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Die Reportage / Archiv | Beitrag vom 09.05.2013

Bauer gegen Riese

Paul François klagt gegen den US-Agrarkonzern Monsanto

Von Margit Hillmann

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Eingang des Firmensitzes von Monsanto in St. Louis (AP)
Eingang des Firmensitzes von Monsanto in St. Louis (AP)

Ein mit Pestiziden vergifteter Bauer hat den US-Agrarriesen Monsanto 2012 erfolgreich auf Schadenersatz erklagt. Nun beginnt der Berufungsprozess. Wer gewinnt, ist natürlich unklar. Sicher ist nur, dass der Bauer Paul François schwer krank ist.

Rund ein Drittel der in Europa gehandelten Pestizide gehen im Agrarland Frankreich über den Verkaufstresen. Die Chemie landet nicht nur in Böden, Wasser und auf den Tellern der Verbraucher. Sie belastet auch die Gesundheit der Bauern, die sie auf ihren Feldern ausbringen. Ein lange totgeschwiegenes Berufsrisiko.

Paul François, Getreidebauer in einem kleinen Dorf im Südwesten Frankreichs, hat mit dem Tabu gebrochen. Nach einer lebensgefährlichen Vergiftung mit einem Unkrautmittel verklagt er den Hersteller, den US-amerikanischen Chemieriesen Monsanto. Aus der juristischen Auseinandersetzung wird die Schlacht seines Lebens.

Manuskript zur Sendung als PDF und im barrierefreien Textformat

Margit Hillmann (privat)Margit Hillmann (privat) Margit Hillmann: "Wie kommt ein ganz normaler Bauer aus einem kleinen Dorf dazu, sich mit einem Global Player wie dem US-Agrarriesen Monsanto anzulegen? Ist der größenwahnsinnig oder eine Art französischer Michael Kohlhaas?"

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