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Sonntagsrätsel | Beitrag vom 06.10.2019

Auflösung der 2724. AusgabeGesucht wurde: Antike

Von Ralf Bei der Kellen

Reproduktion des Gemäldes "Turmbau zu Babel" von Pieter Bruegel aus dem Jahr 1563. Wien, Kunsthistorisches Museum. (akg-images / Nimatallah)
Gemälde von Pieter Brueghel, "Turmbau zu Babel" 1563 (akg-images / Nimatallah)

Der Duden definiert sie als das „klassische Altertum und seine Kultur“. 800 v. bis 600 n. Chr. war die Blütezeit des antiken Griechenlands und des römischen Reichs. Die Hängenden Gärten von Babylon gehörten zu den sieben Weltwundern der Antike.

Am 6. Oktober 539 v.u.Z. wurde Babylon von König Kyros II. erobert, womit das neubabylonische Reich sein Ende fand. In dieser Ausgabe des Sonntagsrätsels ging es daher um die Spuren der legendären Stadt in der Musik.

1. Frage
Den meisten Musikstücken über Babylon liegt der Psalm 137 aus dem Tanach bzw. dem Alten Testament zugrunde. In ihm wird das Heimweh der im babylonischen Exil befindlichen Juden beschrieben. Im 16. Jahrhundert komponierte der Organist Wolfgang Dachstein auf der Grundlage dieses Verses den Choral "An Wasserflüssen Babylon". Dieser inspirierte viele seiner Kollegen, unter ihnen auch Johann Sebastian Bach, zu eigenen Versionen. Und an welchem Fluss lag Babylon? Zwar ist im Text des Chorals von mehreren Flüssen die Rede, letztlich sind aber alle anderen, wie z.B. der Chabur, nur Nebenflüsse des einen großen Stroms. Er ist auch einer der beiden Flüsse, nach dem das Zweistromland Mesopotamien benannt war. Aus seinem Namen wird gesucht: der sechste von sieben Buchstaben.

A - Euphra

2. Frage
2001 erschien das Lied "By The Rivers Dark", auch hier war Psalm 137 der Ausgangspunkt. Der gesuchte Sänger, Songwriter, Dichter und Maler wurde am 21. September 1934 in Montreal geboren, am 7. November 2016 verstarb er in Los Angeles. Wenn er nicht gerade Frauen wie Marianne oder Suzanne besang, hatten seine Lieder oft einen religiösen Hintergrund. Bitte notieren Sie: aus seinem bekannten Vornamen den vierten oder aus seinem Familiennamen den fünften und letzten Buchstaben.

N - Cohen

3. Frage
Psalm 137 lieferte sogar die Inspiration für einen veritablen Nummer-Eins-Hit: "By The Rivers Of Babylon". Mit ihm führte 1978 die Gruppe Boney M viele europäische Hitparaden an. In der Sendung zu hören war die Originalfassung des Liedes, gespielt von der jamaikanischen Gruppe The Melodians aus dem Jahr 1969. Die zugehörige Frage zielt auf die Glaubensrichtung, die auf Jamaika entstand und nach Haile Selassie benannt ist, dem Herrscher Äthiopiens. Babylon steht in dieser Glaubensrichtung, der viele Reggae-Musiker wie z.B. Bob Marley angehör(t)en, für das personifizierte Böse, analog zur Hure Babylon in der Offenbarung des Johannes. Aus dem Namen dieser Glaubensrichtung bzw. dem Namen ihrer Anhänger wird gesucht: der vierte Buchstabe.

T - Rastafari 

4. Frage
Babylon ist auch ein Synonym für einen verruchten, lasterhaften Ort. Da wundert es nicht, dass "Das neue Babylon" in dem 1929 für die staatliche sowjetische Filmproduktion entstandenen gleichnamigen Film ein Kaufhaus ist. Die Musik zum Film komponierte Dmitri Schostakowitsch. Und in welches Land müssen Sie heute reisen, wenn Sie die Überreste des alten Babylons sehen wollen? Aus dem Namen des Landes soll notiert werden: der erste Buchstabe.

I - Irak  

5. Frage
Wir bleiben beim Film und bei verruchten Orten: In diesem Winter sollen endlich neue Folgen der Serie "Babylon Berlin" ausgestrahlt werden. Wie heißt deren hauptsächlicher Regisseur? Die von ihm mitgegründete Firma X-Filme ist an der Produktion der Serie beteiligt. Geboren wurde der Mann 1965 in Wuppertal, sein berühmtester Film "Lola rennt" spielt ebenfalls in Berlin. Gesucht wird: aus seinem Familiennamen der dritte Buchstabe.

K - Tom Tykwer 

6. Frage
Nicht nur im Reggae auch in anderen Genres der Popmusik hat sich der Begriff "Babylon" für die negativen Seiten des kapitalistischen Wirtschaftssystems etabliert. In diesem Sinne verwendet ihn auch die britische Band Chumbawamba in ihrem Lied "On Ebay". Im Zuge des dritten Golfkrieges wurden viele archäologische Funde aus babylonischer Zeit geplündert und auf dem Schwarzmarkt verkauft – und damit das kulturelle Erbe der Region dezimiert. Archäologische Funde wurden aber auch schon früher gern mal ins Ausland geholt. So kam das berühmte Ischtar-Tor aus der Stadtmauer Babylons schon 1930 nach Berlin. In welchem Museum können Sie es heute bestaunen? Aus seinem Namen notieren Sie bitte: den zweiten Buchstaben.

E - Pergamonmuseum

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