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Donnerstag, 13.12.2018
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 27. September 2018

Berlin präsentiert riesiges Pergamon-Panorama

Realisiert wird es von Yadegar Asisi

Ein riesiges 360-Grad-Panorama der antiken Metropole Pergamon ist ab dem 17. November in Berlin zu sehen. Das 30 Meter hohe Bild mit einem Umfang von 104 Metern wird in einem temporären, runden Ausstellungsgebäude gegenüber dem Bode-Museum und der Museumsinsel präsentiert, wie die Staatlichen Museen zu Berlin am Donnerstag mitteilten. Der Rundbau wird voraussichtlich bis 2024 für das Pergamon-Panorama genutzt. Realisiert wird das Projekt von dem Künstler Yadegar Asisi. Es ist bereits sein zweites Pergamon-Panorama. Das erste Asisi-Panorama der antiken Stadt war 2011/2012 vor dem Pergamon-Museum in Berlin zu sehen. Das neue Bild ist größer und malerisch überarbeitet worden.
Für die Besucher steht eine 15 Meter hohe Besucherplattform mit drei Ebenen bereit.

Deutschland im Rennen für zwei International Emmys

Die Schauspielerin Anna Schudt und der Fernsehfilm "Toter Winkel" sind nominiert

Mit zwei Gewinnchancen geht Deutschland dieses Jahr in die Verleihung der International Emmys. Die Schauspielerin Anna Schudt und der Fernsehfilm "Toter Winkel" sind nominiert, teilten die Veranstalter am Donnerstag in New York mit. Schudt tritt in der Kategorie "Beste Schauspielerin" mit ihrer Rolle in der RTL-Tragikkomomödie "Ein Schnupfen hätte auch gereicht" gegen Kolleginnen aus Südafrika, Brasilien und Großbritannien an. Der WDR-Film "Toter Winkel" konkurriert um den Preis in der Kategorie "Bester Fernsehfilm / Beste Mini-Serie" gegen Produktionen aus Brasilien, Japan und Großbritannien. Insgesamt wurden in elf Kategorien 44 Produktionen und Schauspieler aus 20 Ländern nominiert. Die Gewinner werden bei einer Gala am 19. November in New York bekanntgegeben.

26. Filmfest Hamburg startet mit Frauenpower

"Gegen den Strom" von Regisseur Benedikt Erlingsson eröffnete das Festival

Mit einer starken Frauenfigur aus Island ist das Filmfest Hamburg in seine 26. Runde gegangen. Das Drama "Gegen den Strom" von Regisseur Benedikt Erlingsson eröffnete am Donnerstagabend das zehntägige Festival in der Hansestadt. Der Film erzählt die Geschichte einer leidenschaftlichen Umweltaktivistin, deren Leben sich plötzlich ändert, als ihr Antrag auf Adoption eines Kindes nach Jahren bewilligt wird. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher betonte zudem, dass eine Aufgabe des Filmfests auch darin bestehe, unterdrückten Künstlern zu helfen, ein internationales Publikum zu erreichen. Einer von ihnen, der iranische Regisseur Jafar Panahi ("Taxi Teheran"), soll nächste Woche in Abwesenheit mit dem Douglas-Sirk-Preis geehrt werden. Panahi ist in seiner Heimat mit einem Berufs- und Ausreiseverbot belegt.

Bruce Dern ersetzt Burt Reynolds in Tarantino-Film

Reynolds ist am 6. September im Alter von 82 Jahren gestorben

Der Schauspieler Bruce Dern springt nach dem Tod von Burt Reynolds beim geplanten Tarantino-Film "Once Upon A Time in Hollywood" ein. Dern soll einen alten Rancher spielen, auf dessen Farm der Sektenführer Charles Manson und dessen Anhänger in den 60er-Jahren mehrere Monate lebten, wie am Donnerstag die Kinoportale "Hollywood Reporter" und "Deadline.com" berichteten. Regisseur Quentin Tarantino holt für seinen in Los Angeles angesiedelten Film zur Zeit der Hippie-Revolution und der von Manson angestifteten Mordserie Stars wie Leonardo DiCaprio, Brad Pitt, Al Pacino, Kurt Russell und Margot Robbie vor die Kamera. Die Dreharbeiten sind bereits angelaufen. Reynolds, der zunächst die Rolle des Ranchers George Spahn übernehmen sollte, ist am 6. September im Alter von 82 Jahren gestorben.

Bad Hersfelder Festspiele: Keine gemeinnützige GmbH

Theaterfestival bleibt städtischer Regiebetrieb

Die Bad Hersfelder Festspiele bekommen keine neue Organisationsform. Die Stadtverordneten stimmten am Donnerstagabend gegen eine Ausgründung in eine gemeinnützige GmbH, wie ein Stadtsprecher sagte. Dafür stimmten 19 Abgeordnete, 20 dagegen und schmetterten den Antrag damit ab. Das Theaterfestival bleibt somit ein städtischer Regiebetrieb, bei dem die Kommunalpolitiker über wichtige Entscheidungen abstimmen können. Mit der neuen Organisationsform sollte nach Ansicht der Befürworter schnelleres Verwaltungshandeln für die Macher des renommierten Freilichttheaterfestivals ermöglicht werden. Die Kritiker der Festspielausgründung befürchteten, dass ihnen weitreichende Kontroll- und Mitsprachemöglichkeiten entzogen würden. Intendant Joern Hinkel und Bürgermeister Thomas Fehling gehörten zu den Befürwortern des GmbH-Modells.

Richard Ford erhält Siegfried-Lenz-Preis

Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert

Der US-amerikanische Schriftsteller Richard Ford erhält am Freitag im Hamburger Rathaus den Siegfried-Lenz-Preis. Bürgermeister Peter Tschentscher überreicht den mit 50.000 Euro dotierten Preis, die Journalistin Verena Lueken hält die Laudatio. Der 74-jährige Autor gilt als einer der bedeutendsten Erzähler der USA. 1996 erhielt er für seinen Roman "Unabhängigkeitstag" sowohl den Pulitzer-Preis als auch den PEN/Faulkner Award. Nach dem israelischen Schriftsteller Amos Oz und dem britischen Autor Julian Barnes ist Ford der dritte Preisträger. Die Auszeichnung in Erinnerung an den Hamburger Schriftsteller Siegfried Lenz wird alle zwei Jahre verliehen. Sie ehrt Autoren, die mit ihrem erzählerischen Werk Anerkennung erlangt haben und deren schöpferisches Wirken dem Geist von Siegfried Lenz nah ist.

Protest gegen Turner-Preis-Nominierten Thompson

Gegen die Verwertung von Tod und Schmerz schwarzer Menschen

Gegen den diesjährigen Turner-Preis-Nominierten Luke Willis Thompson gibt es Protest. Der neuseeländische Künstler stand mit seiner Arbeit "Autoportrait" bereits mehrfach in der Kritik. Das Londoner Kollektiv BBZ protestierte am Dienstag in den Ausstellungsräumen der Tate Britain, wo die Arbeiten der Nominierten gezeigt werden. Dabei trug die Gruppe T-Shirts mit der Aufschrift "Black pain is not for profit". Auf Instagram erklärte das Kollektiv, man sei gegen die Verwertung von Tod und Schmerz schwarzer Menschen durch nicht-schwarze Künstler und Kunstinstitutionen. In Thompsons Arbeit wird Diamond Reynolds gezeigt, eine Frau, deren Verlobter 2016 von Polizisten erschossen wurde. Reynold streamte damals den Gewaltakt live bei Facebook. "Autoportrait" soll als Gegenstück zu der live gestreamten Gewalttat verstanden werden.

Wim-Wenders-Stipendien vergeben

Mit den Stipendien sollen Projektideen junger Filmemacher verwirklicht werden

Die mit insgesamt 100.000 Euro dotierten Wim-Wenders-Stipendien gehen in diesem Jahr an vier Projekte junger Filmemacher. Wie die Filmstiftung NRW am Donnerstag mitteilte, geht der mit 36.000 Euro höchste Betrag an die vier Drehbuchschreiber des "Lager Feuer Writers Room" aus Köln. Sie planen eine Virtual-Reality-Serie über eine dramatische Wende im Leben einer Karrierefrau. Gefördert werden zudem jeweils Spielfilmprojekte von Annkatrin Hausmann und Philipp Hönig aus Köln sowie ein Dokumentarfilm von Andrea Roggon aus Stuttgart. Die von der Filmstiftung NRW finanzierten und jährlich vergebenen Stipendien unterstützen junge Filmemacher dabei, ihre Projektideen zu verwirklichen.

Bundesverdienstkreuz für Ali Mitgutsch

Wimmelbuch-Erfinder kann nicht an Feier am 3.Oktober teilnehmen

Ali Mitgutsch, der Schöpfer der Wimmelbücher, erhält am 3. Oktober das Bundesverdienstkreuz. Mit ihm werden u.a. auch Regisseurin Caroline Link, der Fotograf Wolfgang Tilmanns und der Maler Neo Rauch ausgezeichnet. Mitgutsch könne aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Verleihung in Berlin teilnehmen. Der 83jährige sei stolz über diese Anerkennung und ließ über seine Agentur mitteilen: "Besonders dankbar bin ich darüber, dass die Botschaft, die ich in meine Arbeit gelegt habe, nämlich, dass wir zwar in keiner heilen, aber in einer heilbaren Welt leben, seit so vielen Generationen verstanden wird."

57 Forschungsverbünde werden Exzellenzcluster

Bund und Länder fördern mit 385 Millionen Euro pro Jahr

Internationale Wissenschaftler und die Wissenschaftsminister des Bundes und der Länder haben entschieden, welche Forschungsverbünde in den kommenden Jahren besonders gefördert werden. Heute wurden in Bonn diejenigen Exzellenzcluster bekanntgegeben, die ab Januar sieben Jahre lang zwischen drei und zehn Millionen Euro pro Jahr erhalten werden. Ausgewählt wurden unter anderem das Exzellenzcluster „Religion und Politik" der Universität Münster und das "Afrika multipel: Afrikaforschung neu gestalten" der Universität Bayreuth. Insgesamt werden 57 Cluster an 34 Universitäten unterstützt. Die Förderung mit 385 Millionen Euro pro Jahr ist Teil des Anliegens von Bund und Ländern Spitzenforschung an deutschen Universitäten zu stärken.

Gelder für Einheitsdenkmal freigegeben

Eine Wippe vor dem Reichstag soll an die Deutsche Einheit erinnern

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat rund 17 Millionen Euro für den Bau des Einheits- und Freiheitsdenkmal in Berlin freigegeben, wie Abgeordnete von CDU und SPD mitteilten. Nach Angaben von Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann ist damit der Weg zur Errichtung des Denkmals frei. Es soll an die friedliche Wiedergewinnung der Deutschen Einheit erinnern. Seit Jahren gibt es um den Bau ein beispielloses Hin und Her. Auf dem Denkmal in Form einer riesigen Wippe sollen rund 1000 Menschen Platz haben. Der Standort für das Bauwerk soll vor dem rekonstruierten Stadtschloß in Berlin-Mitte sein.

Künstlerhaus Wiepersdorf wird Landesstiftung

Gesicherte Finanzierung ermöglicht Fortbestehen der Kultureinrichtung

Das Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf in Brandenburg wird eine Landesstiftung. Das Kabinett habe die Vorlage zur Gründung gebilligt, teilte das Kunstministerium des Landes mit. Die Stiftung soll ab Januar 2020 arbeiten. Das Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf sei aufgrund seiner Geschichte ein deutschlandweit einmaliger Ort der Kunst, der Kultur und der Begegnungen, erklärte Ministerin Martina Münch. Künstler kämen seit Jahren aus der ganzen Welt nach Brandenburg, um in der kreativen Atmosphäre zu arbeiten. Nach der Sanierung werde es ab 2020 wieder als Stipendiatenhaus eröffnet. Im Schloss lebte das Romantik-Dichterpaar Ludwig Achim und Bettina von Arnim. Zu DDR-Zeiten war es Arbeits- und Erholungsstätte für Schriftsteller und Künstler. 1992 wurde das Schloss als Künstlerhaus der Stiftung Kunstfonds wiedereröffnet. Seit 2006 wird es von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit Unterstützung des Landes und des Bundes geführt.

Schauspieler Ignaz Kirchner ist tot

Er war seit rund 30 Jahren Darsteller am Burgtheater

Der deutsche Theater- und Filmschauspieler Ignaz Kirchner ist tot. Er starb nach langer Krankheit im Alter von 72 Jahren, wie das Burgtheater in Wien mitteilte. "Das Burgtheater trauert um den großen Schauspieler", heißt es in einer Mitteilung des Schauspielhauses. Der aus Wuppertal stammende Kirchner spielte seit 1987 am Burgtheater und wurde unter anderem als Bühnen-Partner von Gert Voss bekannt. In fast allen bedeutenden Inszenierungen galt Kirchner als unverzichtbare Stütze des renommierten Wiener Theaters. Ignaz Kirchner spielte außerdem auf Bühnen in Stuttgart, Bremen, München und Köln. Des weiteren wirkte er in Filmen von Detlev Buck ("Männerpension", 1995) und Leander Haußmann (u.a. "Sonnenallee") mit. Mehrfach wurde er als Schauspieler des Jahres ausgezeichnet. 2008 erhielt er in Österreich den Ehrentitel Kammerschauspieler.

Hessischer Jazzpreis für Matthias Schubert

Musiker mit ausdrucksstarkem Stil

Der Kasseler Saxofonist Matthias Schubert erhält den Hessischen Jazzpreis 2018. "Schubert ist einer der expressivsten Saxofonisten des deutschen Jazz", sagte der hessische Kulturminister Boris Rhein bei der Preisverkündung. "Es gibt nur wenige Musiker in diesem Bereich, die ihren eigenen, aus dem Mainstream herausragenden Stil so konsequent verfolgen." Schubert wurde 1960 in Kassel geboren und studierte Saxofon in Bern und Hamburg. Unter anderem war er Musiker der "Euro Jazz Big Band" sowie der Graham-Collier-Band und spielte mit dem Albert-Mangelsdorff-Quintett und im Scott-Fields-Ensemble. Außerdem gründete er das Matthias-Schubert-Quartett. Als Gastprofessor und Lehrbeauftragter mehrerer Musikhochschulen hat er im In- und Ausland sein Wissen weitergegeben. Matthias Schubert wurde mehrfach ausgezeichnet, zum Beispiel 1995 mit dem Jazzpreis des Südwestfunks. Der Hessische Jazzpreis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von der Landesregierung gestiftet.

Ehebruch in Indien nicht länger strafbar

Urteil könnte konservative Gesellschaft deutlich verändern

In Indien gilt Ehebruch künftig nicht mehr als Straftat. Die indische Justiz hob am Donnerstag ein 158 Jahre altes Gesetz auf, das Seitensprünge unter Strafe stellte. Mit bis zu fünf Jahren Haft konnte das Vergehen geahndet werden. Dies sei verfassungswidrig gewesen, erklärte das Oberste Gericht des Landes. Der Ehemann sei nicht der Herr seiner Frau. Eine Reihe von Urteilen des Obersten Gerichts in den letzten Wochen gewährt Frauen, homosexuellen Paaren und religiösen Minderheiten mehr Rechte. Rechtsgelehrte sehen gute Chancen, dass die Urteilssprüche die erzkonservative indische Gesellschaft nachhaltig verändern könnten. In Deutschland wird Ehebruch seit Ende der 1960er Jahre nicht mehr strafrechtlich sanktioniert.

Spieleklassiker Scrabble ohne Namensänderung

Umbenennung in "Buchstaben Yolo" war Marketing-Gag

Mit der Ankündigung einer jugendsprachlichen Umbenennung von "Scrabble" in "Buchstaben Yolo" hat Spiele-Hersteller Mattel viele Fans vor wenigen Tagen zumindest irritiert. Jetzt stellte das Unternehmen auf der Homepage klar, dass es sich zum Jubiläum des Kultspiels um einen Marketing-Scherz gehandelt habe. Der Spieleklassiker, bei dem ein raffinierter Umgang mit Buchstaben gefordert ist, werde auch nach dem 70. Geburtstag weiterhin "Scrabble" heißen.

Isa Genzken erhält Nasher-Preis

Auszeichnung für bildende Kunst

Die Künstlerin Isa Genzken wird mit dem Preis des Nasher Sculpture Center in Dallas geehrt. "Es wäre schwer, einen Künstler mit mehr Struktur und Dynamik in der Skulptur-Arbeit zu finden als Isa Genzken", sagte Museumsdirektor Jeremy Strick laut Mitteilung. Genzken gilt als als eine der bedeutendsten zeitgenössischen deutschen Künstlerinnen. Ihr kreatives Schaffen umfasst Skulpturen, Installationen, Fotografien, Malereien und Künstlerbücher. Erst im Juli wurde ihre acht Meter große Stahl-Skulptur "Rose III" neben dem neuen World-Trade-Center-Komplex der Öffentlichkeit übergeben. Die 69-Jährige Genzken wurde mit zahlreichen Preisen und Retrospektiven, unter anderem im Museum of Modern Art in New York, geehrt. Der Nasher-Preis des renommierten Museums in Dallas ist mit 100 000 Dollar dotiert. Isa Genzken wird die Auszeichnung im April 2019 entgegennehmen.

Auszeichnung für Dichterin Liu Xia in New York

Erster öffentlicher Auftritt seit ihrer Ausreise aus China

Die Künstlerin Liu Xia, die mittlerweile in Deutschland lebende Witwe des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo, hat in New York einen Preis der Vaclav-Havel-Stiftung entgegen genommen. Vor rund hundert Anwesenden bedankte sie sich für die Auszeichnung für "mutige Schriftsteller in Gefahr". Liu Xia trat damit erstmals seit ihrer Ausreise aus China öffentlich auf. Anfang Juli 2018 war ihr Hausarrest nach acht Jahren von den chinesischen Behörden aufgehoben worden, sodass eine Ausreise zur medizinischen Behandlung nach Deutschland möglich wurde. Sie leide unter starken Depressionen, hatten Freunde der Künstlerin berichtet. Liu Xias 2017 verstorbener Mann Liu Xiaobo war 2010 mit dem Friedensnobelpreises ausgezeichnet worden. Seitdem war Liu Xias Bewegungsfreiheit in China massiv eingeschränkt worden und sie stand unter ständiger Bewachung, ohne je eines Verbrechens beschuldigt worden zu sein.

Excellenz-Hochschulförderung wird entschieden

Bekanntgabe für Verteilung des Geldes am Nachmittag in Bonn

Die Bildungsminister von Bund und Ländern sowie ein Wissenschaftsgremium entscheiden bis kurz vor der Bekanntgabe gemeinsam über die Sieger-Hochschulen. Im September hatte das Expertengremium, das auf Vorschlag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Wissenschaftsrates (WR) berufen worden war, insgesamt 88 Projekte für die Endrunde bestimmt. Pro Jahr sollen die ausgewählten Exzellenzcluster über sieben Jahre hinweg zusammen rund 385 Millionen Euro bekommen, insgesamt fast 2,7 Milliarden Euro. 45 bis 50 Exzellenzcluster sollen als Sieger aus dem Verfahren hervorgehen. Die 88 Projekte der Endrunde kommen von 41 Hochschulen aus 13 Bundesländern. Das Geld soll zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent vom jeweiligen Land kommen.

Techkonzerne gehen freiwillig gegen "Fake News" vor

EU-Auflagen sollen vermieden werden

Facebook, Google und andere große Technologiekonzerne werden der EU-Kommission zufolge freiwillig gegen Falschnachrichten vorgehen. Darauf hätten sich die Unternehmen verständigt, sagte Digitalkommissarin Mariya Gabriel in Brüssel. Mit dem neuen Verhaltenskodex wollen die Firmen verpflichtenden Auflagen aus dem Weg gehen. Damit hatte die EU-Kommission Anfang des Jahres gedroht, sollten Falschnachrichten und illegale Inhalte nicht ausreichend bekämpft werden. In Deutschland müssen die Betreiber von sozialen Netzwerken offensichtlich strafbare Inhalte binnen 24 Stunden nach Eingang einer Beschwerde löschen oder sperren.

Prozess um Kölner Archiv-Einsturz

Bewährungsstrafen und Freispruch gefordert

Im Strafprozess um den Einsturz des Kölner Stadtarchivs vor neun Jahren hat die Staatsanwaltschaft Bewährungsstrafen für drei der vier Angeklagten gefordert. Zwei damalige Bauleiter sollten wegen fahrlässiger Tötung und Baugefährdung zu jeweils einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt werden, sagte Oberstaatsanwalt Torsten Elschenbroich. Für einen Bauüberwacher forderte er zehn Monate auf Bewährung. Die vierte Angeklagte, die ebenfalls in der Bauüberwachung eingesetzt war, solle freigesprochen werden. Das Archivgebäude war im März 2009 bei Bauarbeiten eingestürzt.

Frankfurter Buchmesse mit neuem Sicherheitskonzept

Messe will rechte Verlage besser kontrollieren

Die Frankfurter Buchmesse will rechte Verlage bei der weltgrößten Bücherschau im Oktober besser kontrollieren. Die entsprechenden Aussteller sollen in der Ecke einer Halle untergebracht werden, sagte eine Messe-Sprecherin in Frankfurt am Main. Am Stand des Antaios-Verlages hatte es im vergangenen Jahr bei einem Auftritt des AfD-Politikers Björn Höcke tumultartige Szenen mit Handgreiflichkeiten gegeben. Auf Provokationen der Neuen Rechten sei man nicht gut vorbereitet gewesen, räumte die Sprecherin ein. Generell werde die Buchmesse aber Inhalte von Verlagen nicht bewerten. Die Amadeu-Antonio-Stiftung forderte Buchmesse und Verlage auf, sich eindeutig gegen "neurechte Vereinnahmungsversuche" zu stellen. Die rechten Verlage hätten die Konflikte im vergangenen Jahr bewusst hochgekocht, um sich als Opfer zu inszenieren.

Intendantin der Jenaer Philharmonie geht

Über Gründe wurde Stillschweigen vereinbart

Die Intendantin der Jenaer Philharmonie, Juliane Wandel, verlässt bereits nach einem Jahr das Orchester. Sie gehe auf eigenen Wunsch, sagte der Werkleiter der Jenakultur, Jonas Zipf. Zu den Gründen sei beiderseitiges Stillschweigen vereinbart worden. Für das vor mehr als 80 Jahren gegründete Orchester ist es bereits der dritte Wechsel auf dem Chefsessel in wenigen Jahren. Über den aktuellen Weggang hatten bereits mehrere Thüringer Zeitungen berichtet.

Pussy Riot Aktivist Wersilow aus Klinik entlassen

Wersilow verdächtigt Geheimdienst

Der Pussy Riot Aktivist Pjotr Wersilow ist nach knapp zweiwöchiger Behandlung wegen Vergiftungssymptomen aus der Berliner Charité entlassen worden. Wie die Universitätsklinik mitteilte, hat sich sein Gesundheitszustand deutlich verbessert. Es habe sich nichts an der Diagnose geändert, dass die Zufuhr oder Aufnahme einer äußeren Substanz zu der Erkrankung geführt habe, hieß es. Wersilow hatte in der "Bild"-Zeitung den russischen Geheimdienst für seine mutmaßliche Vergiftung verantwortlich gemacht.

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