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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 06.08.2014

Berlin. Das MagazinDas Leben ist eine Baustelle

Von Claudia van Laak, Jens Rosbach, Susanne Arlt, Regula Lüscher und Günter Helmich

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Zwei Stuhlreihen, davon eine noch mit Plastikfolie abgedeckt, in der Wartehalle des neuen Berliner Hauptstadtflughafens Willy Brandt. (BARBARA SAX / AFP)
Ewige Baustelle BER: der Berliner Hauptstadtflughafen Willy Brandt (BARBARA SAX / AFP)

Berlin und das Bauwesen - da kommt vielen sofort die berühmteste Baustelle Deutschlands in den Sinn: der neue Großflughafen BER. Obwohl der streng genommen in Brandenburg liegt - und obwohl auch Brandenburg und der Bund daran beteiligt sind: Den großen Imageschaden hat die Hauptstadt.

Natürlich darf dieser Aspekt nicht fehlen, wenn wir uns im Länderreport eine halbe Stunde lang mit der Baustelle Berlin befassen. Aber weil die Stadt auch innerhalb der Stadtgrenze einiges an Baulärm zu bieten hat, wird es dabei nicht bleiben. So wie auch Berlin nie bleiben wird wie es mal war - dafür wird zu viel neu-, auf- und umgebaut.


Von Claudia van Laak
Die Mitte Berlins wirkt derzeit wie Mitte der 90er-Jahre. Damals gab es den ersten Bauboom nach der Wende: das Kranballett am Potsdamer Platz, Umleitungen und lästige Wartezeiten für Autofahrer und Nutzer von S- und U-Bahn. 20 Jahre später ist die Mitte wieder eine riesige Baustelle. Claudia van Laak über das Quartier rund um den Hauptbahnhof.


Von Jens Rosbach
Erst wird die Straße aufgerissen, um ein neues Telefonkabel zu verlegen, dann müssen im Kiez die Straßenbahnschienen erneuert werden, es folgen die Sanierungen der Altbauten: Wer in der Berliner Innenstadt lebt, kommt seit Jahren nicht zur Ruhe. Immer kreischt irgendwo ein Kran, immer hämmert irgendwo ein schweres Gerät. Man sagt dem Berliner an sich ja teilweise sonderbare Wesenszüge nach - liegt das daran? Ist es hier einfach "zum verrückt werden"? Jens Rosbach weiß, wie der Berliner mit dem Nonstop-Baustress klar kommt.


Von Claudia van Laak
Beim Potsdamer Platz gehen die Meinungen auseinander: Berlin-Besucher wollen wenigstens einmal dort gewesen sein. Einheimische fragen sich: Was wollen die da eigentlich? Auch Claudia van Laak würde sich freiwillig nicht länger als zehn Minuten an diesem zentralen Platz in der Hauptstadt aufhalten.


Von Susanne Arlt
Wenn Berlin baut, dann gerne in großen Dimensionen, das gilt auch bei der Sanierung der Staatsoper Unter den Linden. Im Inneren des Hauses wurde alles ausgebaut, was keine tragende Funktion hat, für eine bessere Akustik, wurde das Dach mehrere Meter angehoben, im Keller entsteht ein Tunnel. Der Termin für die Eröffnung war bereits im vergangenen Jahr. Wann die Sanierung fertig werden wird, mag inzwischen niemand mehr zu prognostizieren. Susanne Arlt war auf der Baustelle.

 
Gespräch mit der Senatsbaudirektorin Regula Lüscher


Von Claudia van Laak
Es war ein jahrelanger Streit, dann ging plötzlich alles ganz schnell: Im letzten Sommer wurde der Grundstein für den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses gelegt, jetzt ragen schon drei Stockwerke in die Höhe. Langsam lässt sich erahnen, wie die Gegend rund um das Alte Museum, den Berliner Dom und die Staatsoper Unter den Linden in zwei, drei Jahren aussehen könnte. Claudia van Laak war vor Ort.


Von Günter Hellmich
Natürlich darf der "Fluchhafen" BER nicht fehlen, wenn es ums Bauen in Berlin geht. Und es gibt tatsächlich endlich eine Lösung für das "Millionengrab". Günter Hellmich weiß mehr.

Moderation: Heidrun Wimmersberg

Länderreport

Seebestattungen in der NordseeAsche zu Meer
Das Bild zeigt einen Gedenkstein der Reederei Huntemann an der Mohle Hooksiel, mit dem an die Toten einer Seebestattung auf der Nordsee gedacht wird. Es sind Blumen angebracht. Dahinter erstreckt sich die See. (laif / Lars Berg)

Zwei Drittel der Bestattungen in Deutschland sind Einäscherungen. Viele Urnen finden nicht auf dem Friedhof, sondern in der Natur ihre Ruhestätte. Zum Beispiel im Meer: Bis zu 1000 Verstorbene pro Jahr übergibt das Unternehmen Albrecht der Nordsee.Mehr

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