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Kulturnachrichten

Montag, 8. März 2021

Banksy-Bild für Helden der Pandemie wird versteigert

Inmitten der ersten Welle der Corona-Pandemie hatte Banksy den Mitarbeitern eines Krankenhauses im südenglischen Southampton ein Gemälde gestiftet, nun soll es dem gesamten Personal des britischen Gesundheitsdienstes (NHS) zugute kommen: Wie das Auktionshaus Christie's mitteilte, soll das Schwarz-Weißgemälde am 23. März versteigert werden. Der Schätzwert liegt umgerechnet zwischen 2,9 und 4,1 Millionen Euro. Das ein Quadratmeter große Bild mit dem Namen "Game Changer" hängt seit vergangenem Mai in einem Flur des General Hospital von Southampton. Christie's-Expertin Katharine Arnold bezeichnete das Werk als eine Hommage an "alle, die weltweit an vorderster Front dieser Krise kämpfen". Schon früher erzielten Werke Banksys, dessen Identität nur Eingeweihten bekannt ist, zum Teil Millionen-Beträge.

Übersetzerpreise für Barbara Kleiner und Khalid Al-Maaly

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung an Barbara Kleiner für ihre Übertragungen italienischer Literatur ins Deutsche. Sie habe zentrale Texte des italienischen Literaturkanons der deutschsprachigen Leserschaft neu erschlossen, so die Jury. Den Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland erhält der arabische Verleger Khalid Al-Maaly, wie die Akademie in Darmstadt mitteilte. Sein Verlag Manschurat al-Djamal sei die erste Adresse für moderne deutschsprachige Literatur und Publizistik in der arabischen Welt. Die Preise sind mit jeweils 15.000 Euro dotiert und werden am 8. Mai verliehen.

Kölner Bühnen droht Millionenverlust durch Geldanlage

Die städtischen Kölner Bühnen haben 15 Millionen Euro bei der Greensill Bank angelegt, die die Finanzaufsicht wegen drohender Überschuldung vorerst geschlossen hat. In einer Mitteilung betonten die Bühnen, dass die Anlage der Gelder bei der Bank nicht spekulativ gewesen, sondern als sicher angesehen worden sei. Die Greensill Bank AG hatte in Zeiten von Null- und Negativzinsen Tages- und Festgeldanlagen zu ungewöhnlich hohen Sparzinsen angeboten. Die Kölner Bühnen teilten mit, zum jetzigen Zeitpunkt sei noch nicht klar, ob es Geschädigte der Greensill Bank geben werde und inwieweit die Bühnen möglicherweise dazu gehören würden. Die Kölner Bühnen werden seit 2012 mit gigantischem Aufwand saniert. Die Kosten werden nach derzeitigem Stand auf bis zu 644 Millionen Euro geschätzt.

Jazz-Drummer Ralph Peterson gestorben

Der US-Jazz Drummer Ralph Peterson ist mit 58 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Das gab seine Managerin auf seiner Homepage bekannt. Der 1962 in Pleasantville in New Jersey geborene Peterson wurde an der Ruthers University ausgebildet und begann seine Karriere als zweiter Schlagzeuger bei Art Blakeys Jazz Messengers. Über 30 Jahre war er Bandleader im Modern Jazz und spielte mit Größen wie Terence Blanchford und Donald Harrison, David Murray und Roy Hargrove. Ralph Peterson lehrte als Professor am Berklee College of Music in Boston.

Frankfurter Buchmesse plant mit Besuchern

Die Frankfurter Buchmesse will im Oktober wieder Verlage, Autoren und Besucher vor Ort empfangen. Die Messe sei als Präsenzveranstaltung mit ergänzenden digitalen Formaten geplant und könne flexibel an die Pandemielage angepasst werden, teilten die Veranstalter in Frankfurt am Main mit. Der Gesundheitsschutz für Aussteller und Besucher stehe dabei "an erster Stelle". Die Präsenzveranstaltungen sind demnach an ein detailliertes Hygienekonzept geknüpft. Wegen der Corona-Pandemie fand die Frankfurter Buchmesse im vergangenen Oktober komplett digital statt. Die ursprünglich für Mai geplante Leipziger Buchmesse, die zweitgrößte deutsche Branchenveranstaltung mit jährlich fast 300.000 Besuchern, fällt dagegen wegen der Coronakrise schon zum zweiten Mal in Folge aus.

Golden-Globes-Verband kündigt Reformen an

Der hinter den Golden Globes stehende Verband der Auslandspresse hat nach Vorwürfen mangelnder Vielfalt Reformen angekündigt. Die Hollywood Foreign Press Association kündigte an, sich auf die Aufnahme von Schwarzen und Angehörigen anderer unterrepräsentierter Minderheiten zu konzentrieren und die Transparenz zu erhöhen. Vor der Verleihung der Filmpreise am vorangegangenen Sonntag hatten Berichte in der "Los Angeles Times" und "New York Times" über einen Mangel an Schwarzen unter den Mitgliedern und über finanzielle Praktiken den Verband in ein schlechtes Licht gerückt und Kritik aus der Unterhaltungsbranche hervorgerufen.

Weltfrauentag mit zahlreichen Veranstaltungen

Mit zahlreichen Veranstaltungen im Corona-Format wird heute der Weltfrauentag in Deutschland begangen. Bundespräsident Steinmeier und seine Ehefrau Elke Büdenbender diskutieren mit mehreren Expertinnen über die Wechselwirkung von Digitalisierung und Gleichstellung in Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Kultur, Medien und Politik. Kanzlerin Merkel mahnte bereits am Wochenende weitere Anstrengungen auf dem Weg zur Gleichstellung an. Insbesondere forderte sie ein Ende ungerechtfertigter Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern. Im Bundesland Berlin ist der internationale Frauentag seit 2019 gesetzlicher Feiertag.

Grütters will eigenes Kulturministerium

Die bisher als Staatsministerin agierende Kulturbeauftragte des Bundes, Monika Grütters, hat sich erneut für ein eigenständiges Kulturressort ausgesprochen. "Die bundespolitische Bedeutung der Kultur ist gewachsen", sagte die CDU-Politikerin der "Süddeutschen Zeitung" nach sieben Jahren im Amt. Die unter SPD-Kanzler Gerhard Schröder beim Bund eingerichtete Institution existiert seit 1999. Grütters hatte die Forderung 2005 als damalige Spitzenkandidatin der Berliner CDU für die Bundestagswahl erstmals offen aufgegriffen. Ein Ministerium sei "keine Frage von Macht", sagte sie nun. Es gehe um die Anerkennung durch die Länder und die Einsicht, dass man gemeinsam mehr erreiche. "Es gäbe gute Gründe, das Ressort nach 23 Jahren zu einem Bundesministerium zu machen - dann aber bitte als eigenständiges Haus." Nach dpa-Informationen hat sie für den Fall der Fälle bereits einen repräsentativen neuen Standort im Blick.

Filmdrama "Nomadland" gewinnt US-Kritikerpreise

Das Filmdrama "Nomadland" hat nach seinem Erfolg bei den Golden Globes auch beim US-Kritikerpreis abgeräumt. Der Film mit Frances McDormand wurde bei den Critics' Choice Awards als bester Film ausgezeichnet, Chloé Zhao erhielt den Preis für die beste Regie. Zwei weitere Preise bekam "Nomadland" für die beste Kamera und das beste adaptierte Drehbuch. Damit gilt "Nomadland" nun als großer Oscar- Favorit. Zu besten Komödie erklärten die US-Kritiker "Palm Springs". "Ted Lasso" gewann als beste Comedy-Serie und "The Crown" wurde mit der Auszeichnung für die beste Drama-Serie bedacht. Nicht ausgezeichnet wurde die zwölfjährige Berlinerin Helena Zengel für ihre Rolle im Film "Neues aus der Welt" als "Beste junge Schauspielerin".

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