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Konzert / Archiv | Beitrag vom 14.05.2006

Beethoven pur - erfrischend anders

Die Deutsche Kammerphilharmonie - Ein Orchester als eigenes Unternehmen

Deutsche Kammerphilharmonie Bremen (Deutsche Kammerphilharmonie Bremen)
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen (Deutsche Kammerphilharmonie Bremen)

Muss das unbedingt sein? Noch einmal Beethoven-Sinfonien und Konzerte verteilt über zwei Spielzeiten? Genügen nicht die historischen Tondokumente und die aufführungspraktischen Neuansätze der letzten Jahre? Das "Nein!" aus Bremen klingt bestimmt. Was mit Skepsis angegangen und kritisch begleitet wurde, hat sich als überaus erfolgreich erwiesen und hat als Erfahrung gebracht: Manchmal muss man das Unmögliche wagen. Die langjährige Beschäftigung des Orchesters mit den Sinfonien Beethovens und der Ehrgeiz des erfahrenen Dirigenten, dem Klassiker Unerhörtes abzuringen, ergänzen sich aufs Beste.

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ist eines der Kammerorchester dieser Welt, zweifelsohne. Die Kritiken bescheinigen transparenten Klang und ungezügelte Spielfreude, das Orchester wird auf allen Erdteilen gefeiert, es kümmert sich um Neue Musik und das Alte Werk, ist mit Raritäten zu hören und gewinnt gemeinhin Bekanntem immer neue Züge ab. 1980 wurde das Orchester gegründet, Studenten hatten sich zusammengeschlossen, zusammengefunden, um fern von tarifpolitischer und auch musikpolitischer Bevormundung Musik zu machen. Das Orchester hat sich eine basisdemokratische Verfassung gegeben und in Sachen Qualität nie Abstriche gemacht, die Musiker sind von Jahr zu Jahr vorangekommen. Seit 1992 ist Bremen der Stammsitz der Kammerphilharmonie, hier sind die Aktivitäten des Orchesters inzwischen eine Säule des Kulturlebens.
Die Deutsche Kammerphilharmonie ist als Unternehmen organisiert, die Musiker sind Gesellschafter und stehen damit nicht nur in der künstlerischen sondern auch der wirtschaftlichen Verantwortung. Lediglich zu 40% wird das "Unternehmen" subventioniert, 60% müssen selbst erwirtschaftet werden.


Live aus der Alten Oper Frankfurt

Ludwig van Beethoven
Coriolan-Ouvertüre c-Moll op. 62

Violinkonzert D-Dur op. 61

ca. 21:00 Uhr Konzertpause mit Nachrichten und anschließend:
"‘With this orchestra, I find that we can say something that’s not entirely said yet!"
Paavo Järvi und Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen in einem Beitrag von Friederike Westerhaus

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93

Patricia Kopatchinskaya, Violine
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Leitung: Paavo Järvi

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