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Studio 9 | Beitrag vom 08.07.2014

Berlin Fashion WeekMode wird ökologischer

Chef des Deutschen Mode-Instituts: Verbraucher wollen Entschleunigung

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Ein Model präsentiert eine Kreation mit Turban für Frühjahr/Sommer 2015 der österreichischen Modedesignerin Lena Hoschek auf der Mercedes-Benz Fashion Week am 08.07.2014 in Berlin. (dpa / picture alliance / Daniel Naupold)
Schön und korrekt: Konsumenten haben neue Ansprüche an Mode, meint Gerd Müller-Thomkins. (dpa / picture alliance / Daniel Naupold)

Ökologisch und fair produzierte Kleidung wird in Zukunft auf den Modemärkten an Bedeutung gewinnen, meint Gerd Müller-Thomkins, Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts in Köln. Das Bewusstsein der Konsumenten "entwickelt sich eindeutig Richtung Nachhaltigkeit", sagte er im Deutschlandradio Kultur anlässlich des Auftakts der Berlin Fashion Week.

Er gehe davon aus, "dass wir auch bereit sein werden, in Zukunft etwas mehr für Bekleidung zu bezahlen", wenn sie die Investition sozial rentiere, so Müller-Thomkins. Für die Modeketten bedeute das: "Runter von diesen immer weiter aufgelegten Kollektionen. Wöchentlich werden die Schaufenster gewechselt, immer mehr Ware wird in den Markt gedrückt - das will der Konsument heutzutage nicht mehr." In der Mode gebe es einen Trend zur Entschleunigung: "Das ist ein Bedürfnis, was ja durch die ganze Bevölkerung geht."

Kein Widerspruch zu Erfolg von Discountern

Der Erfolg von Discountern wie der umstrittenen Modekette Primark sei da kein Widerspruch. "Es geht eigentlich ähnlich wie in der Entwicklung des Lebensmittelmarktes immer mehr um Nachhaltigkeit, um Bio auf der einen Seite, und auf der anderen Seite natürlich auch um Fast Fashion", sagte Müller-Thomkins. "Die Individualisierung in der Gesellschaft, die greift natürlich in verschiedene Richtungen."

phe

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