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Kulturnachrichten

Sonntag, 7. September 2014

Bauhausfest geht zu Ende - 4000 Besucher am Wochenende

Eine Woche lang stand Dessau im Zeichen des 17. Bauhausfestes

Tanz, Theater und Trubel: Zum Ende des 17. Bauhausfestes in Dessau sind am Wochenende rund 4000 Besucher gekommen. Seit letztem Montag sei unter dem Motto "Glocken und Spirale - verdrehte Welt" das Erbe des Bauhauskünstlers Oskar Schlemmer gefeiert worden, teilten die Veranstalter mit. Höhepunkt war gestern ein Umzugsparcours mit überall in der Stadt verstreuten Bühnen, auf denen Künstler performten, tanzten und sangen. Ähnliches hatte es zuletzt vor vier Jahren in Dessau gegeben. Das Bauhausfest 2014 hatten unter anderem die Stiftung Bauhaus Dessau, das Anhaltische Theater, die Stadt Dessau-Roßlau und die Hochschule Anhalt organisiert. Oskar Schlemmer (1888-1943) kam 1921 an das Bauhaus. Er leitete die Wandmalereiabteilung, die Steinbildhauerei und die Metallwerkstatt. Daneben veranstaltete er auch avantgardistische Feste. Zu dem einwöchigen Veranstaltungsprogramm gehörten unter anderem Kostümwerkstätten, Theaterinszenierungen und studentische Projekte - etwa das Pop Up Hotel «Oskar Schlummer», in dem man schlafen oder Fotos in Kostümen des Bauhaus-Meisters von sich machen lassen konnte. Der Berliner Künstler Philipp Geist projizierte am Wochenende auf verschiedene Fassaden in Dessau Licht-Installationen mit Zitaten, Begriffen und Figurinen Oskar Schlemmers.

25. Weimarer Kunstfest mit Publikumsprojekt beendet

Unter neuer Leitung kürzer, aber vielfältiger

Das Weimarer Kunstfest hat nach Einschätzung des neuen Festivalleiters Christian Holtzhauer bei der 25. Auflage von einer stärkeren Hinwendung zu künstlerischer Vielfalt profitiert. "Unser Ziel, ein sehr breites Publikum anzusprechen, ist aufgegangen", sagte Holtzhauer der Nachrichtenagentur dpa. Holtzhauer hatte die künstlerische Leitung des renommierten Festivals in diesem Jahr von Nike Wagner übernommen, unter der das Fest sehr stark auf Musik ausgerichtet war. Nach 17-tägiger Dauer endete das Kunstfest am Sonntag mit der Präsentation eines Publikumsprojektes auf dem Theaterplatz. Präsentiert wurden Texte und Szenen, die Theaterpädagogen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen entwickelt hatten.

Goldener Löwe für schwedisch-deutsche Koproduktion

20 Produktionen konkurrierten um den Goldenen Löwen

Mit der Verleihung des Goldenen Löwen ist am Samstagabend das 71. Internationale Filmfestival von Venedig zu Ende gegangen. Die Jury mit dem französischen Filmkomponisten Alexandre Desplat an der Spitze verlieh den prestigeträchtigen Preis an den Schweden Roy Andersson für seinen absurdistischen Bilderreigen «A Pidgeon Sat on A Branch Reflecting on Existence» («Eine Taube saß auf einem Ast und dachte über das Dasein nach»). Der Film ist eine schwedisch-deutsche Koproduktion. Unter den 20 Produktionen, die in diesem Jahr um den Löwen konkurrierten, stach der Sieger-Film nicht nur wegen des Titels heraus: Anderssons Sketch-Abfolge funktioniert jenseits von realistischen Vorgaben. Eine Reihe von hochartifiziell inszenierten, aber stets launigen Szenen sagt in der Summe etwas über das Menschsein aus.
Mit dem Silbernen Löwen für die beste Regie wurde der 77-jährige Russe Andrej Konchalovsky für «The Postman's White Nights», ein Film über das Leben in einem abgelegenen nordrussischen Dorf, ausgezeichnet. Den großen Preis der Jury erhielt der Dokumentarfilm «The Look of Silence» des amerikanischen Regisseurs Joshua Oppenheimer, der darin Opfer und Täter des indonesischen Genozids miteinander konfrontiert. Der Spezialpreis der Jury ging an eine weitere Produktion mit deutscher Beteiligung, den türkischen Film «Sivas» des in Berlin-Kreuzberg lebenden Kaan Mujdeci. «Sivas» erzählt von einem kleinen Jungen in Anatolien, der ins Milieu illegaler Hundekämpfe gerät. Die Darstellerpreise wurden an den Amerikaner Adam Driver und die Italienerin Alba Rohrwacher verliehen, die im italienischen Film «Hungry Hearts» ein Ehepaar in der schwierigen Phase nach dem ersten Kind verkörpern. Für das beste Drehbuch wurde die Iranerin Rakhshan Banietemad mit ihrem Film «Tales» ausgezeichnet. Der nach Marcello Mastroianni (1924-1996) benannte Preis für den besten jungen Darsteller ging an den 16-jährigen Franzosen Romain Paul für seine Rolle im Jugenddrama «Le dernier coup de Marteau». Die nach Luigi De Laurentiis benannte Auszeichnung für das beste Erstlingswerk erhielt der Inder Chaitanya Tamhane für seinen Film «Court», ein komplexes Gesellschaftsporträt des heutigen Indien, das auch die Jury der Parallelsektion Orizzonti überzeugte, die ihn zum besten Film wählte.

Bald eine Million Besucher im 9/11-Museum in New York

Zum Jahrestag der Anschläge werden neue Ausstellungsstücke präsentiert

Das Museum zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York erwartet vier Monate nach seiner Eröffnung den millionsten Besucher. Seit dem 21. Mai seien bereits mehr als 900000 Menschen in das Ausstellungshaus geströmt, teilte das Museum mit. Zum Jahrestag der Anschläge gebe es auch neue Ausstellungsstücke: So wird seit (dem heutigen) Sonntag ein Hemd eines Soldaten einer US-Spezialeinheit präsentiert, das dieser bei der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden getragen haben soll. Zudem werde eine Spezial-Medaille gezeigt, die einem CIA-Agenten übergeben worden sei, der bei der Entdeckung Bin Ladens eine Schlüsselrolle gespielt habe. In der Ausstellung werden viele persönliche Gegenstände gezeigt, um die Anschläge und ihre Auswirkungen zu erklären. Zudem sind die Profile der fast 3000 Opfer zu sehen. In Tonaufnahmen erzählen Überlebenden ihre Geschichten. Unter den vielen Ausstellungsstücken sind auch ein großer Pfeiler des World Trade Centers sowie die Schuhe, die die Menschen verloren, als sie aus den brennenden Türmen flüchteten. Zur Eröffnung hatten die Ausstellungsmacher gesagt, sie erhofften sich rund 2,5 Millionen Besucher im Jahr. Über die Ausstellungsstücke gibt es seitdem Streit. So klagten Atheisten über das "Ground Zero Kreuz" - einen Balken aus den Trümmern des World Trade Centers. Verteidiger des Islams kritisierten einen Film über den Aufstieg von Al-Kaida, in dem Islam und Terrorismus auf unfaire Art und Weise miteinander verbunden würden.

Volles Programm zum Abschluss der Berlin Music Week

Verleihung des New Music Award und Auftritte von Sven Väth, Woodkid und Moderat

Der letzte Tag der fünften Berlin Music Week hat begonnen. Die Veranstalter zählten auf den Konferenzen, Konzerten und Partys der fünftägigen Messe in diesem Jahr wieder Zehntausende Besucher. Zum Abschluss gibt es heute noch einmal ein volles Programm. Am Nachmittag sollte im Admiralspalast der New Music Award verliehen werden. Für die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung nominierten neun Jugendradioprogramme der ARD jeweils eine vielversprechende, junge Band aus ihrem Sendegebiet. Der Preis ging in den vergangenen Jahren an mittlerweile bekannte Gruppen wie Kraftklub oder Bonaparte. Auf dem Berlin Festival treten am Sonntagabend unter anderen Sven Väth, Woodkid und Moderat auf. Das Festival fand in diesem Jahr erstmals auf dem weitläufigen Geländer des Arena Parks in Kreuzberg statt. Unter dem Motto «Keine Nacht für niemand» soll dort noch bis zum Montagmorgen gefeiert werden.

US-Sängerin Simone Battle mit 25 Jahren gestorben

Todesursache noch unklar

Die amerikanische Sängerin Simone Battle, Mitglied der Girlband G.R.L., ist mit 25 Jahren gestorben. Battle sei am Freitag tot in ihrer Wohnung in Los Angeles gefunden worden, teilte ein Sprecher der Gerichtsmedizin mit. "Simone war ein außergewöhnliches junges Talent", hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung ihres Managements und von Plattenfirmen. Ihr plötzlicher Tod habe tiefe Trauer und Bestürzung ausgelöst. Die Sängerin war durch ihre Teilnahme an der US-Castingshow "The X-Factor" bekannt geworden. 2012 trat sie der Band G.R.L. bei.

Ex-Minister Meyer gegen Umbauplan für Berliner Hedwigskathedrale

Auch 18 leitende Denkmalpfleger und Kunsthistoriker gegen die Umbaupläne

Der frühere sächsische Wissenschaftsminister Hans Joachim Meyer will eine öffentliche Debatte über den Umbau der Berliner Sankt-Hedwigs-Kathedrale. In einem Leserbrief an den Berliner "Tagesspiegel" wandte er sich gegen die geplante Neugestaltung des Kircheninneren. Danach soll die ungewöhnliche Bodenöffnung mit Treppe zwischen Ober- und Unterkirche geschlossen werden. Der Entwurf dazu belegte im Juni den ersten Platz bei einem Architekten-Wettbewerb. Dadurch entstünde ein "Kuppelsaal mit Stuhlkreis", so Meyer, der auch Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) war. In ihrer bisherigen Form sei die Kathedrale dagegen ein "gesamtdeutsches Symbol". Ihren Wiederaufbau nach Kriegszerstörung bis 1963 habe Hans Schwippert geleitet, "einer der bedeutendsten Architekten der Bundesrepublik", betonte Meyer. "Wir Katholiken im Ostteil der Stadt waren Stolz auf diese Neuschöpfung der Kathedrale." Auch seine kirchenfernen Kollegen an der Humboldt-Universität seien "von diesem Zeugnis zeitgenössischer Architektur tief beeindruckt" gewesen, schrieb Meyer, der damals Anglistik und Geschichte studierte.

"I'll be back": Weitere "Terminator"-Folgen 2017 und 2018

Vor 30 Jahren hatte Schwarzenegger zum ersten Mal den "Terminator" gespielt

"Terminator"-Fans können sich auf weitere Folgen von Arnold Schwarzeneggers Action-Reihe freuen. Das Studio Paramount Pictures hat zwei Fortsetzungen für 2017 und 2018 angekündigt, wie das US-Branchenblatt "Variety" berichtete. "Terminator 2" soll demnach im May 2017 in den US-Kinos starten, gefolgt von "Terminator 3" im Juni 2018. Actionstar Schwarzenegger (67), der den "Terminator"-Spruch "I'll be back" ("Ich komme wieder") prägte, hatte kürzlich den Filmtitel "Terminator Genisys" für den Neustart der Serie bekanntgegeben. Dieser Streifen unter der Regie von Alan Taylor ("Thor - The Dark Kingdom") soll im Juli 2015 in die Kinos kommen.

Festwoche zum 600-Jahr-Jubiläum der Dom-Chorhalle in Aachen

Höhepunkt ist ein europäisches Festival geistlicher Musik mit täglichen Konzerten

Das Bistum Aachen hat am Sonntag eine Festwoche zum 600-Jahr-Jubiläum der Chorhalle des Doms begonnen. Zur Eröffnung feierte Aachens Bischof Heinrich Mussinghoff einen Gottesdienst in der Kathedrale. Mit einem Wort der Schriftstellerin Marie Luise Kaschnitz (1901-1974) bezeichnete er die Chorhalle als "Haus aus Licht"; die mehr als 25 Meter hohen Fenster der Gotik eröffneten einen Blick auf das himmlische Jerusalem. Auf dem Programm der Festwoche bis 14. September stehen Vorträge, Gesang und Gebet in der Chorhalle sowie Besucherinformationen. Die Chorhalle wurde am 28. Januar 1414, dem 600. Todestag Karls des Großen, feierlich eingeweiht. Das gotische Gebäude, das an die achteckige und bereits im Jahr 800 fertiggestellte karolingisch-romanische Pfalzkapelle angefügt wurde, ist 32,15 Meter lang, 13,25 Meter breit und 31,63 Meter hoch. Der Anbau sollte nicht nur die in Zeiten der Pest wachsende Zahl der Wallfahrer aufnehmen, die zu den vier in Aachen verehrten Tuchreliquien pilgerten. Ziel war auch, den seit 936 mit Otto dem Großen in Aachen vorgenommenen Krönungen der römisch-deutschen Könige und dem Chorgebet der damaligen Stiftsherren mehr Raum zu geben.

355 000 Besucher bei Störtebeker-Festspielen

Im Vergleich zum Vorjahr Besucherplus von 12 000

Die Störtebeker-Festspiele in Ralswiek auf Rügen sind gestern Abend erfolgreich zu Ende gegangen. In dieser Saison kamen rund 355 000 Zuschauer, wie Intendant Peter Hick heute mitteilte. Er sei mit der Saison 2014 sehr zufrieden, sagte Hick. Gleichzeitig gingen auch das Piraten Open Air in Grevesmühlen und die Müritz-Saga in Waren zu Ende. Das Piraten-Spektakel erreichte nach Angaben von Intendant Peter Venzmer ein Besucherplus von 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es kamen zu den Aufführungen etwa 60 000 Zuschauer. Die Müritz-Saga sahen in diesem Jahr knapp 18 000 Besucher.

Emmerlich geht unter Krimi-Autoren

2015 sollen neue Geschichten und Anekdoten aus seinem Leben erscheinen

Der Sänger und Entertainer Gunther Emmerlich hat neben dem dritten Buch über sein Leben auch einen Kriminalroman geschrieben. "Zu den erlebten und gelebten kommen nun ausgedachte Geschichten", sagte der 69-Jährige in Dresden. Der Erstling war eine Herausforderung. "Fast ein Krimi, aber ohne Tote", verrät Emmerlich den Titel. Ob dem Debüt in diesem Genre weitere Werke folgen, lässt er offen. Schreiben will er aber auf jeden Fall. "Es ist eine Entdeckung für mich im etwas reiferen Alter geworden."

Laut, schrill, ehrlich: Steckels "Romeo und Julia" am Thalia Theater

Romeo und Julia werden kollektiv verkörpert

Mit einer sehr lauten, schrillen und größtenteils überzeugenden Inszenierung von Shakespeares "Romeo und Julia" hat Regisseurin Jette Steckel die Spielzeit am Thalia Theater in Hamburg eröffnet. Auf drei Ebene erzählt sie die Geschichte von der Unmöglichkeit der Liebe: theatral mit Birte Schnöink und Mirco Kreibich als liebendes Paar, musikalisch mit Anja Plaschg (Soap & Skin) und Anton Spielmann (1000 Robota) und mit einem 40-köpfigen Chor. Sie alle agieren als Romeo und Julia und fügen sich so zu einem komplexen, hochemotionalen und berührenden Bild der Liebenden zusammen. Das Premierenpublikum quittierte das nach dreieinhalb Stunden mit einem zunächst etwas verhaltenen, dann aber doch begeisterten Applaus.

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