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Kulturnachrichten

Samstag, 26. Dezember 2020

Auf welche Kinofilme wir uns freuen können

Wieder und mehr ins Kino gehen, das gehört bei vielen Menschen sicher zu den guten Vorsätzen für das neue Jahr. Falls sich das Leben in den nächsten Monaten normalisiert und Kinos wieder öffnen sollten, gibt es jede Menge Filme, auf die wir uns freuen können. Dazu gehört der jüngste "James Bond", der nach mehrfacher Verschiebung derzeit für den April angekündigt ist. Andere Kino-Highlights des Jahres 2021 sind unter anderen die deutschen Produktionen "Catweazle" mit Otto Walkes, Katja Riemann und Julius Weckauf ("Der Junge muss an die frische Luft") sowie "Der Boandlkramer und die ewige Liebe" mit Hape Kerkeling und Michael "Bully" Herbig. Außerdem - um nur einige zu nennen - der Gewinner-Film vom Filmfest in Venedig "Nomadland", eine Steven Spielberg Neuverfilmung von "West-Side-Story" und "Black Widow" mit Scarlett Johansson als Marvel Heldin.

Stille Weihnachten in aller Welt

Die Corona-Pandemie hat Menschen in aller Welt ein weitgehend isoliertes Fest und der katholischen Kirche Gottesdienste quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit beschert. Viele Weihnachtsbotschaften gingen auf die ungewöhnliche Lage ein - sie enthielten Trost, riefen aber gleichzeitig zur Solidarität auf. Papst Franziskus unterstrich in seiner per Video übertragenen Weihnachtsbotschaft die Notwendigkeit der "Geschwisterlichkeit". Diese müsse über die Familie, die eigene Volksgruppe, Religion oder Kultur hinausgehen und auch "in den Beziehungen zwischen Völkern und Nationen" gelten, mahnte das 84-jährige Oberhaupt der rund 1,3 Milliarden Katholiken. Er forderte zudem einen freien Zugang für jeden zu den neuen Impfstoffen. Anschließend spendete das katholische Kirchenoberhaupt von der Benediktionsaula des Petersdoms aus und ohne die sonst zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz den feierlichen Papstsegen "Urbi et Orbi" ("Der Stadt und dem Erdkreis").

Antiker Schnellimbiss in Pompeji ausgegraben

In Pompeji ist ein antiker Schnellimbiss komplett ausgegraben und der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Fotos von der Vorderseite der Theke zeigen Motive mit Tieren und mythologische Gestalten. Die kräftigen Farben sind bestens erhalten. Die Abbildungen weisen wohl auf das damalige Speiseangebot hin: ein Hahn, zwei Stockenten, Schafe, Ziegen. In den 2.000 Jahre alten Amphoren des sogenannten Thermopoliums fanden die Archäologen Knochen von Enten, Schweinen und Ziegen sowie Reste von Fisch und Weinbergschnecken. In den Imbiss-Räumen fanden sie zudem eine bronzene Trinkschale, zwei Glasfläschchen sowie ein kugelförmiges Kochgefäß aus Ton. Inzwischen sind im antiken Pompeji etwa 80 solcher Thermopolium-Imbissstände bekannt. Das antike Pompeji wurde 79 n. Chr. bei Ausbruch des Vesuv verschüttet.

Papst bedankt sich für Weihnachtsgrüße

Per Twitter hat sich Papst Franziskus für die an ihn adressierten Grüße und Wünsche zu Weihnachten bedankt. "Da es mir nicht möglich ist, einem jeden zu antworten, spreche ich allen meinen Dank aus - besonders für das Geschenk des Gebets, das ich gerne erwidere", heißt es im Tweet des Kirchenoberhauptes. Nahezu jede seiner Ansprachen beendet Franziskus mit der Bitte, für ihn in seinem Amt zu beten.

Parzinger für Digitale Entwicklung der Museen

Nach dem Ende der Corona-Krise sollten Kultureinrichtungen ihre digitalen Fortschritte bewahren, sagte der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, der Deutschen Presse-Agentur. Und weiter: "Hier sind neue Aufgaben entstanden, und jeder hat das Potenzial gesehen, das ist zudem eine enorme Werbung für Museen." So gebe es auf Instagram digitale Führungen von Kuratorinnen und Kuratoren durch ihre Museen und Ausstellungen, oft nur mit einem Smartphone gefilmt. "Das war enorm erfolgreich und hat insbesondere ein junges Publikum erreicht." Nun will Parzinger die Fortschritte sichern. Digitale Angebote könnten jedoch nie die Aura des Originals ersetzen. Museen würden deshalb immer attraktiv bleiben.

Neuer Kulturminister-Chef zu Corona-Folgen

Berlins Kultursenator Klaus Lederer fürchtet grundlegende Folgen für die Kulturszene nach der Corona-Krise. Der Linken-Politiker, der ab Januar der Kulturministerkonferenz der Länder vorsitzen wird, geht von Abwehrkämpfen bei der Frage über die Kosten der Pandemie aus. Der Deutschen Presse-Agentur sagte Lederer: "Es wird Auseinandersetzungen um die knapper werdenden Haushaltsmittel geben". Er plädierte für eine umfassende Diskussion, etwa über "eine beherzte Besteuerung großer Vermögen" oder eine "ernstzunehmende Erbschaftssteuer". Lederer zufolge zeigt die Pandemie, dass in einer solchen Situation Freiberufler und Selbstständige im Grunde sozial völlig schutzlos dastehen. Das werde vermutlich auch dazu führen, dass einzelne Künstler in einen sozial abgesicherten Bereich wechselten. Die mögliche Folge: eine Verarmung im Kultursektor, denn "Kultur, Kunst und Künstler sind etwas Kollaboratives".

Grütters warnt Kommunen vor Kultur-Einsparungen

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat die Kommunen davor gewarnt, ihre Haushalte nach der Corona-Krise auf Kosten der Kultur zu sanieren. Als Beispiele nannte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur Theater und Museen, die meist städtische Einrichtungen seien. Grütters betonte, die Kommunen seien an anderer Stelle mit mehreren Milliarden entlastet worden. Zudem helfe der Bund ihnen, nicht-staatliche Einrichtungen wie Kinos, Buchhandlungen, Galerien, Festivals und Privattheater zu finanzieren. Deshalb könne man "mit Fug und Recht erwarten", dass die Kommunen beim Kassensturz nicht ausgerechnet die Kultur bluten ließen. Nach ersten negativen Signalen etwa aus München, wo drastische Einsparungen im Kulturhaushalt anstehen, hofft Grütters, dass nicht noch andere Kommunen folgen.

GEW fordert frühere Ansage zum Schulbetrieb

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert rasche Klarheit darüber, wie es ab dem 10. Januar an den Schulen weitergeht. Es sei abzusehen, dass die Lockdown-Maßnahmen verlängert werden müssten, sagte Gewerkschafts-Chefin Marlis Tepe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Deshalb bräuchten Lehrer, Schüler und Eltern frühzeitige Informationen über das, was komme. Tepe empfiehlt, die Schulen auf Wechselunterricht umzustellen. Zudem sollten Prüfungen und Tests, die der Gewerkschafts-Vorsitzenden zufolge nicht viel mehr als soziale Ungleichheiten widerspiegeln, ausgesetzt werden. Statt am sogenannten Stoff festzuhalten, sollte sich nach Tepes Vorstellung der Unterricht an lange beschlossenen Bildungsstandards orientieren, die neue Lehr- und Lernformen ermöglichten.

Kritischer türkischer TV-Sender gibt auf

In der Türkei hat ein regierungskritischer Fernsehsender nur 26 Tage nach seiner Wiedereröffnung den Betrieb eingestellt. Grund sei der "große Druck" der Regierung auf den Eigentümer gewesen, sagte der Chefredakteur von Olay TV, Suleyman Sarilar. Der Besitzer des Senders, der Unternehmer und frühere Minister Cavit Caglar, hatte den Sender 1994 gegründet und betrieben - bis zur Schließung 2019. Die Regionalzeitungen "Evrensel" und "Birgun" mutmaßten, Grund für die erneute Schließung könnte unter anderem eine Übertragung einer Fraktionssitzung der pro-kurdischen Partei HDP gewesen sein. Die türkische Regierung unterstellt der HDP Verbindungen zur verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK. Die HDP, eine legale Partei, bestreitet dies.

Violinist Ivry Gitlis mit 98 Jahren gestorben

Der französisch-israelische Geiger Ivry Gitlis ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Gitlis spielte mit zahlreichen bedeutenden Dirigenten, aber auch Jazz- und Rockmusikern zusammen, wie beispielsweise den Rolling Stones und Dizzy Gillespie und galt als besonders experimentierfreudig und vielseitig. Zeitlebens engagierte er sich für die Vermittlung von Klassischer und Neuer Musik und für den Friedensprozess im Nahen Osten. Noch mit Anfang 90 spielte Gitlis täglich sein Instrument und gab Meisterkurse.

Europarat-Bildungsvereinigung in Moskau unerwünscht

Russland hat die Vereinigung von Schulen zur politischen Bildung beim Europarat zur unerwünschten Organisation erklärt. Die Vereinigung, die sich für die Entwicklung der Demokratie und Zivilgesellschaft in autoritär geführten Staaten einsetzt, ist nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft in Moskau eine "Gefahr" für die Sicherheit Russlands. Die Entscheidung der Ermittler sei dem Justizministerium übergeben worden, das die Liste der unerwünschten Organisationen führe, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Auf der Liste stehen mehr als 30 Organisationen. Die Bildungsvereinigung setzt sich nach eigener Darstellung dafür ein, dass in Ländern etwa der früheren Sowjetunion neue Generationen von Führungspersönlichkeiten für Politik, Wirtschaft, Soziales und Kultur ausgebildet werden. Dabei gehe es um die Förderung von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit.

Filmproduktionsfirma MGM offenbar vor dem Verkauf

Die amerikanische Filmproduktionsgesellschaft MGM will sich einem Medienbericht zufolge zum Verkauf stellen. Das Unternehmen habe bereits Investmentbanken für eine potenzielle Transaktion beauftragt, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Filmproduktionsgesellschaft sei auf Basis privat gehandelter Aktien und einschließlich Schulden rund 5,5 Milliarden Dollar wert. Das Unternehmen könnte für Bieter interessant sein, die nach Wachstum im Video-Streaming-Geschäft streben. Zu den bekanntesten Produktionen von MGM gehören unter anderem die Filme von James Bond. MGM wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Basilika von Saint-Denis bekommt Turm zurück

Die frühgotische Basilika von Saint-Denis, Grablege der französischen Könige, bekommt einen neuen Turm. Nach jahrzehntelangen Diskussionen bewilligten die sieben Departements der Ile-de-France 20 Millionen Euro für die Wiederherstellung des im 19. Jahrhundert abgebauten Nordturms. Es handelt sich demnach um Anfang 2019 beschlossene, aber umgewidmete Gelder zur Restaurierung der Pariser Kathedrale Notre-Dame. Diese würden derzeit aufgrund der anschließenden Brandkatastrophe und der internationalen Spendenkampagnen für Notre-Dame nicht benötigt. So kommt nun Saint-Denis zum Zug. Die Verantwortlichen vor Ort wollen damit auch Touristen anziehen, das Image der verrufenen Pariser Vorstadt verbessern und die Stadtentwicklung fördern.

Michael Jacksons "Neverland"-Ranch hat neuen Besitzer

Die "Neverland"-Ranch des im Jahr 2009 verstorbenen Pop-Superstars Michael Jackson ist an einen US-Milliardär verkauft worden. Das Anwesen in Kalifornien wurde von dem Geschäftsmann Ron Burkle erworben, wie dessen Sprecher mitteilte. Nach Informationen des "Wall Street Journal" soll Burkle dafür den stark reduzierten Preis von rund 22 Millionen Dollar gezahlt haben. Im Jahr 2015 waren dafür noch 100 Millionen Dollar verlangt worden. Der schwer verschuldete Jackson hatte die "Neverland"-Ranch bereits ein Jahr vor seinem Tod verkauft. Sie wurde damals von der Investmentfirma Colony Capital für 22,5 Millionen Dollar erworben. Der neue Besitzer betrachtet das Anwesen nach Angaben seines Sprechers als "Gelegenheit zum Geschäft mit Bauland". Das Geschäftsimperium von Burkle ist weitverzweigt und erstreckt sich von der Supermarkt- bis zur Unterhaltungsbranche.

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