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Interview / Archiv | Beitrag vom 21.05.2015

Ausstellung"Sie sind vor allem sehr lebendig"

Gundula Krause im Gespräch mit Liane v. Billerbeck und Hans-Joachim Wiese

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Fotoapparat (picture alliance / dpa / Horst Galuschka)
Fotoapparat (picture alliance / dpa / Horst Galuschka)

Die Fotografin Gundula Krause hat ihrer aktuellen Ausstellung eine Art Doppeltitel gegeben: "Gel(i)ebtes Leben". Sie hat dafür Menschen fotografiert, die nun im Rentenalter sind. Sie alle haben gemeinsam: Sie habe eine Beeinträchtigung, eine sogenannte Behinderung.

Über Jahrzehnte gab es in Deutschland nur sehr wenig Ältere mit Behinderung, denn hunderttausende wurden in der Nazizeit ermordet: "Vernichtung unwerten Lebens" war die Begründung für das Euthanasieprogramm. Damit kommt erst jetzt, sechs Jahrzehnte nach Ende des Krieges, wieder eine Generation von Menschen mit geistigen Einschränkungen ins Rentenalter.

Die Fotografin Gundula Krause berichtet, dass sie nun, mehr als 50 Jahre nach Kriegsende genau das bemerkt hat. Sie berichtet, dass sie selbst erst realisieren musste, warum es sie überraschte, auch alte Menschen mit einer geistigen Einschränkung, einer Behinderung zu begegnen.

"Sie haben viel erlebt, das erzählen die Gesichter und sie sind vor allem sehr lebendig", beschreibt die ihre Eindrücke von ihren Begegnungen und ihren Gesprächen.

Ausstellung "Gel(i)ebtes Leben" in Berlin

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