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Einstand | Beitrag vom 07.09.2020

Aufnahmeprüfungen an Musikhochschulen"Online kann kein Feuer fangen"

Von Sara Walther

Vier Personen stehen um einen überdimensionierten Laptop und sind dem Bildschirm zugewandt. Einer spielt Geige, die anderen hören mehr oder weniger konzentriert zu. (imago images / Shotshop)
Musikalischer Kontakt via Livestream bringt viele Bürden. (imago images / Shotshop)

Auch für Professor Eckhart Hübner sind die Aufnahmeprüfungen unter Corona-Bedingungen, wie für alle Hochschulen, eine riesige Herausforderung. Denn die Prüfungen sollen trotz Abstand und per Video das künstlerische Potential zukünftiger Musiker herausfinden.

Aufnahmeprüfungen sind momentan für kommende Studierende ganz entscheidende Momente. Gelingt es dem Prüfling, die Professorenschaft mit dem eigenen Können in nur wenigen Minuten zu überzeugen? Springt der Funke über? Gibt es den ersehnten "Kredit auf die Zukunft"?

Weder Einspielräume, noch eine Klavierbegleitung

Jedes Jahr reisen ganze Heerscharen an die 24 deutschen Musikhochschulen, um einen der begehrten Studienplätze zu ergattern. Doch in diesem Jahr der Corona-Pandemie mit den weltweiten Reisewarnungen und –verboten ist alles anders. "Die Lage in den Musikhochschulen ist prekär", sagt die Vorsitzende der Rektorenkonferenz Professor Susanne Rode-Breymann. Und sie meint damit nicht nur die finanzielle Lage.

Die Musikhochschulen bangen um ihre Zukunft und die einer ganzen Generation. Trotz Hygiene- und Abstandsregeln, Prüfungsstau und digitalem Unterricht sowie fehlender Auftrittsmöglichkeiten, finden auch in diesem Jahr die Aufnahmeprüfungen für das kommende Semester statt.

Technische Qualität soll keine Rolle spielen

"Wir haben sehr professionelle Videos bekommen und einfach auch nur Handyvideos, weil die technischen Möglichkeiten nicht da sind", sagt der Professor für Fagott Eckhart Hübner. Wie sehen Aufnahmeprüfungen unter Pandemie-Bedingungen eigentlich aus? Wie beeinflusst die Digitalisierung die Entscheidungsfindung? Und wie fair ist das Ganze? Der Einstand hat in der Universität der Künste in Berlin nachgefragt. 

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