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Kulturnachrichten

Montag, 21. Mai 2018

Madonna-Produzent Reggie Lucas ist tot

Als Gitarrist spielte er in der Band von Miles Davis

Der Gitarrist und Produzent Reggie Lucas, der unter anderem mit Miles Davis spielte und mit Madonna arbeitete, ist tot. Lucas sei bereits am Samstag im Alter von 65 Jahren in einem Krankenhaus in New York an Herzversagen gestorben, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf seine Tochter. Die Recording Academy, die für die Verleihung der Grammys zuständig ist, bestätigte Lucas' Tod. Bereits als Teenager spielte der 1953 im New Yorker Stadtviertel Queens geborene Musiker Gitarre in der Band von Jazz-Legende Miles Davis. Anfang der 80er Jahre produzierte er das vielfach preisgekrönte Debut-Album von Madonna. Außerdem arbeitete der Grammy-Gewinner als Solo-Musiker und mit vielen anderen Künstlern und Bands zusammen.

Netflix präsentiert die Obamas als neue Mitarbeiter

Ex-US-Präsident und seine Frau sollen Filme und Serien produzieren

Der US-Streamingdienst Netflix hat zwei prominente Mitarbeiter verpflichtet. Ex-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle werden künftig Filme und Serien für das Unternehmen produzieren, wie Netflix über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Die Mitarbeit sei auf mehrere Jahre angelegt. Möglich seien auch Dokumentationen und Fernsehfeatures. Netflix-Chef Ted Sarandos sagte, das Ehepaar Obama sei in einer einzigartigen Position, Geschichten über Menschen zu entdecken und hervorzuheben, die ihr Umfeld voranbrächten. Barack Obama hat erst kürzlich einen Netflix-Auftritt hingelegt: in David Lettermans Talkshow.

Hausarrest für Serebrennikow bleibt bestehen

Russischer Regisseur fast ein Jahr von Aussenwelt abgeschnitten

Der Hausarrest für den russischen Starregisseur Kirill Serebrennikow bleibt weiter bestehen. Eine Klage gegen die Verlängerung des Hausarrests lehnte ein Moskauer Gericht ab. Serebrennikow dürfe weder mit seinen Kollegen über Geschäftsfragen beraten, noch das Internet benutzen oder sein Theater, das bekannte Gogol-Zentrum in Moskau, besuchen, meldete die russische Agentur Interfax. Der 48-Jährige steht somit bis mindestens 19. Juli unter Hausarrest und ist dann bereits knapp ein Jahr beinahe vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Ihm wird vorgeworfen, Fördergelder in Höhe von umgerechnet rund 2 Millionen Euro veruntreut zu haben. Serebrennikow bestreitet dies jedoch. Der Regisseur war im vergangenen Jahr während der Dreharbeiten zu seinem neuen Film «Leto» festgenommen worden. Die Weltpremiere wurde beim Filmfestival in Cannes ohne Serebrennikow gefeiert. Der Film soll ab 7. Juni in den russischen Kinos zu sehen sein.

Berlinale-Preisträger Alexander Askoldov verstorben

Der russische Regisseur gewann Bären für "Die Kommissarin"

Der russische Regisseur Alexander Askoldov ist tot. Er starb im Alter von 85 Jahren in Schweden, wie seine Frau der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Nach seiner Fertigstellung 1967 war sein Film "Die Kommissarin" nach Angaben auf der Berlinale-Website in der damaligen Sowjetunion wegen "Verleumdung der Revolution" und "zionistischer Propaganda" sofort verboten worden. Der Film erzählt die Geschichte einer von der Revolution enttäuschten Kommissarin, die in den Wirren der 1920er Jahre bei einer jüdischen Familie Unterschlupf findet. 1988 feierte Askoldov dann auf den 38. Internationalen Filmfestspielen in Berlin mit dem Gewinn des Silbernen Bären einen großen Erfolg. "Berlin wurde sozusagen meine zweite Geburtsstadt", wurde der Regisseur später zitiert. Die damalige Berlinale sei "das wahrscheinlich wichtigste Datum" seines Lebens gewesen. "Die Kommissarin" blieb sein einziger Film. Auch nach dem Ende des ihm in der Sowjetunion auferlegten Berufsverbots drehte er keinen weiteren mehr.

Benny Claessens erhält Alfred-Kerr-Darstellerpreis

Schauspielerisches Talent ausgezeichnet

Zum Abschluss des Berliner Theatertreffens ist Benny Claessens mit dem Alfred-Kerr-Darstellerpreis ausgezeichnet worden. Der Belgier erhielt die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung für seine schauspielerische Leistung in Elfriede Jelineks Stück "Am Königsweg". Man schaue Claessens an und da dränge er sich wieder auf, der zwischendurch verlegte, diskriminierte Gedanke, dass ein Schauspieler ein ganzes Theater sein könne, hieß es in der Begründung der Jury. Der in Antwerpen geborene Claessens arbeitet als freischaffender Schauspieler und spielte unter anderem bereits an den Münchner Kammerspielen, am NTGent und am Berliner Maxim Gorki Theater.

Kelly Clarkson mahnt strengeres Waffenrecht an

"Schweigemomente funktionieren nicht"

Die US-amerikanische Sängerin Kelly Clarkson hat bei den Billboard Music Awards konkrete Maßnahmen gegen die Waffengewalt in ihrem Land angemahnt. Sie sei zwar gebeten worden, eine Schweigeminute für die zehn Todesopfer der jüngsten Schießerei an einer High School im texanischen Santa Fe abhalten zu lassen, sagte die Gastgeberin der Musikpreisgala. Doch sie habe sich stattdessen entschlossen, zu einem "Moment der Aktion" aufzurufen. Sie sei diese Schweigemomente so leid, denn sie funktionierten nicht, erklärte die aus Texas stammende Clarkson. Bei dem Amoklauf an der Santa Fe High School nahe Houston waren acht Schüler und zwei Lehrer getötet worden. Immer wieder kommt es in den USA zu vergleichbaren Gewalttaten.

Islam-Forscher Bernard Lewis ist tot

Herausragender Wissenschaftler starb im Alter von 101 Jahren

Bernard Lewis, einer der führenden Islam-Experten, ist im Alter von 101 Jahren gestorben. Er starb am Samstag in einem Wohnheim in Vorhees Township, New Jersey. Der israelische Premierminister Netanyahu nannte ihn "einen der großen Gelehrten des Islam und des Nahen Ostens in unserer Zeit": "Ich habe wertvolle Erkenntnisse aus unseren vielen Treffen im Laufe der Jahre gewonnen. Die Weisheit von Professor Lewis wird uns auch in den nächsten Jahren weiterhin leiten", sagte Netanyahu am heutigen Montag in einer Erklärung. In Hunderten von Artikeln und mehr als 30 Büchern hat sich Lewis als einer der weltweit führenden Experten für den Islam etabliert. Er hat zum Dschihadismus, dem israelisch-palästinensischen Konflikt und der atomaren Bedrohung durch den Iran geforscht und verstärkt auf die historischen Ursachen dieser Probleme aufmerksam gemacht.

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