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Konzert / Archiv | Beitrag vom 07.12.2016

Begegnungen mit dem Komponisten und Dirigenten Friedrich Cerha (2/4)Wiener Skandale

Erfindung des Neuen, Entdeckung des Alten

Der Komponist Friedrich Cerha mit seiner Frau, der Musikwissenschaftlerin und Musikpädagogin Gertraud Cerha (Olaf Wilhelmer/Deutschlandradio)
Der Komponist Friedrich Cerha mit seiner Frau, der Musikwissenschaftlerin und Musikpädagogin Gertraud Cerha (Olaf Wilhelmer/Deutschlandradio)

Friedrich Cerha ist so etwas wie ein "Wiener Klassiker" zu Lebzeiten. Der heute 90 Jahre alte Komponist und Dirigent ist eine Instanz der österreichischen Nachkriegskultur. Hier berichtet er von seinem langen Lebensweg.

Von Haydn bis Schönberg: Friedrich Cerha wandelt auf den Spuren all derer, die die Musikstadt Wien im Laufe der Jahrhunderte geprägt haben. Der 1926 geborene Musiker verbindet profunde historische Kenntnisse mit großem Traditionsbewusstsein. Zugleich verkörpert der Wiener Komponist und Dirigent den Aufbruch der Nachkriegsmusik aus jeder musealer Erstarrung. Davon zeugt sein hochoriginelles, enorm umfangreiches kompositorisches Schaffen ebenso wie sein unermüdlicher Einsatz für die Vermittlung neuester Musik in der Praxis.

In vier Gesprächen erinnert sich Cerha gemeinsam mit seiner Frau Gertraud an traumatische Kriegserlebnisse, an Vorgänger wie Richard Strauss und Weggefährten wie Thomas Bernhard, und er reflektiert seine Entwicklung vom ausgegrenzten Modernisten zum offiziell anerkannten Großmeister, der sich dennoch jeder Vereinnahmung konsequent widersetzt. In der heutigen zweiten Folge berichtet Cerha von der lebensverändernden Begegnung mit neuer Musik, seiner auch wissenschaftlich geprägten Beschäftigung mit alter Musik sowie den ersten großen Auseinandersetzungen um die Kunst im Nachkriegs-Österreich.

Begegnungen mit dem Komponisten und Dirigenten Friedrich Cerha (2/4)
Wiener Nachkriegsjahre, Aufbruch mit alter und neuer Musik, Skandale
Olaf Wilhelmer im Gespräch mit Friedrich und Gertraud Cerha
(Teil 3 am 14. Dezember 2016)

Mit Ausschnitten aus folgenden Werken:

Alban Berg
"Lulu"

Ilona Steingruber, Sopran
Wiener Symphoniker
Leitung: Herbert Häfner

Friedrich Cerha
Sonate für Violine und Klavier Nr. 1

Ernst Kovacic, Violine
Mathilde Hoursiangou, Klavier

Josef Matthias Hauer
"Hälfte des Lebens" nach Friedrich Hölderlin für mittlere Stimme und Klavier op. 21,2

Holger Falk, Bariton
Steffen Schleiermacher, Klavier

Girolamo Frescobaldi
Canzona für Blockflöte, Viola da gamba, Violone und Cembalo

Eckart Haupt, Blockflöte
Siegfried Pank, Viola da gamba
Achim Beyer, Violone
Christine Schornsheim, Cembalo

György Ligeti
Kammerkonzert für 13 Instrumentalisten

Ensemble die reihe
Leitung: Friedrich Cerha

Friedrich Cerha
"Fasce" für großes Orchester

ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Leitung: Johannes Kalitzke

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