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Kulturnachrichten

Freitag, 30. März 2018

Bestseller-Autorin Anita Shreve ist tot

US-amerikanische Schriftstellerin starb im Alter von 71 Jahren

Die US-amerikanische Bestseller-Autorin Anita Shreve ist tot. Nach Angaben des Verlegers Alfred A. Knopf starb Shreve am Donnerstag in ihrem Haus in New Hampshire. Sie war 71 und hat seit einiger Zeit gegen Krebs gekämpft. Shreve war durch Bücher wie "Im Herzen des Winters" und "Die Frau des Piloten" bekannt. Beide Werke wurden verfilmt. Ihr letztes Buch "The Stars Are Fire" ist im letzten Jahr erschienen.

Deutsche Choreographen beim Theaterfestival Avignon

Erstmals seit 30 Jahren nimmt Raimund Hoghe wieder teil

Das diesjährige Theaterfestival in Avignon feiert nach mehr als 30 Jahren die Rückkehr des deutschen Choreographen und Tänzers Raimund Hoghe. Hoghe, 1949 in Wuppertal geboren, wird in der südfranzösischen Stadt "Canzone per Ornella" zeigen, sowie seine 2007 geschaffene Hommage an die Opernsängerin Maria Callas "36, Avenue Georges Mandel" in einer überarbeiteten Version. Auch Sasha Waltz wird wieder in Avignon zu sehen sein, wo sie "Kreatur" vorstellen wird. Ein Stück über Freiheit und Gefangenschaft, über Macht und Ohnmacht, wie Olivier Py in Paris bei der Vorstellung des Programms erklärte. Py ist seit 2014 Leiter des Festivals, das weltweit als das bedeutendste seiner Art gilt. Dieses Jahr findet es vom 6 Juli bis zum 24. Juli statt.

Rattle Ehrendirigent des Bundesjugendorchesters

Ehrendirigentschaft soll musikalische Freundschaft und Inspiration würdigen

Sir Simon Rattle ist Ehrendirigent des Bundesjugendorchesters. "Die Verleihung der Ehrendirigentschaft soll die besondere musikalische Freundschaft und Inspiration würdigen, die wir durch Sir Simon Rattle in den letzten acht Jahren erleben durften und eröffnet eine gemeinsame Perspektive", erklärte Sönke Lentz, Orchesterdirektor des Bundesjugendorchesters, laut Mitteilung in Baden-Baden. Das Bundesjugendorchester wurde 1969 gegründet und vereint jedes Jahr junge Musiker im Alter zwischen 14 und 19 Jahren. Die Instrumentalisten kommen für drei Arbeitsphasen und Tourneen im Jahr aus allen Winkeln Deutschlands zusammen, um mit renommierten Dirigenten und Solisten anspruchsvolle Programme zu erarbeiten.

Mordanschlag auf Journalisten in Südfrankreich

Frau des Reporters bei Attentat erschossen

Ein aserbaidschanischer Journalist ist bei einem Mordanschlag in Südfrankreich schwer verletzt worden. Seine Frau wurde dabei getötet. Nach Angaben der Polizei hätten die Täter sieben Schüsse auf das Ehepaar Rahim und Aida Namazov abgegeben, das im Auto in der Kleinstadt Colomiers bei Toulouse unterwegs war. Die Bürgermeisterin von Colomiers, Karine Traval-Michelet, sagte, sie schließe einen politischen Hintergrund der Tat nicht aus. Möglicherweise habe es sich um eine "politische Vergeltungsmaßnahme" gehandelt. Namazov sei als Journalist in Aserbaidschan "gefoltert und inhaftiert" worden. Frankreich habe ihn als politischen Flüchtling anerkannt. Sie forderte die Polizei auf, den "dramatischen" Fall vollständig aufzuklären.

Berliner Ensemble mit Brecht in Istanbul

Rinke: "Wir wollen das kulturelle Miteinander wieder in Gang bringen"

Moritz Rinke, Leiter des Autorenprogramms des Berliner Ensembles, sei stolz und glücklich, "einen Teil dazu beizutragen, dieses kulturelle Miteinander wieder in Gang zu bringen, was in den letzten zwei Jahren durch die politischen Umstände einfach erloschen ist", sagte er gegenüber dem ARD-Studio Istanbul. In dem unabhängigen DasDas-Theater auf der asiatischen Seite von Istanbul zeigten die Berliner zwei Tage lang Brechts "Kaukasischer Kreidekreis". Mit türkischer Kultur vertraut, wisse Rinke nur zu gut, dass Kunstschaffende es nicht leicht hätten in der Türkei. Zensur und Kündigung stünden an den Theatern in der Türkei an der Tagesordnung. Ende des vergangenen Jahres hatte die Berliner Schaubühne aus Sicherheitsgründen ihr Gastspiel in Istanbul abgesagt.

Gründungspfahl für Garnisonkirchen-Turm eingebracht

Stiftung Garnisonkirche will den Gedanken der Versöhnung pflegen

Auf der Baustelle für den umstrittenen Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche ist der erste Gründungspfahl für das Fundament gesetzt worden. "Mit neuer Technik ist die Fertigstellung des 38 Meter langen Betonpfahls geglückt", sagte der Sprecher der Stiftung Garnisonkirche, Wieland Eschenburg. "Nun können die Arbeiten planmäßig fortgesetzt werden." Gegen den Wiederaufbau des Potsdamer Wahrzeichens protestieren mehrere, auch christliche, Initiativen. Streitpunkt ist die preußisch-militaristische Geschichte der Garnisonkirche. Die Stiftung will dagegen in dem Neubau den Gedanken der Versöhnung pflegen.

Zeichner Joachim John gestorben

Er nahm aktiv am Vereinigungsprozess der Akademien teil

Der Maler, Grafiker und Zeichner Joachim John ist tot. Er war Mitglied der Akademie der Künste Berlin. John nahm in dem vom Dramatiker Heiner Müller berufenen "Zwanziger-Gremium" aktiv am Vereinigungsprozess der beiden damaligen Akademien in Ost- und West-Berlin teil. John starb im Alter 85 Jahren nach kurzer Krankheit im mecklenburgischen Neu Frauenmark in der Nähe von Schwerin, wie sein Sohn Holger John mitteilte. 1985 erhielt John den Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste der DDR, 1998 den Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Pollock-Bild könnte 40 Millionen Dollar einbringen

Gemälde im drip painting-Stil soll bei Sotheby's versteigert werden

Ein Bild des US-Malers Jackson Pollock (1912-1956) könnte bei einer Auktion in New York bis zu 40 Millionen Dollar (etwa 33 Millionen Euro) einbringen. Das "Number 32, 1949" betitelte Gemälde solle am 16. Mai versteigert werden, teilte das Auktionshaus Sotheby's mit. Das Werk ist eines der sogenannten drip paintings, bei denen Farbe auf eine Leinwand getropft wird. Pollock hatte 1947 mit dieser Methode angefangen und war damit weltberühmt geworden. "Number 32, 1949" war 1983 gekauft worden und seitdem in derselben Privatsammlung geblieben.

Oscar-Akademie schreibt Studenten-Preis aus

Nachwuchsregisseure können sich bis 1. Juni bewerben

Die Oscar-Akademie ruft Nachwuchsregisseure in aller Welt auf, sich für den Studenten-Oscar zu bewerben. Wie der Filmverband in Los Angeles am Donnerstag bekanntgab, können Studierende bis zum 1. Juni ihre Filme für den diesjährigen Wettbewerb einreichen. Die Preise werden im Oktober in Hollywood vergeben. Im vorigen Herbst hatten neben US-Bewerbern auch zwei deutsche Nachwuchsregisseure den goldenen Studenten-Oscar gewonnen: Johannes Preuss von der Filmakademie Baden-Württemberg mit seiner Reportage "Galamsey" über illegale Goldgräber in Ghana sowie Katja Benrath von der Hamburg Media School mit dem Kurz-Spielfilm "Watu Wote/All of Us". Die Auszeichnung wird seit 1972 verliehen - heute erfolgreiche Regisseure wie Spike Lee oder Robert Zemeckis gehören zu den Preisträgern.

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Fazit

"Staatssicherheitstheater"Ein Ventil für Gegenwartsekel
Drei Männer lesen einen Stadtplan Berlin, den sie auf den Rücken eines vierten Mannes gelegt haben, der vor ihnen sitzt. (Harald Hauswald/Volksbühne Berlin)

In Leander Haußmanns "Staatssicherheitstheater" sieht unser Kritiker viele Männer mit Handtäschchen in krustigen Klamotten. Deren Stasi-Tätigkeit taugt Haußmann, um Abscheu über die Gegenwart auszudrücken. Doch mit dem Jahr 2018 hat das wenig zu tun.Mehr

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