Donnerstag, 25.02.2021
 

Aus den Archiven / Archiv | Beitrag vom 20.06.2015

Berliner PflanzenGünter Neumanns kabarettistisches Panoptikum des Berlin der 50er-Jahre

Von Christian Bienert und Ralf Bei der Kellen

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(L-r) Olaf Bienert, Joe Furtner, Ewald Wenck, Ilse Trautschold, Edith Schollwer, Günter Neumann, Bruno Fritz, Agnes Windeck und Tatjama Sais, aufgenommen 1959 in Berlin. Das von Günter Neumann gegründete Politkabarett war von 1948 bis 1964 fester Bestandteil im Programms des Rias Berlin. (picture alliance / dpa )
RIAS Berlin - Kabarett "Die Insulaner" (picture alliance / dpa )

Günter Neumann war der Vater der "Insulaner", jenes RIAS-Funkkabaretts, das nicht nur die Berliner in den Zeiten des Kalten Krieges dazu brachte, über ihre eigene missliche Lage zu lachen.

Wenn Neumann Kabarett abseits des politischen Zeitkommentares machte, tat er das häufig unter dem Pseudonym Günter Christian Ludwig, seinen drei Vornamen. Ivo Veit stellte ihn dann gern als "einen Spree-Poeten unserer Tage" vor.

In den Liedern und Sketchen dieser Sendungen nahm er das Leben der (West-)Berliner und deren typische Marotten aufs Korn: das Überquellen der Gartenlokale beim ersten Sonnenstrahl im März, die balkonische Pflanzwut der Nachbarn oder die aus Geldmangel im Urlaub in der Großstadt "Zurückgebliebenen".

Ralf Bei der Kellen und Christian Bienert haben aus diesen Sendungen eine neue Revue zusammengestellt - die erstaunliche Parallelen zur Gegenwart aufweist, frei nach dem Motto: Berlin bleibt doch Berlin!

 

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