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Studio 9 | Beitrag vom 15.05.2019

Ausstellung über Filmautos in Los AngelesMit Vollgas auf die Leinwand

Von Nicole Markwald

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Das Auto, das als K.I.T.T. aus der Serie Knight Rider bekannt ist, ist der Ausstellung "Hollywood Dream Machines: Vehicles of Science Fiction and Fantasy" im Petersen Automotive Museum in Los Angeles zu sehen. (Deutschlandradio / Nicole Markwald)
Der eigentliche Hauptdarsteller der Serie "Knight Rider": das sprechende Auto K.I.T.T. (Deutschlandradio / Nicole Markwald)

Der Delorean mit Fluxkompensator, das Batmobil, K.I.T.T. oder der Rumpler-Tropfenwagen aus "Metropolis": Eine Ausstellung im Petersen Automotive Museum in Los Angeles präsentiert die berühmtesten Fahrzeuge der Filmgeschichte.

Autos im Film würden gegenüber realen Fahrzeugen einige Vorteile haben, sagt Bryan Stevens. Sie könnten sämtliche Regeln der Physik und Wissenschaft brechen. Sie können laut dem Leiter der Ausstellung alles sein. Die einzigen Grenzen seien die, die der Designer sich setze.

Leihgaben von Filmstudios und Privatleuten

Mit der Ausstellung "Hollywood Dream Machines: Vehicles of Science Fiction and Fantasy" zeigt das Petersen Automotive Museum in Los Angeles, welche Fahrzeuge die Leinwand über die Jahrzehnte bereicherten. Schon im Eingang steht ein glänzender blauer Lexus LC 500, durch die Motorhaube ziehen sich tiefe Risse – Spuren von Black Panther.

Ein Ausstellungsstück aus Los Angeles: Der Wagen DeLorean aus der Reihe "Zurück aus der Zukunft" mit sich nach oben öffnenden Flügeltüren. (Deutschlandradio / Nicole Markwald)Besuchermagnet in Los Angeles: Der DeLorean aus der "Zurück aus der Zukunft"-Reihe gehört zu den beliebtesten Schauobjekten. (Deutschlandradio / Nicole Markwald)

Unter den mehr als 50 Fahrzeugen sind etliche Legenden, wie der DeLorean aus der "Zurück in die Zukunft"-Reihe. Ein Publikumsmagnet, sagt Bryan Stevens:

"Der Delorean ist ohne Zweifel das bekannteste Filmauto, das je gebaut wurde. Wir haben den Wagen, der in allen drei Filmen benutzt wurde. Danach kommt wahrscheinlich der Landspeeder aus Star Wars."

Der X-34 Landspeeder aus dem Film "Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung" ist in einer Ausstellung über Autos in Filmen in Los Angeles zu sehen. Es handelt sich um ein längliches Gefährt ohne Verdeck. (Deutschlandradio / Nicole Markwald)Eine Ikone des Hollywood-Kinos: Der X-34 Landspeeder aus dem Film "Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung". (Deutschlandradio / Nicole Markwald)

Das Fahrzeug ähnelt einem Luftkissenboot und stammt aus der persönlichen Sammlung von Star-Wars-Erfinder George Lucas. Andere Fahrzeuge sind Leihgaben von Hollywoodstudios, wieder andere stammen aus privaten Besitztümern wie dem legendären Autobauer Gene Winfield. Er steuerte jeweils ein Fahrzeug aus dem Film "RoboCop" und "Blade Runner" bei.

Mit "Metropolis" fing alles an

Gleich neben dem DeLorean hängt ein Schaukasten, darin sind Autos in Match-Box-Größe, kleine Fahrzeuge, große Bedeutung. Es sind Rumpler-Tropfenwagen aus dem Fritz-Lang-Film "Metropolis". Mit ihnen, so Bryan Stevens, fing alles an:

"Hier wurden zum ersten Mal Autos benutzt, um eine dystopische Zukunft im Film zu zeigen. Es gab andere Filme aus dieser Zeit mit Zukunftsentwürfen, aber nur hier haben Fahrzeuge eine so prominente Rolle gespielt."

Die beiden letzten erhaltenen Fahrzeuge stehen im Deutschen Technikmuseum Berlin und im Deutschen Museum in München - doch für die Reise nach Los Angeles waren sie einfach zu alt.

Autos als Hauptdarsteller

Und auch ein paar Oscarpreisträger fahren dick auf: 2016 wurde der Endzeitstreifen "Mad Max: Fury Road" von George Miller unter anderem für das beste Szenenbild mit einem Oscar ausgezeichnet. Zwei der brachialen Fahrzeuge aus dem apokalyptischen Inferno sind im Petersen Automotive Museum zu sehen.

Ein Auto aus dem Film "Mad Max: Fury Road" ist in der Ausstellung "Hollywood Dream Machines: Vehicles of Science Fiction and Fantasy" des Petersen-Automotive-Museums in Los Angeles zu sehen. Es handelt sich um ein kaputtes Auto. (Deutschlandradio / Nicole Markwald)Das Auto in der Hauptrolle: Ein Fahrzeug aus dem Hollywood-Streifen "Mad Max: Fury Road" ist im Petersen Automotive Museum in Los Angeles zu sehen. (Deutschlandradio / Nicole Markwald)

Neben ihnen sehen das Batmobil oder auch der sprechende Wagen K.I.T.T. aus "Knight Rider" wie brave Babys aus. Bryan Stevens:

"In vielen Filmen, die wir hier berücksichtigt haben, spielen Fahrzeuge eine Rolle, oftmals auch eine wichtige. Aber "Mad Max: Fury Road" ist ein Autofilm, wo die Fahrzeuge manchmal noch wichtiger sind als die menschlichen Figuren. Es gibt nicht viele Filme, wo das so ist."

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