Mittwoch, 20.11.2019
 

Interview / Archiv | Beitrag vom 01.12.2014

Berliner Ensemble "Oliver Reese steht für ein modernes und vielfältiges Theater"

Theaterkritiker André Mumot über die Berufung des neuen Intendanten

Moderation: Vladimir Balzer

Podcast abonnieren
Oliver Reese wird zum 1. August 2017 die Leitung des Berliner Ensembles übernehmen. (picture alliance / dpa / Britta Pedersen)
Oliver Reese, hier bei der Verkündung der Entscheidung im Roten Rathaus, wird zum 1. August 2017 die Leitung des Berliner Ensembles übernehmen. (picture alliance / dpa / Britta Pedersen)

Der Nachfolger von Claus Peymann steht fest: Das Berliner Ensemble bekommt am 1. August 2017 einen neuen Chef - den bisherigen Intendanten des Schauspiels Frankfurt, Oliver Reese. Eine gute Wahl, meint unser Theaterkritiker.

Oliver Reese übernimmt ab 2017 die Intendanz am Berliner Ensemble. Er wird Nachfolger des langjährigen Leiters Claus Peymann. Mit diesem sei es zuletzt schwierig gewesen, sagt der Theaterkritiker André Mumot. "Gerade Kritiker und ein jüngeres Publikum sind ihm immer mehr abgewandert." Vieles an dem Theater habe aufgrund von Peymanns spezifischen Vorstellungen angestaubt gewirkt: "Die Aufführungen sind doch sehr zäh und langweilig gewesen in den letzten Jahren." Einen frischen Wind könne das Haus insofern gut gebrauchen.

Mit Oliver Reese kommt ein guter Mann ans Berliner Ensemble, ist Mumot überzeugt: "Reese steht für sehr modernes und vielfältiges Theater." Das Schauspiel Frankfurt habe er mit großen Erfolg geführt und das Publikum dort trotz einer schwierigen Ausgangslage wieder für's Theater gewinnen können. Inzwischen weise es die besten Auslastungszahlen seit 30 Jahren auf "und das ist schon mal eine ganz gute Bilanz".

Während der Pressekonferenz zur Bekanntgabe des Personalwechsels habe Reese bereits erste Ansätze seiner Pläne für das Berliner Ensemble durchblicken lassen, so Mumot. So wolle er einen Schwerpunkt auf das Autorentheater legen: "Es sollen nicht unbedingt die Regisseure im Mittelpunkt stehen, sondern die Texte."

Weiterführende Information

Claus Peymann: "Man wird milde mit 75"
(Deutschlandradio Kultur, Fazit, 07.06.2012)

Interview

50 Jahre PuhdysDas Gesicht der DDR-Kultur im Ausland
Aus einem Regal mit zahlreichen Schallplatten wurde die LP "Heiß wie Schnee" von den Puhdys herausgezogen. Auf dem Cover ist das Porträt einer Frau zu sehen. (Peter Endig / dpa)

Deutsche Musik, die ins Ohr geht: Damit eroberten die Puhdys schon zu DDR-Zeiten auch Herzen westdeutscher Fans. Die ostdeutschen Rocker waren eine staatsnahe und überaus erfolgreiche Band, sagt Götz Hintze, Autor des "Rocklexikon der DDR".Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur