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Zeitfragen | Beitrag vom 26.02.2018

Aufklärungsunterricht an SchulenWas Sexualkunde heute leisten muss

Von Katja Bigalke

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Eine Schülerin sitzt am Freitag in einer Schule in Hannover im Sexualkundeunterricht neben Anschauungsmaterial. (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)
Wann soll der Sexualkundeunterricht beginnen und was kann er leisten? (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)

Pornografie im Netz, Missbrauchsskandale, Debatten über Geschlechtsidentität und Geschlechterrollen: Dass Kinder und Jugendliche sehr früh mit Sexualität konfrontiert werden, stellt Schulen beim Sexualkundeunterricht vor neue Aufgaben.

"Wir möchten ein Spiel mit Ihnen spielen, das heißt Sexsalat. Und um dieses Spiel spielen zu können, brauchen wir Begriffe für bestimmte Körperteile. Ein Körperteil, das überwiegend Jungs und Männer haben."
"Kopf."
"Kopf ist nicht gesucht. Das haben alle Menschen."
"Fällt Ihnen nichts ein?"
"Penis, Penis - wir suchen tatsächlich Penis."

Im Zeitfragen-Podcast hören Sie regelmäßig, wie sich unsere Gesellschaft entwickelt: Welche Trends, Tabus und Einstellungen treiben uns um?

Andreas Gloel schreibt "Penis" auf das Bord. Es hat etwas gedauert, aber langsam werden sie warm: Neun Lehrer und Sozialpädagoginnen, die sich an diesem Nachmittag bei der pro familia Hamburg auf eine sexualpädagogische Projektwoche an ihrer Schule vorbereiten.

"Pimmel. Jawoll."
"Pischermann"

Die Liste wird länger und länger. Dann kommt das Körperteil an die Reihe, das vornehmlich Mädchen und Frauen haben:

"Vagina, das hab ich gesucht. Wie kann man noch sagen?"
"Scheide, Schmuckkästchen …"

Die Sexualpädagogen Anna-Lena Leifermann und Andreas Gloel schreiben ausnahmslos alle Begriffe auf, die ihnen zugerufen werden. Auch Kosenamen sind gefragt. Dann wird diskutiert: Auf welche Begriffe können sich die Pädagogen einigen?

Am Ende sind Penis, Scheide und Schmusibär umkringelt. Das Spiel "Sexsalat" kann losgehen. Die Regeln sind denkbar einfach: Jeder bekommt der Reihe nach einen Begriff zugeteilt.

"Penis, Scheide, Schmusibär ..."

Aus dem Stuhlkreis wird ein Stuhl entfernt. Der, der keinen hat, stellt sich in die Mitte und ruft einen Begriff.

"Wenn ich rufe 'Penis', müssen alle Penisse aufstehen und sich schnell einen neuen Platz suchen. Ich versuche derweil, einen frei gewordenen Platz zu finden."
"So: Penis und Scheide."

Wie weit darf sich die Politik einmischen?

Wie sieht guter Sexualkundeunterricht aus? Die Frage bewegt in Deutschland Lehrer, Eltern und nicht zuletzt Schüler spätestens, seitdem in der Bundesrepublik die Kultusministerkonferenz 1968 erstmals "Empfehlungen zur Sexualerziehung an Schulen" beschloss. Genau zwei Jahre, nachdem in der DDR die interdisziplinäre Forschungsgemeinschaft Sexualpädagogik gegründet wurde. Auch diese mit dem Ziel, Materialien für Schulen zu entwickeln.

Dass der Staat ausgerechnet Ende der 1960er-Jahre auf den Plan gerufen wurde, Eltern bei der Sexualerziehung zu unterstützen, sieht der Sozialpädagogikprofessor Uwe Sielert, der gerade ein Buch über die Geschichte dieser Disziplin geschrieben hat, in der gesellschaftlichen Entwicklung der Zeit begründet:

"Weil die Bevölkerung doch liberaler geworden war. Und in den 60ern kamen dann wesentliche Dinge hinzu. Die Pille z.B. erlaubte, dass auch Lust unabhängig vom Kinderwunsch erlebt werden konnte. Erotik, Sexualität wurden als wichtige Wohlfühlquelle in der Bevölkerung entdeckt. Die Medien entdeckten den Mann und die Frau und den Jugendlichen als sexuelle Wesen. Und der Staat reagierte Anfang der 70er-Jahre dadurch, dass er sich aus dem Geschäft des Vorschreibens einer bestimmten Sittlichkeit herauszog."

Mit der Folge, dass seitdem gestritten wird. Um sexualpädagogische Inhalte und Methoden, um Altersgrenzen und kulturelle Befindlichkeiten, um moralische Vorstellungen und das Recht auf Selbstbestimmung.

Immer wieder werden rechts- oder religiös-konservative Stimmen laut, die den Sexualkundeunterricht am liebsten wieder auf die Biologie und die Lehre der Fortpflanzung reduziert sehen würden.

"Weil wir schlecht finden, wenn sich die Politik einmischt in die Erziehung."
"Wir wollen nicht, dass unsere Kinder vorgeschrieben bekommen, wie sie zu leben haben."

Sexualerziehung als Teil der Allgemeinerziehung

Auf der anderen Seite fordern Minderheiten schon lange ihre Rechte ein, führen Missbrauchsskandale, aber auch Krankheiten dazu, dass sexualpädagogische Inhalte angepasst werden müssen. Auch über den Bio-Unterricht hinaus.

Wer bei der Debatte am Ende das Sagen hat – Schule oder Eltern - hat das Bundesverfassungsgericht 1977 nach vielen Klagen in einem Urteil festgelegt:

"Gemäß Art. 6 Abs. 2 GG haben Eltern das Recht, die Erziehung ihrer Kinder nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten."

Aber …

"Der deutsche Rechtsstaat darf gemäß Art. 7 Abs. 1 GG eigene Erziehungsziele verfolgen."

Und …

"Die Sexualität weist bekanntlich vielfache gesellschaftliche Bezüge auf. Sexualverhalten ist ein mächtiger Teil des Allgemeinverhaltens. Deshalb kann es dem Staat auch nicht verwehrt sein, Sexualerziehung als wichtigen Bestandteil der Allgemeinerziehung von jungen Menschen auf seinem Staatsgebiet zu betrachten."

"Schule und Eltern sollen gemeinsam Sexualerziehung machen und den Dialog zwischen den verschiedenen Moralen fördern. Dieses Ringen um ein persönlich verantwortetes Leben sollte in der Schule stattfinden. Die Lehrkräfte durften auf keinen Fall eine bestimmte Moral indoktrinieren."

Der Staat hat einen Auftrag zur sexuellen Erziehung. Nur, wie soll der konkret aussehen, in einer Gesellschaft, die sich stetig verändert? In der das Mutter-Vater-Kind-Modell zum Beispiel an Bedeutung abnimmt. In der immer mehr Kinder mit nur einem Elternteil aufwachsen und die Zahl gleichgeschlechtlicher Paare wächst. Auch derer, die zusammen Kinder großziehen.

Eine Gesellschaft, in der ein "drittes Geschlecht" ins Geburtenregister übernommen wurde. In der Jugendliche im Schnitt mit 14 Jahren Pornos im Netz entdecken. Wie wird das im Schulunterricht berücksichtigt? Und wann? Auch hier gibt es Meinungsverschiedenheiten unter den Beteiligten.

Lehrerin Ilka Matthies erklärt den Einsatz von Verhütungsmitteln. (imago stock&people)Wie funktionieren Verhütungsmittel? Im Sexualkundeunterricht wird es Kindern erklärt. (imago stock&people)

In der Schule geht es oft nur um Fortpflanzung

Schüler beklagen häufig, dass sexuelle Bildung in ihrer Schullaufbahn generell viel zu kurz komme. So auch Franz Kloth, Sprecher des Landesschülerausschusses Berlin:

"Wir haben große Defizite vor allem durch den Unterrichtsausfall, dass dieser Block Sexualunterricht in Bio zum Beispiel ausfällt. Das kann ich bei mir persönlich sagen, ich hatte das nur einmal sehr kurz in der Sechsten angeschnitten, und man ist da nicht ins Detail gegangen. Man lernt dann, wie die Fortpflanzung abläuft, aber es geht auch nicht in den richtigen Lebensaspekt mit rein."

Laut einer Umfrage des Forschungsinstituts YouGov sind dagegen 67 Prozent der Gesamtbevölkerung gegen einen Sexualkundeunterricht, der in der Grundschule beginnt. Und bei Lehrkräften scheint das Thema auch nicht unbedingt hoch auf der Beliebtheitsskala zu rangieren. Das legt jedenfalls eine kleine Studie nahe, die Uwe Sielert in Schleswig-Holstein durchgeführt hat.

"Es sind viele Voraussetzungen da, die die Lehrkräfte dann eher sagen lassen, das sollen mal die Spezialisten machen, wir machen das lieber nicht. Und wir fürchten auch, dass, wenn wir mal Falsches sagen und die erzählen das zu Hause, dann kommen die Eltern. Und da ist zufälligerweise ein Rechtsanwalt dabei, das wollen wir nicht. Da haben wir andere Themen, die wir lieber vermitteln.

Hier in Schleswig-Holstein haben die Lehrkräfte in den Grundschulen überwiegend gesagt: Natürlich, über Deichbau unterrichten wir lieber als über Sexualität."

Jedes Bundesland setzt eigene Akzente

Repräsentative Studien zur sexuellen Erziehung an Schulen gibt es nicht. Die einzelnen Bundesländer setzen beim Thema andere Akzente. Schulen gestalten den Unterricht selbständig. Da bleibt allein der Blick auf die Rahmenlehrpläne.

"Die Lernenden erwerben Wissen über den menschlichen Körper und seine Funktionen, zur Sexualität und Fortpflanzung."

So steht es zum Beispiel im Rahmenlehrplan von Berlin. Und so ähnlich wird das Vermitteln des Grundwissens über den menschlichen Körper und die Fortpflanzung tatsächlich in allen Bundesländern für die Grundschule formuliert.

Unterschiede gibt es hingegen beim Thema sexuelle Vielfalt. In Bayern zum Beispiel kommt das Thema Geschlechtsidentität erst in der achten Klasse dran. In Hamburg sollen Geschlechterrollen und verschiedene Lebensformen dagegen schon in der Grundschule aufgegriffen werden.

Beate Proll, die am Hamburger Landesinstitut für Lehrerfortbildung und Schulentwicklung den Arbeitsbereich Sexualerziehung und Gender leitet, hat deswegen auch immer mal wieder mit Eltern zu tun, die das gerne ändern würden.

"Wir haben einmal die Gruppe von Eltern, die aus Unwissenheit Vorstellungen zur schulischen Sexualerziehung haben, die definitiv nicht zutreffen. Es gibt aber auch diese Gruppe von Eltern, die entweder aus religiösen oder politischer Orientierungen sagen, ich habe die Befürchtung, dass durch Unterrichtsinhalte lesbische, schwule, transgeschlechtliche Lebensweisen befördert werden. Was natürlich mit dem Blickwinkel psychosoziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen nicht stimmt. Im Hamburgischen Schulgesetz ist festgehalten, dass Sorgeberechtige vor Beginn der Sexualerziehung zu informieren sind. Ich kann es mit ‘nem Brief machen oder auf dem Elternabend platzieren. Dann ist es aber nicht so, dass abgestimmt wird: Thema Familie ja, Regenbogen nein. Das natürlich nicht."

"Jede Revolution greift nach den Kindern, um sie zu einem neuen Menschen zu formen. Heute sind wir einer sexuellen Revolution unterworfen, die von den Machteliten und den Medien durchgesetzt wird."

"Lasst die Kinder Kinder sein" - eine Demonstration gegen den Sexualkundeunterricht an Grundschulen (picture alliance / dpa)"Lasst die Kinder Kinder sein" - eine Demonstration gegen den Sexualkundeunterricht an Grundschulen (picture alliance / dpa)

Streitpunkt Intersexualität

Laut protestierten Sexualaufklärungsgegner auch gegen einen Bildungsplan, der 2014 in Baden-Württemberg an die Öffentlichkeit geriet. Auch hier ging es um sexuelle Vielfalt als Bestandteil der Sexualerziehung. Der Bildungsplan wurde im Zuge der Debatte moderat angepasst. Aber "Vielfalt als Normalität" wird auch hier an Schulen weiterhin vermittelt. Und darauf haben Schüler auch Anspruch, sagt Franz Kloth:

"Dass man auch über Intersexualität spricht, über Homosexualität detaillierter, über den Begriff soziales und biologisches Geschlecht. Es geht einfach darum, dass das Thema auch im Deutschunterricht angesprochen wird, dass man in Texten nicht nur immer den männlichen Namen nennt, sondern mit einem Bindestrich arbeitet oder dem sogenannten Gendergap."

Den Punkt mit dem Gendergap nimmt auch Agnieszka Malach vom Berliner Lesben- und Schwulen-Verband sehr ernst, wenn sie Klassen für den Projektkurs "sexuelle Vielfalt" besucht.

Die Jugendlichen dieser neunten Klasse der Kurt-Schwitters-Sekundarschule in Berlin nennt sie ganz bewusst Schüler*innen. Die sitzen in einem Stuhlkreis rund um die junge Frau, die jetzt drei Stunden Zeit hat, vermeintliche Vorurteile abzubauen. Sie spricht über sexuelle Orientierungen, Regenbogenfamilien, das Coming Out.

Agnieszka Malach will mit dazu beitragen, an Schulen eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich jeder wiederfinden kann. Dazu gehört ihrer Ansicht nach auch, Klischees erst mal zu thematisieren.

"Bei Schwulen ist es zum Beispiel so: Alle Schwulen sprechen erstmal so: hähhh."
"Kleidung so was wie eher bunte Farben."
"Schwul oder lesbisch – Kleidung bunt, eng."
"Bei lesbisch: Es gib so ein Manns-Weib-Klischee. Es gibt doch so was wie Kampflesbe."
"Was stellst du dir vor?"
"Männliches Auftreten, tiefe Stimme."
"Ich würde sagen: tuntiges Verhalten. Ein bisschen mädchenhaft, aber übertrieben."

Klischees sind nach wie vor sehr verbreitet

Viele Klischees stehen am Ende an der Tafel. Danach folgt das Foto-Ratespiel, in dem Frauen und Männer den genannten Attributen zugeordnet werden sollen – lesbisch, schwul oder hetero? Es stellt sich heraus, dass die Zuordnungen nicht greifen. Das überrascht allerdings kaum einen der Anwesenden.

Agnieszka Malach hat es nicht schwer mit dieser neunten Klasse. Das ist nicht immer so, sagt sie:

"Ich gehe auch in Klassen, wo es sehr menschenfeindlich ist, gerade auch gegenüber Homosexualität. Wo nicht so differenziert darüber gesprochen wird. Und auch so 'ne Auffassung von: Ist ja auch ok, wenn die das machen, aber wenn es in meiner Familie wäre, wäre es das größte Drama der Welt."

Eine Einschätzung, die auch die beiden Sozialpädagogen dieses Gymnasiums im Berliner Wedding von ihren Schülerinnen und Schülern kennen. Der Migrationsanteil liegt hier bei 98 Prozent. Die meisten Kinder und Jugendlichen sind Muslime.

"Schwule und Lesben – die werden nicht so akzeptiert. Das ist wiederum eine religiöse und auch kulturelle Sache. Die kommen damit in dem Sinne nicht klar. Sie sagen: ja, ja, ja. Wenn man das Thema dann aber aufmacht, merkt man sofort diese Blockaden: nein, nein, nein."

Sehr beliebt seien bei den Schülern die Tage, an denen in der achten und zehnten Klasse eine Ärztin und ein Sexualpädagoge in die Schule kommen, und nach Geschlechtern getrennt Fragen zu Sexualität und Körperentwicklung beantworten. Das bestätigen auch diese Zehntklässler.

"Meine Fragen wurden alle beantwortet im Workshop. Zum Beispiel ob die Penislänge eine Rolle spielt bei der Frau sozusagen."

"Wir haben hauptsächlich Fragen über Schwangerschaft geredet, was passiert während der Schwangerschaft und ob es ‘ne Spritze gibt."

"Was ich toll finde, dass Fragen beantwortet wurden, die ich mir noch nie gestellt habe. Viele denken ja, dass, wenn man beim Sex den Schwanz rauszieht, dass man nicht schwanger werden kann, aber das stimmt nicht."

Aufklärung ist zuhause oft kein Thema

Froh, in der Schule Fragen stellen zu dürfen. Auch weil die Rolle der Eltern bei Aufklärung und Verhütungsberatung abnimmt. Im Vergleich zum Jahr 2005, wo noch 60 bis 70 Prozent der Mädchen und Jungen zuhause zur Verhütung beraten wurden, sind es laut der jüngsten Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung heute nur noch 51 bis 63 Prozent.

Bei Familien mit Migrationshintergrund liegt dieser Schnitt noch deutlich darunter: zwischen 36 bis 41 Prozent.

"Zu Hause war das gar nicht ein Thema bei uns."

"Ich versuche generell, das Thema Sexualität zuhause rauszuhalten, weil, wenn man einmal darüber geredet hat, ist das Verhältnis ein bisschen seltsam."

"Ich glaube, meine Mutter ist schon ganz froh darüber, dass mir eine Expertin erklärt hat, was da so läuft und sie das nicht selbst machen musste."

Mann geht auf einem Drahtseil zwischen männlichem und weiblichem Geschlechtssymbol PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xGaryxWatersx  Man is on a Wire rope between male and female  PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright xGaryxWatersx   (imago stock&people)Manche Eltern sind froh, dass die Lehrer die Sexualerziehung übernehmen. (imago stock&people)

Eine sechste Klasse der Stadtteilschule Wilhelmsburg in Hamburg. Die Projektwoche, auf die sich die Lehrer vor zwei Wochen bei pro Familia vorbereitet haben, ist fortgeschritten. Nach dem ersten Tag "Mein Körper verändert sich", dem zweiten "Meine Gefühle spielen verrückt" steht heute "Verhütung und Sex" auf dem Programm. Und es soll die Übung stattfinden, die wohl jeder Schüler in Deutschland irgendwann mal mitmacht: Kondome über Holzpenisse ziehen. Das passiert aber nicht sofort.

"Ich habe schon mal ein Kondom aufgeblasen unter Einsatz meines Lungenvolumens. Das dort oben eine Spitze ist. Wofür ist das? Für die Spermien. Ist auch dünner als beim Luftballon. Warum ist das denn dünner? Weil man sich ja dabei bewegt, wenn man Spaß haben will. Es liegt also am Spaß-haben-Faktor. Warum? Weil man mehr merkt. Ahh."

"Um das Kondom ein bisschen besser kennen zu lernen, machen wir ein paar Spiele. Ihr baut jetzt wie bei der Reise nach Jerusalem, Stuhlreihen auf ..."

Mit Unterstützung des Sozialpädagogen Musa Erdogan teilt Lehrerin Franziska Zeeck die Klasse in zwei Gruppen. Die setzen sich in zwei Stuhlreihen gegenüber. Jede Gruppe bekommt ein aufgeblasenes Kondom ausgehändigt.

"Folgendes Spiel jetzt: Ihr müsst jetzt einmal das Kondom vorne langgeben, ohne dass es kaputtgeht und hinten wieder zurück. Auf die Plätze fertig los!"

Üben am Plastikpenis

Vorsichtig reichen die Kinder das aufgeblasene Kondom weiter. Einmal vor dem Körper, dann hinter dem Rücken wieder zurück. Die Gruppe, bei der das Kondom zuerst vorne ankommt, hat gewonnen. Nach drei Runden sind jegliche Berührungsängste mit dem beschichteten Ballon verloren. Auch die Aufregung hat sich gelegt.

Franziska Zeeck redet jetzt mit den Schülern über Kosten, Haltbarkeit, Sicherheitsprüfung. Dann kommt die Gebrauchsanweisung:

"Wer liest vor?"

Es folgt die Übung mit dem Holz bzw. Plastikpenis.

"Halten Sie das Reservoir so mit Daumen fest, ziehen sie das über den steifen Penis. Der sieht nicht so steif aus, dann runter rollen so."

Die Kommunikation zwischen Schülern, Erdogan und Zeeck ist offen und zugewandt. Alle respektieren die Regeln, die vorn an der Tafel stehen: Fragen stellen erlaubt, Lachen erlaubt, Auslachen verboten: Neugierig machen sich die Schüler in Zweiergruppen daran, selbst die Kondome über die Penis-Modelle zu ziehen. Die Projektwoche "Ich werde erwachsen" weckt sichtbar Interesse.

"Das war ganz spannend, war erst ein bisschen eklig. Aber ist spannend, ich mag’s."

"Das war sehr aufregend. Man hat sehr viele Sachen dazu gelernt. Das hat auch Spaß gemacht. Das ist wirklich auch gut, wenn du älter bist, dann weißt du alles schon über Sex andere Sachen."

"In der Klasse haben wir auch alle gelacht. Wir vertrauen uns mehr und trauen uns auch mehr, auch die Wörter zu sagen als früher."

Auch die Lehrer, die die sechsten Klassen der Stadtteilschule Wilhelmsburg durch die Themenschwerpunktwoche leiten, sind zufrieden mit der Entwicklung.

Elf- und Zwölfjährige wollen so viel wissen, meint Sybille Neuenroth, und fischt ein paar Zettel aus der anonymen Fragenbox, die sie in ihrer Klasse aufgestellt hat.

"Ganz häufig kam die Frage, ob es wehtut, wenn der Penis in die Vagina eindringt. Und das erste Mal: Wie das ist, wie es sich anfühlt. Dann auch ganz viel zur Regelblutung, ob man ‘nen o.b. nimmt oder 'ne Binde. Ob nen o.b. entjungfert. Wie es funktioniert? Warum stöhnen manche beim Sex? Warum höre ich meinen Nachbarn, der brüllt wie ein Gorilla? Warum ist das so? Da waren sehr witzige Fragen. Ob es nicht peinlich ist, wenn man nackt Sex macht. Also ob man sich ausziehen muss zum Sex machen? Oder auch ganz einfach: Wie fühlt sich Küssen an?"

Intime Fragen verändern die Klassengemeinschaft

Kindern eine Sprache für sich, ihren Körper und ihre Gefühle geben. Sie vorbereiten auf die Veränderungen in der Pubertät. Das ist der Anspruch der Lehrer an der Stadtteilschule Wilhelmsburg:

"Dass meine Schüler und Schülerinnen selbstbestimmt durchs Leben gehen können und nicht durch verfrühte Schwangerschaften, weil sie nicht genau wussten, dass man schwanger werden kann – das sollte einem nicht im Weg stehen. Also wir sind ja in einem Stadtteil, der ein bisschen schwierig ist, aufgrund von kulturellen und religiösen Umständen. Und ich finde ich es wichtig, dass es vor allem die Mädchen das selbst entscheiden können. Und nur, wer Bescheid weiß, kann sich eine Meinung bilden."

Studie: ugendliche achten heute beim Sex mehr auf Verhütung als vorherige Generationen. (picture alliance/dpa/Rolf Kremming)Studie: Jugendliche achten heute beim Sex mehr auf Verhütung als vorherige Generationen. (picture alliance/dpa/Rolf Kremming)

Und nur wer eine Meinung hat und offen reden kann, kann auch Wünsche formulieren und Grenzen setzen. So verändert eine solche Projektwoche mitunter auch das Klima in den Klassen.

"Mein Eindruck ist, dass der Umgang untereinander sich verbessert hat. Wir haben ein intimes Thema angesprochen und haben gelernt, miteinander darüber zu sprechen. Wir haben einander vertraut, intime Fragen zu stellen. Mein Eindruck ist, dass das auf jeden Fall förderlich war für die Klassengemeinschaft."

Ziel erfüllt? Andreas Gloel und Anna-Lena Leifermann, die beiden Sexualpädagogen von pro familia Hamburg würden das wohl mit "Ja" beantworten.

"Das, was wir verfolgen, würde ich sagen, ist den Lehrer*innen mitgeben, dass es eine gute Gefühlswoche sein soll, dass alle sich wohl fühlen. Und ‘ne gute Stimmung ist Grundvoraussetzung dafür, dass Menschen, wenn sie denn mögen, ‘ne Offenheit dafür haben können, zum Thema Sexualität alles zu fragen oder sich Hilfe zu holen oder ihre Anliegen zu äußern. Ein Ziel ist aber auch, sich auf eine Sprache demokratisch zu einigen. Und dann gibt es ja auch die Wissensvermittlung."

Nur, welches Wissen ist für die Jugendlichen relevant? Laut einer Studie zur Jugendsexualität der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben 46 der Mädchen ihre erste Periode mit elf oder zwölf Jahren. 34 Prozent der Jungen erleben in dieser Alterspanne ihren ersten Samenerguss.

Die Mehrheit der Jugendlichen ist 17 Jahre alt und älter beim ersten Sex, aber auch 6 Prozent geben an, bereits mit 14 ihren ersten Geschlechtsverkehr gehabt zu haben.

Auffällig ist, dass immer mehr Jugendliche Probleme haben, ihren Körper zu akzeptieren. Ein Viertel der 14- bis 17-jährigen Mädchen empfindet sich als "zu dick" - jeder fünfte Junge bezeichnet sein Aussehen als mangelhaft.

Und ein weiterer wichtiger Punkt in Zeiten von #MeToo: Eine von fünf jungen Frauen zwischen 14 und 25 berichtet, sich bereits einmal gegen unerwünschte sexuelle Annäherungen zur Wehr gesetzt haben zu müssen. Der klassische Aufklärungsunterricht, in dem die Biologie, Verhütungsmittel und übertragbare Krankheiten im Vordergrund stehen, kann hier einiges ausrichten, aber nicht alles.

"Es ist wunderbar, wenn ich ganz viel über Verhütungsmittel z.B. Bescheid weiß. Wenn ich aber nie gelernt hab, z.B. mit einem Partner oder Partnerin in Kommunikation oder Konflikt zu gehen: Wie wollen wir denn jetzt verhüten, dann kann es auch passieren, dass am Ende gar nicht verhütet wird, weil nicht drüber gesprochen wird. Und das Problem fängt von klein auf an: Dass Kinder schon, wenn sie gewaschen werden, als Säuglinge lernen, dass über gewisse Körperteile, über den Penis, über die Vulva nicht gesprochen wird.

Wir sind davon überzeugt, dass, je mehr Kinder in der Kita oder in der Grundschule die Möglichkeit haben, ‘ne natürliche und altersgerechte Sexualentwicklung zu erfahren, desto eher fällt es auch auf, wenn Dinge nicht okay sind. Je entspannter der kommunikative Umgang in der Einrichtung ist, in der ich als Kind bin, desto leichter fällt es mir, nein zu sagen oder, wenn das nicht klappt, mir danach Hilfe zu holen."

Aufklärung auch in Ethik, Deutsch oder Geschichte?

Für die beiden Sexualpädagogen macht es daher absolut Sinn, Aufklärung fächerübergreifend anzugehen, so wie es die meisten Bundesländer auch vorsehen. Geht es nach den Lehrplänen, ist die sexuelle Erziehung jedenfalls längst nicht mehr allein Sache der Biologielehrer, sondern soll beispielsweise auch in Ethik, Deutsch oder Geschichte stattfinden.

Allerdings gibt es Themen, bei denen sich viele Lehrer selbst nicht sicher fühlen. Trans- oder Intersexualität zum Beispiel – oder Pornografie, das große Aufregerthema.

"Das macht eine große Unsicherheit bei Erwachsenen: Was passiert da? Ich will das kontrollieren, ich will wissen, was die gucken, wie lange, wie brutal ist das. Da ist Pornografie ein Teil von vielen Unsicherheiten - bei Erwachsenen und so auch bei Lehrkräften."

Andreas Gloel und Anna-Lena Leifermann, die als ausgebildete Sexualpädagogen täglich mit intimsten Fragen zu tun haben, raten hier zu mehr Gelassenheit: Niemand sollte auf Fragen antworten, auf die er nicht antworten will oder kann. Und beim Thema Pornografie ginge es am Ende um dieselben Themen, die auch sonst relevant seien:

"Verhütung spielt in Pornografie eine Rolle, nämlich weil da nicht verhütet wird. Und wenn Jugendliche über Verhütungsmittel Bescheid wissen, dann werden sie das, was sie in Pornos sehen, kritischer betrachten. Das Thema Geschlechterrollen war immer schon groß und wichtig. Das ist kein neues Phänomen. Pornografie hat den Sexismus nicht erfunden."

Finger auf Computertastatur mit einer Porno-Taste (imago / Christian Ohde)Finger auf Computertastatur mit einer Porno-Taste (imago / Christian Ohde)

Und trotzdem fühlen sich längst nicht alle Lehrerinnen und Lehrer berufen, den Auftrag der sexuellen Erziehung über die Gefahrenabwehr hinaus umzusetzen.

"Deswegen ist unsere Fortbildung auch sehr beliebt. Und Lehrkräfte kommen hier her und sind oft sehr dankbar, dass sie das machen durften."

So auch die Lehrer der Stadtteilschule Wilhelmsburg:

"Ich hab die Fächer Mathe und Sport studiert, und da werden wir nicht auf Sexualkunde vorbereitet."

"Also an der Uni haben ich gar nichts zu dem Thema gemacht."

"Mir hat das jetzt geholfen, dass wir bei pro familia waren, dann spielen auch die eigenen Erfahrungen eine Rolle, wie man den Schülern gegenübertritt. Dafür muss man vielleicht auch erstmal mit sich im Reinen sein, als Lehrer."

Viele Lehrerinnen und Lehrer sind nur ungenügend vorbereitet

Dass Lehrer auf die fächerübergreifende Aufgabe der sexuellen Erziehung in Deutschland nur ungenügend vorbereitet werden, sieht auch Professor Uwe Sielert von der Christian-Albrechts-Universität in Kiel so, einem der fünf Standorte, an denen in Deutschland als Reaktion auf Missbrauchsvorfälle an Internaten und Schulen eine Juniorprofessur für Sexualpädagogik eingerichtet wurde.

"Die haben auch schon eine Reihe von Lehrkräften ausgebildet. Aber das ist immer noch recht wenig. Meine letzte Information war von NRW z.B., dass bei den elf Lehrer-ausbildenden Hochschulen insgesamt in einem Semester nur 15 Veranstaltungen angeboten werden, die tatsächlich Sexualerziehung in der Schule in didaktischem Sinne hilfreich für die Lehrkräfte anbieten. Und das ist angesichts der Masse an auszubildenden Lehrkräften nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Also beim Thema Inklusion haben die Landesparlamente mehrheitlich beschlossen, dass das ein Pflichtthema für die Lehrerausbildung werden muss. Aber zur Sexualerziehung ist das noch nicht passiert."

Dabei sei der Bedarf groß. Nicht nur seien die Lehrveranstaltungen zum Thema regelmäßig völlig überlaufen. Auch Kinder forderten ihr Recht auf sexuelle Bildung durchaus ein:

"Ich habe eine Studie zur Sexualerziehung in Grundschulen in Schleswig Holstein gemacht. Und da sagen interessanterweise die befragten Lehrkräfte zu 75 Prozent, die Kinder wissen sehr viel, schnappen ‘ne Menge auf in den Medien und bei den Eltern. Und 50 Prozent der Lehrkräfte kriegen mit, die Kinder erzählen von mehr, als sie tatsächlich brauchen oder verarbeiten können. Also sie brauchen eine Einordnung in der Schule und auch schon in der Grundschule.

Und auch 75 Prozent der Lehrkräfte erleben ihre Kinder als sexuelle Wesen, dass die flirten, dass die auch möglicherweise mal über die Grenzen hinweggehen und auch schon leicht Formen von sexueller Übergriffigkeit praktizieren. Da muss was gemacht werden. Aber 80 Prozent haben gesagt, sie hätten dazu in der Lehrerausbildung nichts zu gehört."

Spezielle Schulungen bieten in allen Bundesländern auch die Schul-Landesinstitute. Beate Proll, die in Hamburg für den Arbeitsbereich Sexualerziehung und Gender zuständig ist, meint, das funktioniere in Kooperation mit den freien Trägern auch ganz gut. Gerade in der zweiten Ausbildungsphase, das frühere Referendariat, würden sexualpädagogische Angebote gern angenommen.

"Wir haben ab und an Fortbildungen zum Thema Geschlechteridentitäten. Das ist für uns auch wirklich ein Feld, wo wir sagen, da sind Wissenslücken. Wir machen das aber häufiger eher aufgrund konkreter Situationen in den Schulen."

Unterrichtsmaterialien, die sie den Lehrern zur Verfügung stellen kann, hat Beate Proll auch zur Genüge. Und zwar für alle Altersgruppen ab dem Kindergartenalter. Die Materialien würden auch immer wieder überprüft. 2014 zum Beispiel sorgten Berichte für Aufregung, dass Schulen angeblich ein Buch empfohlen werde, das vorschlägt 15-Jährige einen "Puff für alle" konzipieren zu lassen. Dass diese Übung – eine unter vielen anderen - an keiner Schule durchgeführt wurde, ging in der Aufregung unter.

Laut einer Recherche des Magazin CORRECTIV stand das Buch am Ende auch nur in einem Bundesland auf der Literaturliste, wurde dann aber heruntergenommen.

"Es kann natürlich durchaus so sein, dass man bestimmte Positionen, die man vor zehn Jahren zu einem Themenfeld gefunden hat, dass man da auch noch mal wieder Änderungen vornehmen muss. Solche kritischen Stimmen würde ich für mich schon als Prüfvorschlag verstehen: Also zu sagen: Ist das, was man vorschlägt, altersgerecht, ist es orientiert an den Fragen der Kinder und Jugendlichen?

Also wir haben das Beispiel, dass in den 60er- und Anfang 70er-Jahren an Schulen mit dem Fotomaterial 'zeig mal' gearbeitet wurde, wo nackte Erwachsene mit nackten Kindern auf Fotos abgebildet sind. Da würde man heute sagen mit dem Wissen um Pädosexualität – das ist ein NoGo, mit so einem Material zu arbeiten."

Wie sexuelle Erziehung aussehen soll, das sei über die 50 Jahre, seitdem diese an Schulen verankert sei, immer wieder anders beantwortet worden, meint Proll. Das sei auch normal. Aber wenn heute mehr Jugendliche als jemals zuvor von sich behaupten, sie fühlten sich gut aufgeklärt, dann zeige das auch, dass die Situation gar nicht so schlecht sei.

"Wir haben ja durchaus ‘ne Phase in der sexuellen Bildung gehabt, wo genau diese Haltung war zu sagen: Es sollte keine Tabus geben. Oder der Begriff der Scham beispielsweise, zu sagen, das ist etwas, was abgebaut werden muss. Da hat sich das ja sehr entspannt. Und zu sagen, es geht eher darum zu sagen, das kann sehr unterschiedlich sein für die einzelne Person.

Und entscheidend ist, dass es einvernehmlich ist, dass es Verständigungsmöglichkeiten gibt. Alles, was man um die MeToo-Debatte auch noch mal wieder auflegt. Also so was ist zentral. Und was uns die Zahlen sagen, zum ersten heterosexuellen Geschlechtsverkehr in Deutschland - im Durchschnitt: dass da Jugendliche inzwischen echt entspannter sind und sagen, sie kriegen nun nicht die Krise, wenn sie mit 14 Jahren noch nicht ihren ersten Geschlechtsverkehr hatten."

Projektwochen zum Thema sexuelle Bildung sind immer noch die Ausnahme

Entspannt ist der Umgang mit dem Thema nach der Projektwoche "Ich werde erwachsen" auf jeden Fall an der Stadtteilschule Wilhelmsburg. Am letzten Tag findet ein Quiz in der von Sechstklässlern vollbesetzten Aula statt. Schüler treten gegen Lehrer an. Die Mitarbeiter von pro familia fungieren als Showmaster.

"Die Frage lautet: Wie lang muss ein steifer Penis sein? Es gibt vier Antworten. Eine ist richtig: Keine Mindestlänge; mindestens 16,4 Zentimeter; so lang wie eine Hand; die Länge ist egal, aber mindestens fünf Zentimeter."

Die Frage geht an die Schüler. Und:

"Es gibt keine Mindestlänge! Das ist richtig."

Eine Stunde dauert das Quiz, bei dem etwa das Abrollen eines Kondoms angeleitet, die körperlichen Veränderungen der Pubertät benannt oder zwei Beispiele für sexuelle Belästigung genannt werden sollen.

Veranstaltungen an Schulen, die gleichermaßen viel Begeisterung auslösen, wird man suchen müssen. Solche Projektwochen zum Thema sexuelle Bildung sind in Deutschland nach wie vor alles andere als die Regel.  

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