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Interview | Beitrag vom 08.03.2019

Aufruf zum Frauen-Streik Stühlerücken für mehr Gleichberechtigung

Theresa Hartmann im Gespräch mit Ute Welty

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Ein Kalender und Blumen zum 8. März, dem Internationalen Frauentag. (Marie-Theres Fischer/Apa/dpa )
Der 8. März ist in Berlin jetzt offizieller Feiertag (Marie-Theres Fischer/Apa/dpa )

Frauen sollen am Internationalen Frauentag für ihre Rechte eintreten und um fünf vor 12 Uhr einen Stuhl auf die Straße stellen. Dazu ruft das Berliner Frauenstreik-Netzwerk auf, erläutert die Aktivistin Theresa Hartmann.

Der 8. März ist in Berlin erstmalig gesetzlicher Feiertag. Um fünf vor 12 Uhr sollen möglichst viele Frauen darum an diesem Tag ihren Stuhl rausstellen, um auf diese Weise wenigstens kurz in den Aufstand zu treten. Eine Kundgebung in Berlin soll den Frauen-Streik begleiten.

Viele Frauen könnten nicht den ganzen Tag die Arbeit niederlegen, sagte Theresa Hartmann vom Berliner Frauenstreik-Netzwerk, das den Aufruf gestartet hat. Deshalb habe man in dieser Form ein Zeichen setzen wollen.  "Wir waren heute an der Charité  und haben dort Flyer verteilt", sagte sie. Für viele Leute im Krankenhaus sei es dort auch ein ganz normaler Arbeitstag.

Bezahlung für Hausarbeit

Sehr viel Arbeit werde täglich von Frauen geleistet, aber nicht entsprechend honoriert und anerkannt, sagte Hartmann. Dazu gehöre die Hausarbeit, die für eine Doppelbelastung sorge. "Ich glaube, das müssen wir verändern", sagte Hartmann. Hausarbeit sollte bezahlt werden. Es gehe aber nicht nur um die Entlohnung, sondern auch um die Anerkennung.

(gem)

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