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Kulturnachrichten

Dienstag, 12. Mai 2020

Berliner Humboldt Forum wird später eröffnet

Die für September geplante erste Teileröffnung des Humboldt Forums in Berlin wird verschoben. Die Stiftung bestätigte entsprechende Informationen des RBB. Eine erste Teileröffnung sei noch in diesem Jahr geplant, sagte ein Stiftungssprecher.
Als Gründe werden weniger Facharbeiter auf dem Bau und Lieferengpässe angeführt. Der 644 Millionen Euro teure Bau im Zentrum Berlins soll als Kultur- und Ausstellungszentrum eröffnet werden. Das 40 000 Quadratmeter umfassende Zentrum bespielen künftig die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit zwei ihrer Museen, das Land Berlin und die Humboldt-Universität. Benannt ist das Forum nach dem Forscher Alexander von Humboldt und seinem Bruder, dem Universalgelehrten Wilhelm von Humboldt.

Broadway-Theater bleiben noch lange zu

In der von der Coronapandemie besonders heftig betroffenen Millionenmetropole New York bleiben die Theater am berühmten Broadway noch bis mindestens Anfang September geschlossen. Ein genaues Datum zur Wiederöffnung stehe noch nicht fest, es werde aber auf jeden Fall nach dem 6. September liegen, teilte die Broadway League, die Dachorganisation der Theater, mit. Die Broadway-Theater sind - wie alle anderen Kultureinrichtungen der Metropole auch - seit Mitte März aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des neuartigen Coronavirus geschlossen.

Coronahilfe für Künstler in NRW aufgestockt

Die nordrhein-westfälische Landesregierung weitet ihr Hilfsprogramm für von der Coronakrise betroffene freischaffende Künstler massiv aus. Der Etat dieses Sonderförderprogramms werde um 27 Millionen Euro aufgestockt, sagte Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) in Düsseldorf. Diese zusätzlichen Mittel erlaubten es, alle weiteren rund 13 000 vorliegenden Anträge positiv zu bescheiden.Nach dem Start des Programms im März hatte es einen solchen Ansturm gegeben, dass der Fünf-Millionen-Euro-Topf rasch leer war.

Twitter-Mitarbeiter dürfen auf Dauer Zuhause arbeiten

Twitter wird seinen Mitarbeitern erlauben, auch nach dem Ende der Corona-Krise uneingeschränkt im Homeoffice zu arbeiten. Wie der Kurznachrichtendienst erklärte, hätten die vergangenen Monate gezeigt, dass es funktioniere, wenn Menschen an verschiedenen Orten zusammenarbeiteten. Der Dienst, der unter anderem größere Büroflächen an der Market Street im Herzen von San Francisco hat, geht damit bereits weiter als andere Tech-Firmen. Facebook und Google stellen sich bisher darauf ein, dass viele ihrer Mitarbeiter noch bis Ende des Jahres von Zuhause aus arbeiten werden.

Roskilde-Festival 2021 bereits ausverkauft

In diesem Jahr muss das Musikfestival in Roskilde wegen der Corona-Krise ausfallen - im nächsten Sommer ist das größte Festival Nordeuropas bereits ausverkauft. Die restlichen der 80 000 Dauertickets für Ende Juni bis Anfang Juli 2021 seien heute weggegangen, teilten die Organisatoren mit. Die meisten Ticket-Inhaber für 2020 hätten ihre Eintrittskarten für 2021 behalten, der Rest sei innerhalb weniger Stunden ausverkauft gewesen. Im Herbst sollen nur noch Tageskarten angeboten werden. Das Festival rund 30 Kilometer westlich von Kopenhagen hätte in diesem Jahr zum 50. Mal stattgefunden. Wegen der Coronavirus-Pandemie sind Großveranstaltungen in Dänemark aber bis Ende August untersagt.

Rundfunkbeitrag soll ab 2021 steigen

Nach einem Beschluss der Ministerpräsidenten der Länder soll der Rundfunkbeitrag ab 2021 um 86 Cent auf 18,36 Euro pro Monat steigen. Das hat die Staatskanzlei des Landes Rheinland-Pfalz mitgeteilt. Die Regierungschefs folgten damit der Empfehlung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF). Der Beitrag sei elf Jahre lang nicht erhöht worden, erklärte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die derzeitige Vorsitzende der Rundfunkkommission. Die SPD-Politikerin wies Forderungen aus der Union zurück, wegen der Corona-Krise auf eine Erhöhung zu verzichten. Die Medien und damit auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk seien systemrelevant, sagte Dreyer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Baden-Württemberg gibt weiteres NS-Raubgut zurück

Baden-Württemberg gibt weitere als Nazi-Raubgut identifizierte Kulturobjekte an die rechtmäßigen Erben zurück. Darunter sei eine Sammlung des jüdischen Kunstsammlers Ernst Gallinek aus dem Badischen Landesmuseum in Karlsruhe, teilte das Kunstministerium in Stuttgart mit. Beschlossen wurde auch die Rückgabe des Gemäldes "Pferdestall" von Franz Krüger aus dem Bestand der Kunsthalle Karlsruhe. In beiden Fällen soll nun ein Rückkauf von den Erben geprüft werden. Dann könnten die Kunstwerke in den Museen bleiben. Das rechtmäßige Erbe der Sammlung Gallinek konnte erst durch einen rechtskräftigen Beschluss des Oberlandesgerichts Karlsruhe geklärt werden.

Rund 25 Maskierte griffen ZDF-Team am 1. Mai an

Ein ZDF-Kamerateam wurde am 1. Mai in Berlin von mehr Menschen angegriffen, als bisher bekannt war. Zudem gebe es weitere Hinweise, dass die Täter geplant vorgegangen sein könnten, teilte die Polizei mit. Bis zu 25 maskierte Menschen seien beteiligt gewesen und hätten auf das Fernsehteam eingetreten und eingeschlagen, zum Teil auch mit Metallstangen. Die Angreifer seien alle dunkel oder schwarz gekleidet sowie vermummt gewesen, heißt es in einem Zeugenaufruf. Sie hätten aber noch während ihrer Flucht teilweise ihre Kleidung ausgezogen oder gewechselt. Ein 50-jähriger Mann sei bis zur Bewusstlosigkeit getreten worden. Zwei weitere Männer und eine Frau seien ebenfalls verletzt. Die Polizei hatte sechs Verdächtige, die zum Teil zur linken Szene gehören sollen, festgenommen und am nächsten Tag mangels ausreichender Beweise wieder entlassen.

Weiterer Teil der Berliner Mauer denkmalgeschützt

In Berlin steht ein weiteres Teilstück der ehemaligen Mauer unter Denkmalschutz. Es handle sich um den Rest der sogenannten Hinterlandmauer in Pankow, teilte die Stiftung Berliner Mauer mit. Die fünf Segmente stehen an der Ecke Maximilian- und Dolomitenstraße. Neben der Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße stehen noch etwa 30 andere Mauerabschnitte unter Denkmalschutz. Der mit 1300 Metern längste Teil ist die von Künstlern gestaltete East Side Gallery an der Spree zwischen Kreuzberg und Friedrichshain.

Grütters verlängert Mentoringprogramm für Frauen

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat die Förderung des Projektbüros "Frauen in Kultur und Medien" beim Deutschen Kulturrat um drei Jahre verlängert. Die Verbesserung der Chancengleichheit von Frauen in Kultur und Medien liege ihr auch persönlich sehr am Herzen, sagte die CDU-Politikerin, die selbst als Mentorin an dem bundesweiten und spartenübergreifenden Programm teilnimmt. Es richtet sich an Künstlerinnen, kreative Frauen und an Frauen der Medienbranche, die Führungsverantwortung übernehmen wollen. Das vor drei Jahren gegründete Projektbüro geht zurück auf eine Empfehlung des Runden Tisches "Frauen in Kultur und Medien".

Gitarre von Kurt Cobain wird versteigert

Eine Gitarre des früheren Nirvana-Frontmanns Kurt Cobain soll im Juni in Kalifornien versteigert werden. Die Martin D-18E Akustik-Elektrogitarre aus dem Jahr 1959 könnte Schätzungen zufolge eine Million Dollar einbringen. Cobain spielte darauf beim legendären "MTV Unplugged"-Auftritt 1993 in New York, fünf Monate vor dem Tod des 27-Jährigen im Jahr 1994. Eine olivgrüne Strickjacke, die Cobain bei dem MTV-Auftritt trug, war im Oktober von Julien's Auctions in Beverly Hills für 334 000 Dollar versteigert worden. Das Auktionshaus will im Juni weitere Cobain-Memorabilien anbieten.

Längste Trickfilmserie muss wegen Corona pausieren

In Japan muss die weltweit längste Trickfilmserie wegen der Corona-Pandemie unterbrochen werden. Zum Schutz der Sprecher sei die Produktion von "Sazae-san" vorübergehend ausgesetzt worden, teilte der Sender Fuji Television mit. Seit mehr als 50 Jahren gehört die Trickfilmserie laut Guinness-Buch der Rekorde zum festen Programm des Senders. Ab dem 17. Mai werden nur noch ältere Folgen wiederholt. Seit 1969 läuft "Sazae-san", in der es um die Hausfrau Frau Sazae und ihre Familie geht, jeden Sonntagabend im Fernsehen. Nur wegen die Ölkrise musste die Serie 1975 schon einmal pausieren.

Kreisgrabenanlage Pömmelte wird ausgebaut

Die rekonstruierte steinzeitliche Kreisgrabenanlage Pömmelte südlich von Magdeburg in Sachsen-Anhalt soll als touristisches Ziel ausgebaut werden. In der Nähe werde ein neues Informationszentrum entstehen, teilten die Staatskanzlei und das Ministerium für Kultur in Magdeburg mit. Die Bundesregierung wolle die Pläne mit einer halben Million Euro unterstützen. Details sollen am Dienstagnachmittag bekanntgegeben werden. Die rekonstruierte Anlage steht am Originalplatz wie vor rund 4200 Jahren. Sie war im Juni 2016 eröffnet worden. Das "Ringheiligtum" in Pömmelte ist Experten zufolge vergleichbar mit dem englischen Stonehenge. Dort fällt die traditionelle Feier zur Sommersonnenwende in diesem Jahr aus. Seit März ist das Unesco-Weltkulturerbe wegen der Corona-Pandemie geschlossen.

Film aus Bulgarien gewinnt die "Goldene Lilie"

Der bulgarische Film "Auf Streife" hat die "Goldene Lilie" beim Filmfestival "goEast" in Wiesbaden gewonnen. Die Produktion von Regisseur Stephan Komandarev erhielt am Montagabend die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für den besten Film. Erzählt wird die Geschichte von drei Polizeistreifen, die nachts in der bulgarischen Hauptstadt Sofia unterwegs sind. Der Film zeige "das Innerste und die menschliche Zerbrechlichkeit seiner Figuren, indem er unter anderem ihre ethischen oder moralischen Entscheidungen in Frage stelle", betonte die Jury. "goEast" wird vom Deutschen Filminstitut veranstaltet. Es widmet sich dem mittel- und osteuropäischen Film. Gezeigt wurden 107 Filme aus 40 Ländern, darunter 21 Deutschland-Premieren. Wegen der Corona-Einschränkungen entwickelten die Festivalmacher eine Lösung mit Online-Angeboten sowie mit Live-Events zu späteren Terminen in diesem Jahr.

NDR stellt das "Bücherjournal" zum Jahresende ein

Der Norddeutsche Rundfunk will das "Bücherjournal" in seinem Fernsehprogramm nach mehr als 30 Jahren einstellen. Die letzte Ausgabe laufe voraussichtlich am 1. Dezember 2020, berichtet das Börsenblatt für den deutschen Buchhandel unter Berufung auf eine NDR-Sprecherin. Der Sender werde in den kommenden vier Jahren insgesamt 300 Millionen Euro einsparen müssen, hieß es zur Begründung. Weil es in der ARD mit "Druckfrisch" ein Büchermagazin gebe und Literatur keine regionalen Grenzen kenne, sei ein eigenes NDR-Literaturmagazin nicht zwingend notwendig. Bücher würden weiterhin im Kulturjournal des Senders vorgestellt, erklärte die Sprecherin.

Bildhauer Waldemar Otto gestorben

Waldemar Otto, einer der international bekanntesten Bildhauer der gegenständlichen Kunst, ist tot. Er starb bereits am Freitag im Alter von 91 Jahren, wie der Direktor des Bremer Bildhauermuseums Gerhard-Marcks-Haus, Arie Hartog, mitteilte. Otto wurde 1929 im polnischen Petrikau geboren und lebte seit den 1970er-Jahren im Künstlerdorf Worpswede bei Bremen. Berühmt wurde er mit seinen Arbeiten zur menschlichen Figur, die sich oftmals auf den Torso konzentrierten. Seine Skulpturen stehen in Berlin, Düsseldorf, Bremen, Hamburg, Hannover, Stuttgart und Rostock sowie in Chile. Insgesamt hat Otto, der auch in Italien und in den USA lebte, mehr als 600 Werke geschaffen, darunter viele mit sakralen Themen.

Zivilcourage-Preis für Theater-Regisseur Stückl

Der Regisseur Christian Stückl wird mit dem Ehrenpreis "Zivilcourage" der Evangelischen Akademie Tutzing ausggeehrt. Mit dem nichtdotierten "Toleranz-Preis" werde Stückls langjähriges Engagement gegen Antisemitismus gewürdigt, teilte die Akademie mit. Der Intendant des Münchner Volkstheaters leiste "einen unverzichtbaren und unübersehbaren Beitrag zur Verständigung, dass in einer pluralen Gesellschaft Menschen unterschiedlicher religiöser Herkunft friedlich zusammenleben können", hieß es. Stückls Inszenierungen seien leidenschaftliche Plädoyers gegen Rassismus und Antisemitismus. Als Leiter der Oberammergauer Passionsspiele habe er diese von Anti-Judaismen befreit und so zur notwendigen Versöhnung zwischen Christen und Juden beigetragen.

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