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Thema / Archiv | Beitrag vom 13.04.2012

Ausgrenzung chinesischer Exil-Autoren ist "skandalös"

Schriftstellerin Esther Dischereit beklagt politische Haltung auf Londoner Buchmesse

Aussortiert: Chinesische Exil-Autoren sind nicht nach London eingeladen. (AP)
Aussortiert: Chinesische Exil-Autoren sind nicht nach London eingeladen. (AP)

Die deutsche Schriftstellerin Esther Dischereit hat dem British Council und den Veranstaltern der am Montag startenden London Book Fair in einem Brief die Ausgrenzung im Exil lebender, regimekritischer chinesischer Autoren vorgeworfen.

China wurde in diesem Jahr als Schwerpunktland für den sogenannten "Market Focus" ausgewählt - eine Plattform auf der Buchmesse, die der Sondierung geschäftlicher Beziehungen zwischen den Verlagen dient. Im Exil lebende chinesische Autoren wurden dazu nicht eingeladen. Dischereit sagte, die Organisatoren der Messe "beugen sich der Definitionsmacht des Partnerlandes, was oder wer eigentlich zur chinesischen Literatur gehört. Das finde ich schon skandalös." Die Werke vieler dieser, zum Teil inhaftierten Autoren hätten mittlerweile Weltgeltung erlangt und gehörten zur Literatur Chinas. Trotzdem kämen sie im "Market Focus" nicht vor.

Die Antwort der Messeveranstalter auf ihren Brief habe sie nicht zufrieden stellen können, sagte Dischereit. Zwar seien Diskussionsforen in Aussicht gestellt worden, bei denen auch über die Situation der Autoren gesprochen werden solle, doch "die Veranstalter können überhaupt nicht angeben, welche Panels sie denn dazu organisiert hätten."

Sie können das vollständige Gespräch mit mindestens bis zum 13.09.2012 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio

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