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Vollbild | Beitrag vom 08.12.2018

Benedikt Erlingsson über "Gegen den Strom""Unsere Erde muss derzeit gerettet werden"

Benedikt Erlingsson im Gespräch mit Patrick Wellinski

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Regisseur Benedikt Erlingsson beim Filmfest Hamburg. (dpa / Georg Wendt)
Für seinen Öko-Thriller "Gegen den Strom" hat Regisseur Benedikt Erlingsson den LUX-Preis des Europäischen Parlaments gewonnen. (dpa / Georg Wendt)

Als politischer Filmemacher will sich Benedikt Erlingsson nicht sehen. Trotzdem ist sein neuer Film ein isländischer Öko-Thriller, seine Hauptfigur sehr politisch. Sie macht sich als Öko-Terroristin einen Namen und löst eine internationale Krise aus.

Patrick Wellinski: Sie haben für "Gegen den Strom" den LUX-Preis des Europäischen Parlaments gewonnen. Was bedeutet Ihnen dieser Preis?

Benedikt Erlingsson: Es ist eine Ehre. Es ist ein guter Stempel für den Film, der uns helfen wird, ihn in noch mehr europäischen Ländern ins Kino zu bringen. Mit dem Preis geht ja auch eine Förderung einher zum Beispiel, um Untertitel herzustellen. Es ist eine massive Unterstützung. Und dann gab mir diese Auszeichnung die Möglichkeit, ins Heiligtum der Europäischen Union einzutreten. Ich durfte auch eine Rede halten. Die Aufmerksamkeit war groß. Ich fühlte mich wie ein Politiker. Politiker sind ja auch Geschichtenerzähler. Sie streiten sich um das richtige Narrativ. Ich habe mich da sehr zu Hause gefühlt.

Wellinski: Also würden Sie sich auch als politischen Filmemacher bezeichnen?

Erlingsson: Ach, nein. Jetzt haben Sie das gemacht, wovor ich mich gefürchtet habe. So will ich mich eigentlich nicht sehen. Aber alles, was wir Regisseure machen, ist in gewissem Sinne politisch. Und selbst, wenn wir uns entscheiden zu sagen wir seien "nicht politisch", ist das doch wieder ein sehr politisches Statement. Man kann dem nicht entkommen. Wir sind ständig in diesem Zwiespalt gefangen. Aber wenn wir jetzt über "Gegen den Strom" sprechen, dann ist doch zum Beispiel meine Hauptfigur sehr politisch. Sie hat eine Mission, ein Ziel. Sie sieht sich sogar als Politikerin, auch wenn sie Kriminelles tut.  In dieser Geschichte funktioniert das politische Filmemachen ganz gut. Wenn es jetzt nochmal um mich gehen soll: Ich sehe mich als Geschichtenerzähler und Unterhaltungskünstler und in diesem Sinne bin ich irgendwie auch ein Politiker.

Klimadebatte als menschliches Dilemma

Wellinski: Was war denn die Ausgangslage für die Geschichte dieser Frau, die sich als Öko-Terroristin in Island einen Namen macht und dann eine internationale Krise auslöst?

Erlingsson: Im Grunde ist dieser Film aus den unterschiedlichen Herausforderungen unserer Zeit entstanden. Und aus meinem Wunsch heraus, auch mal einen Action-Film zu machen. Und da die meisten Action-Filme davon handeln, wie jemand die Welt rettet, war schon die wesentliche Stoßrichtung von "Gegen den Strom" vorgegeben. Und unsere Erde muss derzeit gerettet werden! Die Fragen, die für mich daraus resultierten, waren: Kann ein Mann oder eine Frau die Welt retten und wenn ja, was würde er oder sie machen, um das zu erreichen? Daraus wurde dann meine Hauptfigur Halla geboren, die durch Sabotage probiert, die Aluminiumherstellung in Island zu verhindern. Also im Grunde ist das ein Film über den zivilen Ungehorsam, die kollektive Sabotage und die Solidarität gegen die bösen Kapitalistenhaie. Es ist ja so: Wenn eine Regierung nicht auf die direkten Gefahren für die eigene Bevölkerung eingeht, kommt es häufig zur Radikalisierung der Gesellschaft.

Das sind Prozesse, die mich schon immer interessiert haben. Und dann begann ich mich über die Folgen des Klimawandels in Island zu informieren. Die Zukunftsprognosen sind apokalyptisch. Ich war geschockt, wie wenig Besorgnis das nicht nur in Island auslöst. Spannend fand ich auch, wie zurückhaltend die Klimaforscher selber sind. Sie wollen die Bevölkerung nicht in Angst versetzen. In Interviews waren sie immer weniger pessimistisch als im privaten Gespräch. Und das liegt daran, dass sie nicht als destruktive Apokalyptiker hingestellt werden wollen. Sonst lädt sie keiner mehr in Talkshows oder zu Klimagipfeln ein.

Die ganze Klimadebatte ist ein sehr seltsames menschliches Dilemma, weil es alles hinterfragt, womit wir uns arrangiert haben. Unsere Wünsche und Lebensweisen. Das alles steht plötzlich zur Disposition. Wir müssen mit Ressourcen anders umgehen. Das sind massive Auswirkungen. Eine seltsame Zeit, in der wir leben. Aber es gibt ja auch Positives. Wenn wir uns ändern, kommt auch ein besseres Leben auf uns zu. Ein Leben, das gesünder und ruhiger wäre. Für uns und unsere Kinder. Das waren so die wesentlichen Überlegungen, die dann in "Gegen den Strom" eingeflossen sind.

Wellinski: Diese ganzen Ideen sind auch in Ihre Hauptfigur eingeflossen. Sie ist ein sehr komplexer Charakter. Zum einen ist sie diese effiziente Ökoterroristin. Dann aber eine Chorleiterin und eine künftige Mutter. Aber wir erfahren nie, warum sie so politisiert wurde und woher ihre politische Agenda stammt. Wieso?

Erlingsson: Für mich ist das natürlich ganz selbstverständlich. Aber ich musste mir über Halla nicht so viele Gedanken machen, weil wir in Island viele Frauen haben, die so sind wie sie: stark, politisch, engagiert. Ich habe mit jemanden gesprochen, der sich sein ganzes Leben lang in einer NGO engagiert hat und auch als Gewerkschaftsführer aufgetreten ist und sich auch im Friedensprozess im Nahen Osten beteiligt hat; und er meinte, dass es vor allem Frauen seien, die in all diesen Debatten die konstruktive Kraft sind und auch voller Lust in den Kampf für eine bessere Zukunft gehen. Ich musste also gar nicht viel erklären, um Halla zu erschaffen. Sie ist kein Klischee.

Seitenhieb gegen isländische Gesellschaft

Wellinski: Wenn Sie sagen, dass die Frauen in den Kampf ziehen, ist dabei natürlich auch die Frage, ob sie das alleine machen oder in einer Gruppe. Was in "Gegen den Strom" auffällt ist, dass Halla alleine agiert. Sie könnte aber Teil einer größeren Bewegung sein. 

Erlingsson: Ja, da haben Sie recht. Es war aber meine bewusste Entscheidung, sie alleine agieren zu lassen. Im Grunde wäre es logischer gewesen, es anders zu machen. Der Mensch ist ein kollaboratives Wesen. Das definiert uns viel mehr als zum Beispiel der Wettbewerb. Doch das wäre dann ja ein ganz anderer Film geworden. Ich wollte Halla als gesellschaftlich anerkannte und verantwortliche Person zeichnen, die sich dann aus freien Stücken entscheidet, kriminell zu werden – für einen guten Zweck. Sie ist sich völlig darüber im Klaren, dass sie gegen Gesetze verstößt. Genau deshalb möchte sie niemanden überzeugen, mit ihr zusammen zu arbeiten. Das ist ein Schutzmechanismus, der dann ja langsam bröckelt, als sie erfährt, dass sie ein Kind adoptieren darf. Auf der anderen Seite ist das auch ein kleiner Seitenhieb gegen die isländische Gesellschaft, in der jeder alles über jeden weiß. Und wenn man etwas für sich tun will, muss man das meist im Geheimen erledigen. Doch auch Halla – das erfahren wir ja am Ende des Films – hat ihre kleinen und großen Helfer.

Wellinski: Sie ist ja auch fundamental enttäuscht von der isländischen Politik und zweifelt sogar stark am Prinzip der Demokratie. Sie schreibt das einmal in ein Manifest. Da steht dann: Selbst die Demokratie kann uns nicht mehr helfen …

Erlingsson: Ja, das stimmt. Aber auch diese Skepsis und Enttäuschung über die demokratischen Vorgänge in Bezug auf den Klimawandel ist begründet. Es ist doch sehr interessant, wie langsam und widerwillig die Menschheit auf die Zahlen und Fakten rund um den Klimawandel reagiert. Dabei wussten wir doch schon lange, dass es passieren wird. Selbst der US-Präsident Lyndon B. Johnson betonte die Herausforderungen, die uns durch den Klimawandel bevorstehen. Und das war in den 70er-Jahren. Und wie geht die amerikanische Politik heute mit dem Problem um? Da geschieht nichts oder es wird in endlosen Debatten kleingeredet.

Staatliches Eingreifen wichtig

Manchmal erwische ich mich bei dem bösen Gedanken, dass Diktatoren oder Autokraten die effizientesten Klimaretter seien, weil sie die Klimaziele einfach verordnen könnten, ohne sich mit endlosen Debatten aufzuhalten. Dahingehend müssten Russland und China auf dem Gebiet führend sein. Sind sie aber nicht. Und dennoch führt kein Weg an staatlichen Regulierungen vorbei, denn der Klimawandel ist eine reale Bedrohung, in gewisser Hinsicht ist das wie Krieg. Staaten müssen reagieren, müssen Ziele vorschreiben und dafür sorgen, dass sie eingehalten werden. Und meiner Meinung nach muss der Staat vor allem die Industrie an die Kandare nehmen. Die Lösung der Klimaziele muss das Problem der wesentlichen C02-Erzeuger sein und darf nicht auf uns Nutzer und Konsumenten verlagert werden. Konsumenten sind schwach. Das ist das Resultat des Kapitalismus. Und daher ist ein staatliches Eingreifen so wichtig. Es bleibt aber aus und daher kommt dieses Hadern mit der Demokratie und ihre Prozessen – auch bei meiner Hauptfigur. Viele werden die Geduld verlieren. Und Halla hat sie schon verloren.

Wellinski: "Gegen den Strom" schien mir auch ein interessantes Röntgenbild des isländischen Bewusstseins in Zeiten des Klimawandels. Zum einen will man an der Globalisierung teilhaben. Zum anderen ist man ein so naturverbundenes Volk mit einer langen Tradition, das immer darauf aus war, mit der Natur in Einklang zu leben. Die große Frage ist, wie kann man den Fortschritt haben, ohne die Tradition zu verlieren. Und Halla scheint da entschieden zu sein. Agiert sie dabei nicht nationalistisch und verliert die positiven Errungenschaften aus den Augen?

Erlingsson: So leicht ist das nicht. Es ist aber ein Zwiespalt, der sich kaum auflösen lässt. Wissen Sie, in Island wird Aluminium mit Wasserkraft hergestellt, also mit "grüner Energie". So wurde es uns in Island verkauft. Und Aluminium ist nützliches Metall. Es macht unsere Autos leichter und so weiter. Eigentlich eine gute Sache. Ist es aber nicht. Es ist besonders schlimm, weil die Regierung mit niedrigen Energiepreisen so die Schwermetallindustrie anlockt und ihnen dafür die Gebiete der isländischen Hochgebirge anbietet. Unberührte Natur. Das größte Gebiet dieser Art in Europa. Und obwohl die ganzen Aluminiumbetriebe mit "grüner Energie" betrieben werden sollen, werden dem Unterfangen ganze Landstiche geopfert. Moralisch soll man sich aber nicht aufregen, weil es sich doch um die gute grüne Energie handelt.

"Grünes Aluminium ist eine Illusion"

Island wird zudem auch immer als Musterschüler bezeichnet, wenn es um die Energiepolitik geht. Aber wenn wir genauer hinsehen, richten wir mit der Ansiedlung großer Teile der Aluminiumindustrie riesigen Schaden an. Man hat berechnet, dass allein in Amerika jährlich eine Jahresproduktion von isländischem Aluminium einfach weggeworfen wird. Wir produzieren also "grünen Aluminiummüll". Reine Verschwendung. Man könnte sagen, es ist die Folge eines verschwenderischen Kapitalismus. Ein schlimme Kultur, die nicht nur das Klima bedroht. Und dafür sollen wir unser Hochgebirge opfern?

Grünes Aluminium ist eine Illusion. Wir opfern unsere Natur dafür. Und es wird noch schlimmer: Die Aluminiumhütten in Island produzieren jährlich einen Co2-Verbrauch, der genauso hoch ist wie der aller Autofahrer in Island. Wenn wir das miteinberechnen, müsste man sagen, dass Island dadurch den höchsten Co2-Pro-Kopf-Ausstoß auf der ganzen Welt hat. Wir sind Weltmeister im Luftverschmutzen. Vor allem wenn sie noch den Tourismus- und den Schiffverkehr miteinberechnen. Es ist absurd, gerade weil man uns einredet, wir seien das Paradies für erneuerbaren Energien. Und das ist eine Falle, in die wir durch die Globalisierung hineinmanövriert wurden.

In diesem Sinne würde ich sagen, dass Halla in "Gegen den Strom" sehr global agiert. Sie richtet sich gegen die multinationalen Konzerne in ihrer Nähe. Sie will sie stoppen, will sie mit ihren Anschlägen empfindlich treffen. Sie macht das natürlich auch, um das Hochgebirge und ihre Heimat zu schützen, aber auch, damit diese Konzerne die Lust verlieren, in Island zu operieren. Das ist ein Vorgehen, das sich ganz klar gegen das Establishment richtet.

Wellinski: Schön ist ja auch wie sie zeigen, dass Halla nicht nur der Natur hilft, sondern die Natur auch Halla dabei hilft, ihre Anschläge zu verüben. Sie versteckt sich im Hinterland und im Moor und wird so von Militär und anderen Einsatztruppen nicht gefunden.

Erlingsson: Ja, aber ist das nicht auch das Paradox der Revolution? Geschichtlich betrachtet mussten Revolutionäre immer hoch entwickelte Technologien mit primitiver Technologie und Taktik bekämpfen. Mit dieser Idee wollten wir im Film etwas spielen. Und natürlich auch mit den unterschiedlichen isländischen Naturbildern wie Wind, Moor und Schafen.

Ein Öko-Arthouse-Action-Thriller

Wellinski: Was mir an "Gegen den Strom" gefallen hat, war auch der ständige Tonlagenwechsel. Es beginnt wie ein Thriller, dann wird es zur absurden Komödie, dann auch Drama und Familienfilm. Wie wichtig war es Ihnen, dass der Film ständige diesen Tonlagewechsel hat?

Erlingsson: Ach wissen Sie, ich bin kein ausgebildeter Filmemacher. Ich habe dadurch auch kein ausgeprägtes Gespür für Genreregeln. Ich arbeite so nicht. Ich denke gar nicht ans Genre, wenn ich drehe. Ich habe nur meine Ideen und Gefühle gegenüber meiner Geschichte. Und dann ist da meine ganz eigene Vorstellung von guter Unterhaltung. Filme, die ich mag, müssen genauso gestaltet sein. Ich kann Ihre Beobachtung gar nicht so sehr als Kompliment auffassen, obwohl es sicher so gemeint ist. Die ganze Idee des Genres ist auch gefährlich, weil es das Publikum zwingt, in Schubladen zu denken und Erwartungen an den Film zu haben, die der Regisseur vielleicht gar nicht erfüllen möchte oder kann. In gewisser Hinsicht verschmutzt das die reine Filmrezeption.

Ich pitche meinen Film aber gerne mit dem Genre-Mix-Bullshit und sage dann so etwas wie. "Gegen den Strom" ist ein Öko-Arthouse-Action-Thriller mit viel Musik. Ein anderes Mal habe ich sogar mal gesagt, es sei ein Musical. Es ist doch egal. Was ich beim Geschichtenerzählen mag ist der Moment, wenn man die Orientierung verliert, wenn ich nicht mehr vorhersehen kann, in welche Richtung sich eine Geschichte entwickelt. Das ist ein großartiges Gefühl, wenn man sich dann fragt: Und was passiert jetzt?

"Ich probe alles drei Mal"

Wellinski: Klingt ja so, als würden Sie am Set eher improvisieren. Wie arbeiten Sie? Ist da viel geplant oder lassen Sie den Zufall walten?

Erlingsson: Ich bin sehr pedantisch, wenn ich drehe. Jede Szene hat sehr konkrete Angaben. Ich weiß alles im Voraus. Ein Satz, eine Einstellung - das ist mein Motto. Ich habe Storyboards für den ganzen Film. Ich probe alles drei Mal. Erst allein in meinem Kopf, dann mit meinem Kameramann und dann gehen wir ans Set. Wir sind sehr organisiert, wir sind sehr deutsch könnte man sagen. Es gibt da keinen Raum für Improvisation. Aber im Film gibt es immer etwas, das man nicht im Blick hat, etwas, das sich verselbstständigt, Dinge, die man nicht kontrollieren kann. Nur: wenn Sie gut vorbereitet sind, sind Sie auch flexibler, um auf Spontanes einzugehen. Vielleicht ist das ja auch der Ursprung für die Tonlagenwechsel, von denen Sie sprachen und die ich nicht wirklich verstanden habe. Vielleicht ist das ja der unterbewusste Teil meines weiblichen Geschichtenerzähler-Ichs, das in meine Arbeit fließt. 

Wellinski: Wir sollten noch über die Musik sprechen. In "Gegen den Strom" gibt es keinen klassischen Soundtrack. Sie haben entschieden, die Musiker mitten in die Szenen zu setzen. Sie sind immer da, wenn Halla agiert. Was war da die Idee dahinter?

Erlingsson: Auch hier wieder: Es gab so viele Einflüsse. Zum einen die Oper. Auch da ist das Orchester vor den Sängern und Darstellern. Es ist aber auch so, dass jeder von uns einen Soundtrack zu seinem Leben im Kopf hat. Und ich habe den für Halla einfach mal aus ihrem Kopf rausgeholt und ihn neben sie gesetzt. Ich mag aber auch die antike Idee, das unsere Kreativität und unser Handeln nichts ist, dass aus uns kommt, sondern etwas ist, das durch uns erzählt wird. Wenn ein Dichter in der Antike ein Gedicht geschrieben hat, sagte man: ‚Oh der muss gute Geister um ihn herum gehabt haben‘. Also etwas, das ihn als Medium für das Kunstwerk benutzt hat. So ist das ein wenig auch mit Halla und ihren Entscheidungen. Wir können diese Musiker in meinem Film aber auch als antiken Chor betrachten. Auch das ist so eine Idee, die mir gefällt. Am Ende sehe ich mich mit dieser Inszenierungsidee ganz nah an den Ideen von Bert Brecht und seinem Verfremdungseffekt. Etwas, das gar nicht so häufig im Kino benutzt wird, um die Illusion nicht zu brechen.  Ich wollte damit ein wenig experimentieren.

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