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Kulturnachrichten

Sonntag, 16. Februar 2014

Berlinale: Goldener Bär für "Schwarze Kohle, dünnes Eis"

Am Ende hat sich die Berlinale-Jury für einen Außenseiter aus China entschieden.

Der Krimi "Schwarze Kohle, dünnes Eis" des Regisseurs Yinan Diao hat den goldenen Bären für den besten Film gewonnen. Der Hauptdarsteller, der Schauspieler Fan Liao, wurde ebenfalls ausgezeichnet. Als beste Schauspielerin wurde die Japanerin Haru Kuroki für ihre Darstellung eines Dienstmädchens in dem Drama "Das kleine Haus" geehrt.

Der im Vorhinein als Favorit gehandelte Film von US-Regisseur Richard Linklater, wurde mit dem Preis für die beste Regie bedacht. Das Langzeit-Spielfilmprojekt mit dem Titel "Boyhood" begleitet einen Jungen aus Texas über 12 Jahre hinweg.

Der deutsche Wettbewerbsbeitrag "Kreuzweg" erhielt den Silbernen Bären für das beste Drehbuch und der Große Preis der Berlinale-Jury ging an Wes Andersons "Grand Budapest Hotel".

Mehr zur Berlinale hören sie in unserer Filmstunde ab 11 Uhr.

"12 Years A Slave" Gewinner der britischen Filmpreise

"12 Years a Slave" ist der große Gewinner bei der Verleihung der britischen Filmpreise.

Das Sklaverei-Drama des britischen Regisseurs Steve McQueen erhielt in London den Preis für den besten Film. Hauptdarsteller Chiwetel Ejiofo wurde zudem als bester Schauspieler ausgezeichnet. Den Preis für die beste Hauptdarstellerin erhielt Cate Blanchett für ihre Rolle in Woody Allens Film "Blue Jasmine". Als besten britischen Film zeichneten die Veranstalter Alfonso Cuarons Weltraum-Drama "Gravity" aus." "12 Years a Slave" und "Gravitiy" werden auch als große Favoriten für die Oscar-Verleihung am zweiten März gehandelt.

And the Oscar goes to ... Wissenschaftler und Techniker

Preisträger Joshua Pines nennt es die jährliche Winterolympiade der Nerds.

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat den Preis für die besten technischen und wissenschaftlichen Neuerungen im Filmgeschäft vergeben. Pines und sein Team erhielten die Auszeichnung für die Entwicklung einer Software zur Farbkorrektur. Eine weitere Auszeichnung ging an den Erfinder des pneumatischen Auto-Flippers, mit dessen Hilfe sich Autostunts so exakt planen und durchführen lassen, dass Verfolgungsjagden auch in belebten Straßen in der Innenstadt gedreht werden können. Der Preis wird jedes Jahr zwei Wochen vor den Oscars verliehen.

Welt am Sonntag: Prof. Günter Stock wirbt für europäische Initiative zum E-Learning

Wir brauchen eine europäische Bewegung, die unsere Tradition berücksichtigt.

Das wünscht sich der Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, Günter Stock, für die Entwicklung des E-Learnings an den Universitäten. Via Internet lassen sich etwa Vorlesungen auch ausländischer Universitäten jederzeit auf dem Computer abrufen. Die USA seien bereits sehr aktiv auf diesem Gebiet, meint Stock. Ihm gehe es vor allem darum, dass die Europäer nicht von amerikanischen Angeboten überrollt und schließlich dominiert würden. Die Neuerungen bedeuteten schließlich mehr Flexibilität, höhere Qualität und neue Inhalte für die Studenten. Er erhoffe sich daher eine Initiative auf europäischer Ebene, die sich für die Weiterentwicklung des E-Learning einsetze.

Telegraph: Michael Grandage wirbt für günstige Theater-Tickets

Der britische Theatermacher Michael Grandage wirbt für günstige Tickets, um eine junge Zielgruppe zu erreichen.

Dem "Telegraph" sagte Grandage, man müsse die Menschen schon sehr früh für das Theater begeistern. Nur so entstehe eine lebenslange Beziehung, die die Häuser vor Stagnation retteten. Grandage selbst ist Chef einer preisgekrönten, nach ihm benannten Kompanie in London, die in der vergangenen Saison 390.000 Besucher zählte. Ein Drittel davon waren laut Grandage zum ersten Mal in einem Theater. Gegen den Einwand, man müsse dann auch leichtere Stücke zeigen, wehrt er sich entschieden. Man müsse ganz im Gegenteil davon ausgehen, dass das Publikum an einer solchen Herausforderung wachsen könne.

Urheberrecht: Deutscher Fotograd verklagt Universal

Die Szene aus dem Musikvideo des Popstars Rihanna zeigt die Sängerin, wie sie hinter einer Klarsichtfolie tanzt, die an eine Wand geklebt ist.

Der aus Saarbrücken stammende Fotograf Philipp Paulus sieht darin eine Verletzung seines Urheberrechts, berichtet "Focus Online". Seine Fotoserie "Paperworld", die ein Jahr vor dem Musikvideo entstand, zeige genau die gleiche Szene mit einem Model. Paulus hat nun Klage gegen den Produzenten des Videos, das Plattenlabel Universal, eingereicht. Er ist nicht der einzige, der seine Rechte durch den Rihanna-Spot verletzt sieht: Der US-Fotograf David LaChapelle hat bereits einen Vergleich gegen Universal erwirkt.

Welt am Sonntag: Peter Gabriel empfiehlt die richtige Balance

Wir müssen die Balance finden und die Smartphones öfter abschalten.

So sieht es der Musiker Peter Gabriel im Interview der "Welt am Sonntag". Smartphones vereinnahmten die Menschen, dabei verpasse man das eigene Leben. Auf der anderen Seite, so der britische Rockmusiker, könne er die neuen Geräte nicht verdammen. Als er seine Hilfsorganisation "Witness" gegründet habe, habe er als erstes Videokameras an Menschen in Krisenregionen verteilt, damit diese die Verletzung ihrer Rechte dokumentierten. Damals, erinnert sich Gabriel, sei er noch dafür belächelt worden. Heute übernehme das Smartphone in solchen Regionen entscheidende Funktionen.

Washington: Spionage-Museum stellt Washingtons Auftrag für Überwachung aus

Es gab Zeiten, da war die Überwachung einer ganzen Stadt eine recht günstige Angelegenheit.

500 Dollar Vorschuss und 50 Dollar pro Woche hat George Washington seinem Vertrauten Nathaniel Sackett für den Aufbau eines Spionagenetzwerks in New York geboten. Das belegt der im Februar 1777 geschriebene Brief, der nun erstmals im Spionage-Museum in Wahington D.C. zu sehen ist. Zu diesem Zeitpunkt war Washington noch Oberster Befehlshaber der Kontinentalarmee im Unabhängigkeitskrieg. Später wurde er der erste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Das Museum hatte das Manuskript vor einigen Jahren von den Erben Sacketts erworben.

Vietnam: Regierung setzt Tänzer gegen unliebsame Demonstration ein

Statt auf Polizisten greift die vietnamesische Regierung offenbar auf Tänzer zurück.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, haben die Behörden so eine Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Grenzkrieges zwischen China und Vietnam verhindert. Als die Teilnehmer an einem Denkmal Kränze niederlegen wollten, tauchten Tänzer auf, die bei lauter Musik die Zeremonie unterbrachen. Kritische Reden, etwa gegen den Nachbar China, wurden so verhindert.

Biologie: Seelöwe beweist Taktgefühlt

Dass Papageien im Takt der Musik den Kopf wippen, war Biologen nicht neu - dass auch Seelöwen ein solches Rhythmusgefühl haben, überrascht.

Der Biologe Peter Cook hat seine Ergebnisse nun beim Treffen des US-Wissenschaftsverbandes AAAS präsentiert. Die Seelöwendame, die sich seit einigen Jahren in seiner Obhut befindet, ist demnach imstande, Takte zu erkennen und rhythmisch zu nicken. Er schlussfolgere daraus, dass der neuronale Mechanismus zum Erkennen unterschiedlicher Takte im Tierreich weiter verbreitet sei als bisher angenommen. Neben Vogelarten wie etwa Papageien, galt der Mensch als einziges Säugetier, das die Fähigkeit besitzt, Rhythmen zu erkennen und sich entsprechend zu bewegen.

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