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Vollbild | Beitrag vom 29.02.2020

BerlinaleDie Grenzen des Autorenfilms

Moderation: Susanne Burg und Patrick Wellinski

Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian warten vor einem roten Kinovorhang (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
Das Führungsduo, Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian, kann die Berlinale in eine vielversprechende Zukunft führen, sagen unsere Kritiker. (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)

Unsere Filmkritiker ziehen eine Bilanz der Berlinale unter der neuer Leitung. Dabei geht es auch um die jüngsten Skandale, die neue Sektion Encounters, kollektives Filmemachen und den Stellenwert von Serien.

Die 70. Berlinale geht zu Ende. Unser Filmmagazin Vollbild zieht Bilanz über die 18 Wettbewerbsfilme, Themen und Tendenzen dieses Filmfestivals, das für viele als ein Übergangsjahr in die Berlinale-Geschichte eingehen wird. Was die Zukunft des Festivals bringt und wer die Favoriten auf die Preise sind, besprechen die Moderatoren Susanne Burg und Patrick Wellinski mit ihren Gästen.

Das Führungsduo hat sich bewährt

Die erste Berlinale unter der Leitung von Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeeks wurde mit unmöglichen Erwartungen konfrontiert. Hinzu kam eine schier endlose Welle an Skandalen und infrastrukturellen Problemen vorab. Nach zehn Tagen Festival lässt sich sagen: Das Führungsduo kann das Festival wunderbar in eine neue Zukunft führen.

Auf die Filmkritiker warteten vor allem düstere und ästhetisch eigenwillige Stoffe auf den Leinwänden. Mit Filmredakteurin Katja Nicodemus von der Wochenzeitung "Die Zeit" sprechen wir über die Grenzen des Autorenfilms und mögliche Bärenkandidaten. Mit Filmkritikerin Anke Leweke über die neue Sektion Encounters - und mit dem Leiter der Sektion Berlinale Talents Florian Weghorn über die Zukunft des kollektiven Filmemachens als Alternative zum Geniekult des Autorenfilmers, der in der #MeToo-Ära ausgedient hat.

Serien zogen Stars nach Berlin

Einen wichtigen Raum auf dem Festival nahmen die Serien ein. Gerade sie brachten die Stars nach Berlin, beispielsweise die Schauspielerin Cate Blanchett, die mit "Stateless" eine Serie über Migration in Australien mitbrachte und damit ein hoch politisches Thema. Sind die Serien besseres Kino? Auch das war eine Frage, die auf dieser Berlinale debattiert wurde. Anna Wollner hat für uns die Serien angesehen und erzählt von ihrer Begegnungen mit den Machern.

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