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Vollbild | Beitrag vom 17.02.2018

Berlinale: DokumentarfilmeBilder für die Gefahr von rechts

Dominik Kamalzadeh im Gespräch mit Susanne Burg und Patrick Wellinski

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Der Dokumentarfilm "When the War comes" von Jan Gebert wird auf der Berlinale in der Reihe "Panorama" gezeigt. (Stanislav Krupař )
Der Dokumentarfilm "When the War comes" von Jan Gebert wird auf der Berlinale in der Reihe "Panorama" gezeigt. (Stanislav Krupař )

Das Wiedererstarken rechtspopulistischer und -extremer Bewegungen in Europa schlägt sich auch im Programm der Berlinale nieder. Vollbild stellt drei Dokumentarfilme vor, die versuchen die Gefahren, die von solchen Stimmungen ausgeht, adäquat abzubilden.

Wie findet man Bilder für die Gefahr von rechts? Drei Dokumentarfilme, die im Programm der Berlinale laufen, haben sich dieser Herausforderung gestellt, alle aus verschiedenen Ländern und mit unterschiedlichen Ansätzen - doch insgesamt auf gelungene Weise, sagt Dominik Kamalzadeh, Kulturredakteur bei der Wiener Tageszeitung Der Standard im Interview mit Deutschlandfunk Kultur.

In "Waldheims Walzer" beschäftigt sich die österreichische Filmemacherin Ruth Beckermann mit der Waldheim-Affäre in ihrem Heimatland. Die Bilder von damals seien in vielen Gedächtnissen gespeichert, meint Kamalzadeh. "Der Bezug ist insofern spannend, als dass in der Diskussion um Waldheim bestimmte Auffassungen und Manöver - Defensivmanöver der Politik - aufgetaucht sind, die man eben in Österreich gerade wieder erkennen kann."

"When the war comes" von Jan Gebert, wie rechte Paramilitärs in der Slowakei Flüchtlinge jagen. Trotzdem gelinge es dem Filme durchaus, "dieser sonderlichen Truppe auch Bilder abzugewinnen, die quasi ihren Nimbus, ihr Charisma - wenn es denn Charisma ist - aufzubrechen". Etwas problematisch sei allerdings, dass der Film zu wenig Hintergrund über die Entstehung des Gedankenguts der Gruppe liefere.

Differenzierter ist "Aggregat" von Marie Wilke über den aktuellen politischen und medialen Alltag in Deutschland. Der Film sei diskursiver angelegt und rücke die Kommunikation selbst in den Mittelpunkt, so Kamalzadeh: "Man sieht nicht nur die Basisarbeit von Politikern - den Knochenjob gewissermaßen -, sondern, man kann auch erfahren auch wie Medien mit dem Phänomen Rechtspopulismus umzugehen versuchen - und man sieht auch die Fallen, denen man da mitunter ausgeliefert ist."

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