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Breitband | Beitrag vom 23.11.2013

BesprechungWir müssen nichts so scannen wie wir's scannen!

Gerichtsentscheid zugunsten Googles Büchersuche

"Wir müssen nichts so machen wie wir's kennen / nur weil wir's kennen, wie wir's kennen.", so lautet der Refrain eines Songs der Hamburger-Schule-Band "Die Sterne". Wer aber einmal mit dem Virus infiziert ist, hört hier immer "scannen" statt "..s kennen".

Scannen wie wir es bisher nicht kannten, das machte Google seit vielen Jahren - und zwar Bücher. Ungefähr 20 Millionen Werke hat der kalifornische Suchmaschinengigant bereits digitalisiert, um sie durchsuchbar und die Fund-Schnipsel aller Welt zugänglich zu machen. Kostenlos und freiwillig.

Acht Jahren währte nun ein Gerichtsstreit mit Verlagen und Autoren, die dieses Einlesen ihrer urheberrechtlich geschützter Texte -gelinde gesagt- nicht so prima finden. Wir berichteten.  Ein New Yorker Bezirksgericht hat nun Googles Buchprojekt für legal erklärt.

Aber steckt hinter dem eigentlich ehrenwerten Anliegen, alle Bücher durchsuchbar zu machen, noch ein verstecktes kommerzielles Interesse? Sind die "Snippets" auch "Fair Use"? Tim Wiese hat für uns mit Olaf Zimmermann gesprochen, dem Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates und einem ausgewiesenem Kritiker von Googles Bücher-"Raubzug". Das gesamte Gespräch gibts hier netzexklusiv als MP3:

[Audio anhören]



In der Sendung sprachen wir dann mit dem Juristen und Netzpolitik-Blogger Prof. Leonard Dobusch über die Gründe und Folgen für die Legalisierung der jahrelang umstrittenen Buchsuche.

Bild: tvol@flickr - CC-BY

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