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Lakonisch Elegant | Beitrag vom 15.07.2021

Ausschreitungen nach EM-FinaleHelfen Symbole gegen Rassismus?

Von Christine Watty und Johannes Nichelmann

"Black-Lives-Matter"-Plakate werden vor dem Wandbild Marcus Rashfords in die Höhe gehalten. (AFP / Lindsey Parnaby)
Eine "Black-Lives-Matter"-Demo vor dem Wandbild des Fußballers Marcus Rashford. (AFP / Lindsey Parnaby)

Im Sommerinterview vom Kulturpodcast geht es mit den Journalistinnen Anh Tran und Boussa Thiam um Medien, Rassismus, Symbolpolitik und Sommerlochtiere – und die Frage, welche Rolle der andauernde Corona-Ausnahmezustand in unseren Debatten spielt.

"I am sickened" – das ist nur ein Teil eines Zitats des britischen Thronfolgers Prinz William zu den rassistischen Attacken auf Spieler des britischen Fußballteams nach dem EM-Finale: "Ich bin angewidert." So verurteilte mit ihm viel Prominenz die Fan-Ausschreitungen gegen die Schwarzen Mitglieder des Teams, die die Elfmeter verschossen hatten. Marcus Rashford, einer der Spieler, entschuldigte sich für sein Scheitern am Tor, aber fügte an: "I will never apolopgise for who I am".

Ereignet haben sich diese Momente nur kurz nach den Jahrestagen der weltweiten Black-Lives-Matter-Demonstrationen - und so schauen wir zurück, wie weit denn die Welt seitdem denn so gekommen ist in ihrem Kampf gegen Rassismus. Zumindest der Teil der Welt, der dagegen einstehen möchte.

Ressentiments und Demonstrationen

Zusammen mit den Journalistinnen Anh Tran und Boussa Thiam schlendern wir so in unserem Sommerinterview an den unterschiedlichen Ereignissen vorbei und prüfen sie auf mediale und persönliche Wahrnehmung, auf Erkenntnis und auf nachhaltigen Effekt: Die erwähnten Demonstrationen sind der Anfang.

Viele Diskussionen folgten, um Besetzungsfragen, Quoten und Repräsentation. Was haben sie bisher gebracht? Welchen Einfluss hatte außerdem der weltweite Corona-Krankheitszustand auf unsere Debatten? Sind wir, ist die Welt, untereinander nun mehr oder weniger Ressentiment-erfüllt?

Helfen Symbole?

Und schließlich landen wir beim Anfang: dem Fußball. Wir wollen nicht in alle Details gehen, aber zumindest die Kraft von Symbolik mal besprechen, die man genau dort sehen kann: Die von NFL-Quarterback Colin Kaepernick inspirierten Kniefälle gab es. Und überhaupt auch große Diskussionen um die Regenbogenfahnen, als Zeichen gegen Homophobie und gegen die Diskriminierung der LGBT-Community. Hilft das? Was können überhaupt Symbole erreichen? Und wie geht es nach unserem Sommerinterview weiter?

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