Berliner Stadtteilbibliothek arbeiten. Doch der Weg zum Traumjob ist ein langer, zäher Kampf. Aber das Ergebnis macht Mut.

Außerdem in dieser Ausgabe von Plus Eins: Livia Berger lebt in Dresden und hat ihre Kindheit in einer Wochenkrippe und in einem Wochenkindergarten verbracht. Ihre Eltern verfolgten berufliche Ziele und hatten für ihre Tochter keine Zeit. Diese Kindheit ohne feste Bezugsperson und ohne ein echtes Zuhause ist für Livia heute ein schwarzes Loch. Sie hat so gut wie keine Erinnerung an ihre Kindheit und begibt sich auf Spurensuche nach ihrer ehemaligen Kinderkrippe. Sie hat Glück und findet eine Erzieherin von damals, die sogar noch Fotos aus der Zeit hat. Auf einem der Bilder ist Livia als Kleinkind zu sehen. 

Und Lieblingsgast Thomas Lindemann hat mit seiner Frau ein schonungsloses Buch über die anstrengenden Seiten des Eltern-Daseins geschrieben. Dafür wurde er von vielen angefeindet und beschimpft. Aber von manchen Menschen hat er auch Dank für die ehrlichen Worte erfahren. Außerdem erzählt er von einem Experiment. Seine Frau und er hatten bereits Kinder und lebten als glückliche Familie, als er sich in eine andere Frau verliebte. Zur Überraschung aller stellten die drei Erwachsenen fest, dass sie sich gegenseitig mochten. Von einem Familienleben in einer Dreier-Beziehung erzählt Lindemann in dieser Ausgabe von Plus Eins.

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