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Tonart | Beitrag vom 20.02.2017

Bilderbuch-Sänger Maurice Ernst"Künstler verführen dich"

Moderation: Oliver Schwesig

Die österreichische Band Bilderbuch bei der Berlinale 2017 in Berlin. (Britta Pedersen/dpa)
Die österreichische Band "Bilderbuch" bei der Berlinale 2017 in Berlin. Mit dabei: Maurice Ernst (2.v.l.) und Peter Horazdovsky (g.r.). (Britta Pedersen/dpa)

"Bungalow" von Bilderbuch ist einer der Songs der Stunde. Nun ist auch das Album "Magic Life" der österreichischen Band erschienen und der Sänger Maurice Ernst verspricht: "Wenn du Bilderbuch hörst, wirst du ein besserer Mensch."

Die österreichische Band Bilderbuch begann ihre Karriere mit Vertonungen von Kindergeschichten. Mittlerweile ist ihnen der Durchbruch mit einer Art Glam-Funk gelungen. Der Song "Bungalow" ist schon jetzt einer der Hits des Jahres, im Refrain heißt es:

"Komm vorbei in meinem Bungalow
Ich hab Snacks für die Late-Night-Show
Mama kocht für alle
Mama kocht für mich und dich"

Wir haben mit der Band über das neue Album "Magic Life" gesprochen. Man könne den Titel positiv lesen, als Verwirklichung der eigenen Träume, sagte der Sänger Maurice Ernst und ergänzte:

"Du kannst es aber auch so sehen, dass du gläsern bist, dass du ein Trugbild deiner selbst bist."

Das Album sei für ihn ein "Bewusstwerdungsalbum", sagte Maurice Ernst. Er sei froh, nach zwölf Jahren noch mit seiner Band Musik zu machen. Zugleich habe er sich intensiv mit dem gesellschaftlichen Wandel auseinandergesetzt, auch ohne explizit politische Songs zu machen.

"Künstler geben dir keine Lösung"

"Wir nehmen uns die Freiheit, wir wollen mit dem Gefühl politisch sein", sagte Maurice Ernst. Es sei ungerecht, Musiker als unpolitisch abzustempeln, nur weil sie keine ausdrücklichen Slogans vertreten.

"Künstler geben dir keine Lösung, Künstler fragen dich, Künstler verführen dich."

Eines sei sicher, so Maurice Ernst:

"Wenn du Bilderbuch hörst, wirst du ein besserer Mensch."  

Das mag auch an der Musik zu liegen. Zwar sind die Songs voller Referenzen, dem Bassisten Peter Horazdovsky ist aber "wichtig, dass wir keinen reinen Retro machen". Die Band habe für das neue Album viel experimentiert, um Genregrenzen zu überwinden.

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