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Studio 9 | Beitrag vom 20.08.2016

BarcelonaStadtführung mit einem Ex-Obdachlosen

Von Andreas Boueke

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Ein Obdachloser sitzt im Hauseingang einer Straße in der US-Metropole New York. (picture alliance / dpa / Maxppp)
Das Leben auf der Straße zeigt Juan bei seinen Stadtführungen. (picture alliance / dpa / Maxppp)

Rotlichtviertel, Drogenumschlagplätze, enge, dunkle Gassen: Der Stadtführer Juan zeigt Touristen Barcelona von unten. Seine Berichte vom harten Leben auf der Straße stammen aus erster Hand.

"Ich hab' voll Schiss gehabt. Ich hab' immer Angst um mein Leben gehabt, immer, immer", sagt Juan über sein Leben auf der Straße in Barcelona. Bei seinen Führungen bringt er Touristen an Orte, die andere Stadtführer tunlichst meiden: das Rotlichtviertel, dunkle Gassen und Drogenumschlagplätze.

Juan war jahrelang obdachlos, nahm Drogen und landete schließlich im Gefängnis. Jetzt, wo es mit Spaniens Wirtschaft wieder aufwärtsgeht, verdient er sich mit seinen Stadtführungen immerhin ein paar Euros.

Seinen Kunden liefert Juan auf seinen Führungen Einblicke in das harte Leben, derjenigen, die ganz unten angekommen sind und trotzdem zur Zielscheibe von Aggressionen werden: Brutale Gewalt gegen Obdachlose, sagt Juan, kommt immer wieder vor.

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