Seit 20:03 Uhr Konzert

Dienstag, 21.08.2018
 
Seit 20:03 Uhr Konzert

Kulturnachrichten

Montag, 29. Januar 2018

Autor Thomas Lehr erhält Bremer Literaturpreis

Lehr wird für seinen Roman "Schlafende Sonne" geehrt

Der Berliner Schriftsteller Thomas Lehr erhält am Montag den mit 25 000 Euro dotierten Bremer Literaturpreis 2018. Der 60-Jährige wird für seinen Roman "Schlafende Sonne" ausgezeichnet. Lehr verfüge über große erzählerische Kraft und sprachlichen Wagemut, lobte die Jury. Der Bremer Literaturpreis ist einer der ältesten der Bundesrepublik, er wird von der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung des Bremer Senats vergeben. Den mit 6000 Euro dotierten Förderpreis erhält die 1984 in Salzburg geborene Laura Freudenthaler für ihren Debüt-Roman "Die Königin schweigt". Die Jury urteilte, die Autorin zeichne ein eindringliches Porträt einer Generation, die ein scheinbar unspektakuläres Dasein führe.

Dramaturg Hemke leitet künftig das Kunstfest Weimar

Das erste eigene Programm präsentiert Hemke 2019

Der Kurator und Dramaturg Rolf C. Hemke wird neuer künstlerischer Leiter des Kunstfestes Weimar. Der gebürtige Kölner folgt Christian Holtzhauer nach, der ab der Spielzeit 2018/19 die Leitung der Schauspielsparte des Nationaltheaters Mannheim und der Schillertage übernimmt. Hemke ist seit 2006 Leiter des Theaters an der Ruhr in Mühlheim. Daneben arbeitet Hemke seit 2011 als freier Dramaturg unter anderem für das Schauspielhaus in Hamburg, die Ruhrfestspiele, die Theater in Oberhausen und Münster sowie in der freien Szene in Berlin und Köln. Der 45-Jährige soll das Kunstfest Weimar fünf Jahre lang leiten und 2019 das erste von ihm verantwortete Programm präsentieren.

"Goldene Blogger": Journalist Gutjahr erhält Sonderpreis

Auszeichnung soll zum Durchhalten motivieren

Der Journalist Richard Gutjahr ist für seinen Kampf gegen Hass im Netz mit dem Sonderpreis der "Goldenen Blogger" ausgezeichnet worden. Verschwörungstheoretiker hetzen gegen Gutjahr, seitdem er 2016 Zeuge des Terrorattentats in Nizza und des Amoklaufs am Olympia-Einkaufszentrum München geworden war. Laut der Jury ist sein Engagement beispiellos und zeigt, welche Abgründe sich im Internet auftun. Der Preis solle auch zum Durchhalten motivieren. Bei den "Goldenen Bloggern" werden nicht nur die besten Blogs gekürt, sondern beispielsweise auch Instagram- und Twitter-Auftritte. Zu den Gewinnern in anderen Kategorien zählt die Staatsoper Berlin, die die Auszeichnung für den Instagram-Account des Jahres bekam. Den Anti-Preis "Blocker des Jahres" gewann FDP-Politiker Christian Lindner für seine Blockade der Jamaika-Koalition. In knapp 20 Kategorien wurde per Saal-, Online-, und Jury-Voting abgestimmt.

Bislang unbekannte Dinosaurier-Art in Ägypten entdeckt

Riesiger Pflanzenfresser Mansourasaurus lebte in der heutigen Sahara

Forscher haben in Ägypten einen bislang unbekannten pflanzenfressenden Dinosaurier entdeckt, der zu der größten bekannten Art, den Sauropoden, gehört. Das Millionen Jahre alte Fossil des Mansourasaurus shahinae sei im ägyptischen Teil der Sahara entdeckt worden, berichtete das Online-Fachmagazin "Nature Ecology and Evolution". Es sei das "am vollständigsten erhaltene Fossil in Afrika aus dem Ende der Kreidezeit", hieß es in einer Erklärung der Universität von Ohio.
Aus der Kreidezeit wurden in Afrika nur sehr wenige und teilweise schlecht erhaltene Fossilien entdeckt. Der Mansourasaurus ist den Forschern zufolge am engsten mit den in Europa und Asien entdeckten Dinosaurier-Arten verwandt. Das Gewicht des riesigen Pflanzenfressers entsprach in etwa dem eines Elefanten.

Thomas Lehr mit Bremer Literaturpreis ausgezeichnet

"Erzählerische Kraft" und "sprachlicher Wagemut" überzeugten Jury

Der Berliner Schriftsteller Thomas Lehr ist dem Bremer Literaturpreis 2018 ausgezeichnet worden. Der 60jährige erhält die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung für seinen im vergangenen Jahr erschienenen Roman "Schlafende Sonne". Die Jury lobte die "erzählerische Kraft" und den "sprachlichen Wagemut" des Autors. Das Werk beschäftigt sich mit den Krisen des 20. Jahrhunderts - vom Ersten Weltkrieg über die Teilung Deutschlands bis zu den Problemen der Gegenwart. Der Bremer Literaturpreis ist einer der ältesten seiner Art in Deutschland. Zu den Preisträgern zählen unter anderen Ingeborg Bachmann, Siegfried Lenz und Elfriede Jelinek.

Jüdischer Friedhof: Hamburg zieht Welterbeantrag zurück

Nominierung ist nicht umfassend genug

Hamburg zieht seinen Welterbeantrag bei der Unesco für den Jüdischen Friedhof Altona zurück. Dazu habe ein Zwischenbericht des Internationalen Rats für Denkmalpflege (Icomos) geführt, teilte die Kulturbehörde mit. Darin wird dargelegt, dass die Nominierung nicht allein auf der Grabmalkunst des Friedhofs basieren könne. Erst die Verbindungen und die gegenseitigen kulturellen und künstlerischen Bezüge zwischen den Stätten in Europa, Amerika und der Karibik, die mit portugiesisch-sephardischen religiösen- und Bestattungstraditionen in Zusammenhang stehen, hätten das Potenzial, eine Berücksichtigung in der Welterbeliste zu rechtfertigen, hieß es. Die Nominierung einer einzigen Stätte könne nicht die Bedeutung der Diaspora für die Entwicklung der portugiesisch-sephardischen Kultur widerspiegeln. Der knapp 1,9 Hektar große Jüdische Friedhof Altona ist einer der ältesten portugiesisch-sephardischen Friedhöfe der Welt und gilt als einer der bedeutendsten der Welt. Außerdem hat er einen aschkenasischen Teil mit mehr als 5.000 Gräbern für deutsche und aus Osteuropa eingewanderte Juden. Rund 6.400 Grabsteine sind auf der Anlage erhalten, die 1611 eröffnet wurde. Seit 1869 wurde der Friedhof nicht mehr belegt, seit 1960 steht er unter Denkmalschutz.

Berliner Literaturforscher sollen in Leibniz-Gemeinschaft

Berlins Bürgermeister begrüßt den Vorschlag

Der Wissenschaftsrat hat sich für die Aufnahme des Berliner Zentrums für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) in die Leibniz-Gemeinschaft ausgesprochen. Das Zentrum werde "angesichts des in vielen Ländern wachsenden politischen, aber auch des finanziellen Drucks auf die Geisteswissenschaften" weiter an Bedeutung gewinnen, erklärte die Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Martina Brockmeier. Über die endgültige Aufnahme muss die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz entscheiden. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) begrüßte die Entscheidung und äußerte die Hoffnung, dass die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz der Empfehlung des Wissenschaftsrats folgt. Das ZfL ist hervorgegangen aus der Akademie der Wissenschaften der DDR und forscht interdisziplinär unter anderem zu dem Verhältnis zwischen Literatur und anderen Künsten.

Künstler fordern Verband für bedrohte Theaterschaffende

Organisation soll "Reporter ohne Grenzen" ähneln

Angesichts zunehmender Einschränkungen der Meinungsfreiheit in verschiedenen europäischen Ländern haben Künstler die Gründung einer Vereinigung für bedrohte Berufskollegen in von Zensur betroffenen Ländern angeregt. Auf der Jahrestagung der Dramaturgischen Gesellschaft in Greifswald sprachen sich Theaterschaffende für eine solche Parallelorganisation zu den "Reportern ohne Grenzen" aus. Theater seien lebendige Orte des Widerstandes der Zivilgesellschaft gegen autoritäre Regierungen und Garant einer offenen und liberalen Gesellschaft, teilte die Gesellschaft am Montag mit. Rund 200 Theaterschaffende aus dem deutschsprachigen Raum sowie 50 Künstler aus Polen, Ungarn, Russland und der Türkei hatten in Greifswald unter dem Motto "Dramaturgien des Widerstandes. Künstlerischen Positionen zu Freiheit und Unfreiheit" über die zunehmend schwierigeren Arbeitsbedingungen in den Ländern, Einschränkungen durch Zensur oder Fördermittelentzug beraten.

Marin Alsop wird neue Chefdirigentin des RSO

US-Dirigentin übernimmt im September 2019 die Leitung des Radio-Symphonyorchesters in Wien.

Die Dirigentin des Baltimore Symphony Orchestras war die erste Frau, die einen großen US-Klangkörper leitete. Jetzt hat Marin Alsop beim Radio-Symphonieorchester in Wien ihren Vertrag unterzeichnet. Die 61-jährige löst somit Cornelius Meyer als Chefdirigenten ab. Meyer wird im kommenden Sommer Generalmusikdirektor an der Staatsoper Stuttgart. Alsop leitete mehrfach die Londoner "Night of the Proms" und so namhafte Institutionen wie Concertgebouw-Orchester oder das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. In Wien hatte sie bereits 2014 ein Programm mit Mahler und Bernstein dirigiert. Zustimmung für die Personalentscheidung kam von mehreren Seiten. Der Leiter des Wiener Musikvereins versprach sich "spannende Begegnungen mit innovativen Programmen abseits des Mainstreams".

Facebook-Kampagne für Datenschutz

Umstrittene Plattform geht in die Offensive

Facebook will in Sachen Privatsphäre und Datenschutz transparenter werden. Aus Anlass des Europäischen Datenschutztages startete die Plattform eine Aufklärungskampagne. Darin wird erklärt, wie Facebook die Daten seiner Nutzer verwendet und wie man selbst die eigenen Daten am besten verwaltet. Facebook veröffentlicht auch erstmals Details dazu, welche Informationen die Firma sammelt und wie sie verwendet werden. Die Nutzer sollen künftig ihre Daten übersichtlicher verwalten können, kündigte das Unternehmen an. In kleinen Videos will Facebook seinen Nutzern Tipps zu wichtigen Datenschutzthemen geben. Wegen seiner Datenschutzpolitik steht Facebook immer wieder in der öffentlichen Kritik, aktuell wirft etwa das Bundeskartellamt dem Unternehmen von Mark Zuckerberg missbräuchliche Datensammlungen vor.

Penelope Cruz erhält Ehren-César

Spanische Schauspielerin wird als "Muse der großen Cineasten" gewürdigt

Die Oscar-Preisträgerin Penelope Cruz wird in Frankreich mit einem Ehren-César ausgezeichnet. Die spanische Schauspielerin werde als "Muse der großen Cineasten gewürdigt", erklärte die César-Akademie in Paris. Der Filmpreis, der als "französischer Oscar" gilt, soll Cruz demnach am 2. März in Paris verliehen werden. Die 43 Jahre alte Schauspielerin habe bereits im Alter von 16 Jahren in ihrer ersten Rolle in "Jamón Jamón" (Lust auf Fleisch) geglänzt, hieß es in der Begründung. Sie habe sowohl in internationalen Großproduktionen wie auch in kleinen Filmen überzeugt. Zudem habe sie mit so verschiedenen Regisseuren gearbeitet wie dem Spanier Pedro Almodóvar, dem Briten Kenneth Branagh und zuletzt dem Iraner Asghar Farhadi.

Verhoeven fordert Distanzierung von Wedel

Regisseur wütend über Kollegen und Branche

Nach den Vorwürfen gegen seinen Kollegen Dieter Wedel hat nun der Regisseur Simon Verhoeven die gesamte Szene kritisiert. "Ich schäme mich für die Mechanismen meiner Branche", schrieb Verhoeven auf seiner Facebook-Seite. "Es wurde verharmlost, verdrängt, verschwiegen. Aus Angst. Aus Scham." Mehrere Frauen werfen Wedel vor, sie während der Arbeit sexuell belästigt und sogar vergewaltigt zu haben. Der Regisseur wies die Anschuldigungen zurück. Verhoeven empörte sich über Wedel und die Toleranz für dessen Verhalten: "Es ist Zeit, sich von diesem Mann aufs deutlichste zu distanzieren. Seine Serien nie wieder auszustrahlen. Und sich bei den Opfern zu entschuldigen." Mittlerwerweile haben einige Sender Untersuchungen eingeleitet. In einem Fall ermittelt die Staatsanwaltschaft München.

Deutsche Kinocharts: "Wunder" stürmt die Spitze

Neu dabei ist auch "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri"

Hollywoodstar Julia Roberts ist mit ihrem neuen Film "Wunder" auf Platz eins der deutschen Kinocharts gestürmt. Nach vorläufigen Trendzahlen sahen zwischen Donnerstag und Sonntag mehr als 176 000 Besucher den Kinohit der einstigen "Pretty Woman". Roberts spielt in "Wunder" die überbesorgte Mutter eines Jungen, dessen Gesicht entstellt ist und der erstmals auf eine öffentliche Schule gehen soll. Den zweiten Platz behauptet die Familienkomödie "Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft" mit 119 000 Zuschauern. "Hot Dog" mit Til Schweiger und Matthias Schweighöfer, Sieger der vergangenen Woche, fällt mit knapp 110 000 Besuchern auf den dritten Platz zurück, wie Media Control weiter mitteilte. Von Drei auf Vier rutscht "Dieses bescheuerte Herz" mit Elyas M'Barek (98 000). Neu auf der Fünf steht "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" mit 90 000 Wochenendbesuchern. Die Tragikomödie mit Frances McDormand hat sieben Oscar-Nominierungen, darunter auch als bester Film.

Gitarrist Coco Schumann tot

Der 93jährige war Swing-Legende und KZ-Überlebender

Jazz-Gitarrist, Swing-Legende und KZ-Überlebender - der Musiker Coco Schumann ist tot. Schumann starb im Alter von 93 Jahren in Berlin, wie seine Plattenfirma Trikont unter Berufung auf seine Familie in München bestätigte. Mit seiner Band Coco Schumann Quartet feierte er internationale Erfolge. Der 1924 geborene Heinz Jakob Schumann, wie er eigentlich hieß, wurde wegen seiner jüdischen Abstammung 1943 nach Theresienstadt deportiert, wo er als Mitglied der "Ghetto Swingers" für die SS Konzerte geben musste. Im September 1944 kam er in das Vernichtungslager Auschwitz, wo er mit den "Ghetto Swingers" für Neuankömmlinge und beim Abmarsch der Arbeitskolonnen musizieren musste. Nachdem er 1945 bei einem "Todesmarsch" von den US-Truppen befreit worden war, blieb Schumann in Deutschland. 1950 wanderte Schumann mit seiner Familie nach Australien aus, kehrte vier Jahre später aber wieder zurück. Schumanns Autobiografie "Der Ghetto-Swinger" wurde 2012 als Musical an den Hamburger Kammerspielen aufgeführt.

Festspiele nehmen Wedel-Stück aus dem Programm

Bad Hersfeld zeigt "Peer Gynt" statt Wedels "Das Karlos Komplott"

Die Bad Hersfelder Festspiele haben das geplante Eröffnungsstück "Das Karlos-Komplott" des zurückgetretenen Intendanten Dieter Wedel aus dem Programm genommen. "Das Stück hätte nach all den Ereignissen der letzten Wochen wohl kaum die Chance einer objektiven und rein künstlerischen Betrachtung", sagte der neue Intendant Joern Hinkel laut einer Pressemitteilung. Der 75-jährige Wedel war zurückgetreten, nachdem mehrere Schauspielerinnen schwere Anschuldigungen gegen ihn erhoben hatten. Sie reichen von Schikane und Machtmissbrauch bis hin zu sexuellen Übergriffen und Vergewaltigung. Wedel hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Für "Das Karlos-Komplott" nach Friedrich Schiller schrieb Wedel das Buch und sollte auch Regie führen. Die Freilicht-Festspiele sollen nun am 6. Juli mit dem Stück "Peer Gynt" von Henrik Ibsen eröffnet werden.

Trump knöpft sich Rapper Jay-Z vor

Reaktion auf kritisches Interview des Musikstars

Rapstar Jay-Z hat sich den Zorn von US-Präsident Donald Trump zugezogen. Nach kritischen Äußerungen über Trumps Politik belehrte der Präsident den US-Musiker am Sonntag via Twitter. "Jemand sollte Jay-Z darüber informieren, dass die Arbeitslosenquote unter Schwarzen aufgrund meiner Politik auf den niedrigsten Stand aller Zeiten gefallen ist", schrieb Trump in dem Kurzbotschaftendienst. Tatsächlich sank die Arbeitslosigkeit unter Angehörigen von Minderheiten in den USA zuletzt auf einen Tiefstand. Kritiker weisen allerdings daraufhin, dass der Aufschwung schon unter Trumps Vorgänger Barack Obama eingesetzt hatte. Jay-Z, ein Freund der Obamas, hatte Trump zuvor im TV-Sender CNN attackiert. Dessen herablassenden Äußerungen über Minderheiten überschatteten die Arbeitsmarktstatistik, sagte der 48-Jährige. "Es geht darum, die Leute als Menschen zu behandeln", sagte Jay-Z. Der Einzug Trumps ins Weiße Haus habe "den fortdauernden Rassismus" in den USA offengelegt.

Grammys: Bruno Mars und Kendrick Lamar räumen ab

Jay-Z ging trotz acht Nominierungen leer aus

R&B-Sänger Bruno Mars kann nach der 60. Grammy-Verleihung in der Nacht in New York die wichtigsten Preise mit nach Hause nehmen. Er gewann die Grammys fürs beste Album ("24K Magic") und für den besten Song des Jahres ("That's What I Like") sowie in vier weiteren Kategorien. Der US-Rapper Kendrick Lamar erhielt fünf Auszeichnungen, unter anderem für das beste Rap-Album ("DAMN.") und die beste Rap-Gesangs-Performance ("Loyalty") gemeinsam mit Rihanna. Jay-Z, der insgesamt acht Mal nominiert war, ging leer aus. Die deutschen Elektro-Pioniere von Kraftwerk bekamen den begehrten Musikpreis in der Sparte "Bestes Dance/Elektronisches Album" für die Sammlung "3D - Der Katalog". Bereits vor drei Jahren war Kraftwerk mit einem Grammy für ihr Lebenswerk geehrt worden. Die Bewegungen "MeToo" und "Time's Up" gegen sexuelles Fehlverhalten waren ebenfalls präsent während der Musikgala. Viele Stars trugen aus Solidarität mit betroffenen Frauen weiße Rosen.

"Of Fathers and Sons" gewinnt beim Sundance

Deutsch-syrisch-libanesische Dokumentation über den syrischen Bürgerkrieg

Die deutsch-syrisch-libanesische Dokumentation "Of Fathers and Sons" des in Berlin lebenden Syrers Talal Derki zählt zu den diesjährigen Gewinnern beim Sundance-Filmfestival. Derki folgt darin der Familie eines islamistischen Kämpfers während des syrischen Bürgerkriegs. Die Doku biete einen "extrem seltenen Einblick" und zeige, was es bedeute, in einem islamischen Kalifat aufzuwachsen, schrieb die Jury im US-Staat Utah am Sonntag zur Begründung. "Of Fathers and Sons" setzte sich unter anderem gegen die deutsch-brasilianische Koproduktion "The Cleaners" der deutschen Regisseure Moritz Riesewieck und Hans Block durch. Deren Film befasst sich mit der schwierigen, oft versteckten Arbeit von Menschen, die umstrittene Inhalte wie Pornografie und Gewalt aus sozialen Netzwerken löschen. Den Preis für das beste US-Drama gewann "The Miseducation of Cameron Post" um ein Mädchen, das in ein "Therapiezentrum" für Homosexuelle gezwungen wird. Das in den 1980er Jahren gegründete Sundance-Filmfest ist das größte Festival für unabhängige, außerhalb Hollywoods produzierte Filme.

Kulturnachrichten hören

Januar 2018
MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 1 2 3 4

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur