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Interview / Archiv | Beitrag vom 16.08.2017

Berliner Pop-Kultur Festival Vom Boykott bedroht?

Katja Lucker im Gespräch mit mit Nicole Dittmer und Julius Stucke

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Drei Tage voller Popkultur in Berlin (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)
Drei Tage voller Popkultur in Berlin (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)

Die Künstler Abu Hajar, Emel Mathlouthi, Islam Chipsy & EEK und Hello Psychaleppo haben ihre Auftritte beim Berliner Festival Pop-Kultur abgesagt. Der Grund sei, dass die Israelische Botschaft einer der Partner ist, so die Leiterin Katja Lucker.

Die Israelische Botschaft beteilige sich allerdings nur an den Reisekosten für Künstler des diesjährigen Line-ups, erklärt Katja Lucker. Die Partner hätten keinen Einfluss auf die programmatische Ausgestaltung des Festivals. Alle Bands, die bisher abgesagt haben, seien aus der Arabischen Welt: "Und ja ich will das nicht werten", so Katja Lucke.

Nur vier Absagen 

Aber letztendlich hätten ja nur vier Bands abgesagt und seien damit dem BDS-Aufruf gefolgt. Das sei im Verhältnis zu den rund 120 Künstlern, die beim Festival teilnehmen, ein verhältnismäßig kleiner Boykott. Dass jedoch der Boykott auf Deutschland überschwappe, sei etwas Neues, sagt die Festival-Leiterin.

Das Festival findet vom 23. bis 25 August auf dem Gelände der Kulturbrauerei in Berlin statt. Wie in den Jahren zuvor stehen nicht nur Konzerte auf dem Programm, sondern auch Filmvorführungen, Diskussionen und Ausstellungen. 

Hier finden Sie das Programm von Pop-Kultur 2017

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