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Fazit / Archiv | Beitrag vom 29.02.2020

Berlinale 2020: Das sind die SiegerGoldener Bär für iranischen Film "There is No Evil"

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29.02.2020, Berlin: 70. Berlinale, Preisverleihung: Baran Rasoulof steht mit dem Goldenen Bären für ihren Vater, den Regisseur Mohammad Rassulof, für den Besten Film vor dem Berlinale Palast. (picture alliance/Christoph Soeder/dpa)
Weil ihr Vater keine Ausreiseerlaubnis zur Berlinale bekam, nahm seine Tochter Baran Rassulof den Goldenen Bären an seiner Stelle entgegen. (picture alliance/Christoph Soeder/dpa)

Ein Episodenfilm über die Todesstrafe im Iran ist der beste Film der Berlinale 2020: Die Jury zeichnete "There is No Evil" mit dem Goldenen Bären aus. Paula Beer wurde für ihre Rolle in Christian Petzolds "Undine" zur besten Darstellerin gekürt.

Der Film "There is No Evil" ("Es gibt kein Böses") des iranischen Regisseurs Mohammed Rassulof hat den Goldenen Bären der 70. Berlinale gewonnen - in Abwesenheit des Regisseurs, der wegen eines Reiseverbotes nicht zur Berlinale kommen konnte. Sein Episodenfilm befasst sich mit der Todesstrafe im Iran.

Anstelle des Regisseurs nahm seine Tochter Baran den Preis entgegen, die als Schauspielerin in "Es gibt kein Böses" zu sehen ist. Sie sei "absolut glücklich und überwältigt", sagte sie in ihrer Dankesrede. "Und gleichzeitig bin ich sehr traurig, denn dieser Preis ist für einen Filmemacher, der heute nicht hier sein kann."

Den Silbernen Bären als beste Darstellerin erhielt die 25-jährige Paula Beer für ihre Rolle in Christian Petzolds Film "Undine". "Ich freue mich wahnsinnig", sagte Beer, als sie den Preis entgegennahm. Und setzte hinzu: "Ich finde, man kann immer nur so gut sein, wie sein Gegenüber. Franz Rogowski kann heute Abend nicht hier sein. Aber er ist der wunderbarste Spielmann, den man sich wünschen kann. Deswegen ist der Preis für Franz und für mich, weil, ein Liebespaar zu spielen, ist das Schönste und das Schwierigste zugleich."

29.02.2020, Berlin: 70. Berlinale, Preisverleihung: Paula Beer küsst den Silbernen Bären, mit dem sie als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde. (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)Freut sich über ihren Bären: die erst 25-jährige Paula Beer. (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)

Als bester Darsteller wurde Elio Germano für seine Rolle in dem Künstlerdrama "Hidden Away" ausgezeichnet. Den Silbernen Bären für die beste Regie erhielt der Südkoreaner Hong Sangsoo für "Domangchin yeoja" ("Die Frau, die rannte").

Mit dem Berlinale-Preis für den besten Dokumentarfilm wurde die französisch-kambodschanische Produktion "Irradiated" von Rithy Panh ausgezeichnet.

War die 70. Berlinale ein geglücktes Jubiläum unter neuer Leitung? Dazu ein Gespräch mit unserem Filmkritiker Patrick Wellinski:

Die Hauptpreise im Überblick:

Goldener Bär für den besten Film: "There is no Evil" (Es gibt kein Böses), Regie: Mohammad Rassulof

Silberner Bär, Großer Preis der Jury: "Never Rarely Sometimes Alway" (USA 2020) Regie: Eliza Hittman

Silberner Bär für die beste Regie: Hong Sangsoo für "Domangchin yeoja" ("Die Frau, die rannte")

Silberner Bär für die beste Kameraarbeit: Jürgen Jürges für "DAU. Natasha" (DEU/UKR/GBR/RUS 2020)

Silberner Bär für die beste Darstellerin: Paula Beer in "Undine" (DEU/FRA 2020)

Silberner Bär für den besten Darsteller: Elio Germano in "Volevo nascondermi" ("Hidden Away", ITA 2019)

Silberner Bär für das beste Drehbuch: Fabio und Damiano D'Innocenzo für "Favolacce" ("Bad Tales", ITA/CH 2020)

Sonderpreis "Silberner Bär - 70. Berlinale": "Effacer l'historique" (Frankreich/Belgien 2019) Regie: Benoît Delépine, Gustave Kervern

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