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Kulturnachrichten

Mittwoch, 6. Januar 2021

Auch ohne Unrechtskontext Objekte zurückgeben

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, zeigt sich offen für die Rückgabe von Kunststücken aus Kolonialzeiten. "Auch wenn Objekte nicht in einem Unrechtskontext stehen, sagen wir: Wenn sie für die Kultur, für das Land ganz besonders wichtig sind, dann kann man auch darüber reden, dass man so etwas zurückkehren lässt", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Das gerade digital eröffnete Humboldt Forum bietet aus seiner Sicht eine neue Gelegenheit für die Debatte. Auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters setzt bei der Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte auf die Arbeit im neuen Humboldt Forum. "Das Humboldt Forum ist zu einem Katalysator geworden und wird daran gemessen werden, wie es mit diesem Thema umgeht", sagte Grütters. Das 677 Millionen Euro teure Zentrum für Kultur, Kunst und Wissenschaft nutzen zwei Museen der Stiftung, das Land Berlin und die Humboldt-Universität. Gezeigt werden künftig Exponate aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien sowie Objekte zur Geschichte Berlins.

US-Bestsellerautor Dickey gestorben

Der US-amerikanische Bestsellerautor Eric Jerome Dickey ist tot. Dies teilte sein langjähriger Verlag Dutton Books am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mit. Dickey sei am 3. Januar in Los Angeles nach langer Krankheit verstorben. Er wurde 59 Jahre alt. Dickey verfasste zahlreiche Romane, darunter Bestseller wie "Milk in My Coffee", "Friends and Lovers" und "Cheaters".1996 erschien sein Debütroman "Sister, Sister" über junge schwarze Frauen. Neben Romanen und Kurzgeschichten verfasste er auch eine Miniserie für Marvel Comics.

Politökonomin Göpel erhält Erich-Fromm-Preis

Maja Göpel erhält den Erich-Fromm-Preis 2021. Die Politökonomin biete mit ihrem Buch "Unsere Welt neu denken" ein Nachdenken über Alternativen, weil ein "Weiter so" in katastrophale Zustände führe, heißt es laut einer Mitteilung der Erich-Fromm-Gesellschaft vom Mittwoch in der Begründung der Jury. Sie stehe damit in der Tradition von Erich Fromms Büchern "Wege aus einer kranken Gesellschaft" (1955), "Revolution der Hoffnung" (1968) und "Haben oder Sein" (1976), die ebenfalls als Anregungen zum Umdenken gedacht waren. Die Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Preises findet am 21. Juni in Stuttgart statt. Die Laudatio hält die Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan. Mit dem Erich-Fromm-Preis werden seit 1995 jährlich Personen ausgezeichnet, die mit wissenschaftlichem, sozialem, gesellschaftspolitischem oder journalistischem Engagement humanistisches Denken und Handeln im Sinne Erich Fromms fördern.

RTL schneidet Wendler aus DSDS raus

Nach der Äußerung von Schlagersänger Michael Wendler über Deutschland als "KZ" schneidet RTL den umstrittenen Schlagersänger nun aus der Castingshow DSDS (Deutschland sucht den Superstar) völlig heraus. Der Sender distanziere sich klar und eindeutig von den Äußerungen Wendlers, erklärte RTL am Mittwoch in Köln. Der Sänger hatte die neuen Lockdown-Maßnahmen zum Schutz von Menschenleben in der Corona-Pandemie mit den Zuständen in einem KZ in Verbindung gebracht. Der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker (CDU) hatte wegen Wendlers Aussagen den Abbruch der RTL-Show gefordert.

Neil Young verkauft Teil seiner Songrechte

Nach Bob Dylan hat Medienberichten zufolge auch der kanadische Singer-Songwriter Neil Young einen Teil seiner Songrechte verkauft. Der Deal mit dem britischen Investmentfonds Hipgnosis Songs umfasse 50 Prozent der Rechte an 1180 Songs, die der 75-jährige Young im Laufe seiner Karriere komponiert habe, meldeten die britische Nachrichtenagentur PA und die BBC. "Heart of Gold", "Rockin' in the Free World" und "Cinnamon Girl" gehören zu seinen bekanntesten Songs. Details wurden nicht bekannt.Erst vor wenigen Wochen hatte der US-Singer-Songwriter Bob Dylan die Verlagsrechte an allen seinen Songs an den weltgrößten Musikkonzern Universal Music verkauft - und damit schätzungsweise mehrere Hundert Millionen Dollar eingenommen.

Großes Winterfest in China trotz Pandemie eröffnet

Riesige Schneelabyrinthe, beleuchtete Türme und aus Eisblöcken geschlagene Paläste erwarten die Besucher des diesjährigen Eis-Festivals in der chinesischen Stadt Harbin. Die gefrorenen Traumlandschaften locken seit Jahren Millionen von Besuchern in die Stadt im Nordosten Chinas. Trotz kleinerer Corona-Ausbrüche in Teilen des Landes konnte das Festival eröffnet werden. Die Vorbereitungen für die Winterveranstaltung beginnen schon Wochen im Voraus. Zahlreiche Arbeiter schneiden Millionen Kubikmeter Eis aus dem nahegelegenen Fluss Songhua. Angesichts der im Jahr 2022 stattfindenden Olympischen Winterspiele in Peking gibt China derzeit viel Geld zur Förderung des Tourismus und des Wintersports aus.

"Wochen gegen Rassismus" will Kirchen gewinnen

Die Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus will die Kirchen als Mitveranstalter gewinnen. Dazu habe die Stiftung zu Jahresbeginn das Projekt "Religionen laden ein. Solidarisch gegen Antisemitismus, Rassismus und Gewalt" gestartet, sagte der geschäftsführende Vorstand Jürgen Micksch. Ziel sei, das Miteinander von Religionen bei der Überwindung von Rassismus zu stärken. Das Projekt wird vom Bundesfamilienministerium im Rahmen des Programms "Demokratie leben!", der Evangelischen Kirche in Deutschland und dem Deutschen Stifterverband gefördert. An den Internationalen UN-Wochen gegen Rassismus in Deutschland vom 15. bis 28. März wollen sich neben säkularen Veranstaltern rund 1.700 Moscheegemeinden und mehrere Synagogen beteiligen. Erstmals beteiligten sich auch die Aleviten. Abgesehen von einzelnen christlichen Spitzenvertretern seien Kirchengemeinden aber nicht unter den Veranstaltern vertreten. Kirchen engagierten sich bisher stark bei den bundesweiten Interkulturellen Wochen im September.

Drei private Radiosender schließen sich zusammen

Die drei privaten Sender Radio RPR, Radio Regenbogen und bigFM schließen sich unter einem Dach zusammen. Zum 1. Januar wurde dazu die Audiotainment Südwest GmbH & Co. KG gegründet, wie die Sender mitteilten. Die einzelnen Radioprogramme und jeweiligen Marken würden fortgeführt. Die Mitarbeiter gingen zu den bisherigen Konditionen in das neue Unternehmen über. Radio Regenbogen ist nach Daten der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse der meistgehörte Privatsender in Baden-Württenberg. Die Rheinland-Pfälzische Rundfunk GmbH & Co. KG (RPR) ist in Rheinland-Pfalz Nummer 1 unter den Privatradios. BigFM ist ein Radioverbund mit Formaten für Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland und spricht vor allem jüngere Hörer an. Die drei Sender haben nach eigenen Angaben schon seit 2004 in verschiedenen Formen zusammengearbeitet.

Rap-Mogul Dr. Dre im Krankenhaus

Der Musiker Dr. Dre ist wegen Verdachts auf ein Aneurysma im Gehirn ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der Rapper und Produzent wandte sich mit einer Botschaft im Online-Netzwerk Instagram an seine Fans: "Mir geht es großartig und ich werde hervorragend betreut von meinem medizinischen Team", schrieb der 55-Jährige. Dr. Dre, der mit bürgerlichem Namen Andre Young heißt, ist einer der einflussreichsten Hip-Hop-Künstler. Er förderte die Karrieren von bedeutenden Rappern wie Eminem, Snoop Dogg und Sean Combs. Er begründete die Musikrichtungen Gangsta Rap und den Westküsten-G-Funk. Die Nachricht über Dr. Dres Einlieferung ins Krankenhaus löste in Online-Netzwerken Beunruhigung aus. "Sendet Eure Liebe und Eure Gebete an den Freund Dr. Dre", schrieb etwa dessen Kollege Ice Cube auf Twitter. "Werde gesund, Dr. Dre, wir brauchen Dich", wandte sich Snoop Dogg via Instagram an den Patienten.

Papst feiert Dreikönigsmesse

Papst Franziskus hat zum Dreikönigstag eine Messe im Petersdom gefeiert. Coronabedingt nahmen außer 20 Kardinälen nur etwa 70 Gläubige teil. Erstmals seit der Christmette an Heiligabend leitete das 84-jährige Kirchenoberhaupt wieder einen öffentlichen Gottesdienst. Den Zeremonien zum Jahreswechsel musste Franziskus wegen eines Ischias-Leidens fernbleiben. Franziskus warb für einen Glaubensweg, der auch Verwandlung und menschliches Wachstum einschließen müsse. Anders als in früheren Jahren nahm an der Messe keine Delegation von Sternsingern aus Deutschland teil.

Nach Falschmeldung: Schauspielerin Roberts gestorben

Einen Tag nach einer aufsehenerregenden Falschmeldung über ihren Tod ist Bond-Schauspielerin Tanya Roberts nach Sprecherangaben und Medienberichten gestorben. "Mit schwerem Herzen kann ich den Tod von Tanya Roberts bestätigen", teilte Sprecher Mike Pingel der Deutschen Presse-Agentur mit. Mehrere weitere Medien, darunter die "New York Times" und der TV-Sender NBC, berichteten auch unter Verweis auf Roberts Partner Lance O'Brien von dem Todesfall. Der Fall hatte für Schlagzeilen gesorgt, weil Sprecher Pingel den vermeintlichen Tod Roberts am Sonntag in einem Krankenhaus in Los Angeles verfrüht mitgeteilt hatte. Er musste seine Angaben korrigieren, weil Roberts zu diesem Zeitpunkt noch lebte. Wie es zu diesem schweren Missverständnis kam, konnte zunächst nicht zweifelsfrei geklärt werden.

Grammys werden erst im März vergeben

Das neue Jahr hat für Kalifornien nicht gut begonnen. Die Infektions- und Todeszahlen sind hoch. Deshalb ist die Grammy-Verleihung am 31. Januar abgesagt und auf einen nicht genannten Tag im März verschoben worden. Moderieren sollen aber weiterhin "Daily Show"-Moderator und Komiker Trevor Noah. Spitzenreiterin bei denen Nominierungen ist Beyonce in neun Kategorien.

Drogerie-Rossmann kauft sich bei Bastei Lübbe ein

Es ist nicht beim Bestsellerautor geblieben. Der Unternehmer Dirk Rossmann ist in den Verlag, in dem er mit viel Werbung in seinen Drogeriefilialen seinen ersten Krimi herausgebracht hat, auch als Gesellschafter eingestiegen. Die Rossmann Beteiligungs GmbH hält etwas mehr als drei Prozent des Verlags Bastei Lübbe. Das berichtet das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels.

Buchhändlerin Helga Weyhe mit 98 Jahren gestorben

Sie war die wohl älteste Buchhändlerin Deutschlands: Die am 11. Dezember 1922 geborene Helga Weyhe aus Salzwedel in Sachsen-Anhalt. Auch in der Pandemie hatte sie in ihrem Geschäft gestanden und kurz vor Weihnachten ein Interview gegeben. Am 4. Januar ist sie in ihrer Geburtsstadt verstorben. Weyhe hatte Deutsch und Geschichte an den Universitäten Breslau, Wien und Königsberg studiert und nach dem Krieg gemeinsam mit ihrem Vater die Salzwedeler Buchhandlung geleitet. Zu ihrem 90. Geburtstag hatte die Stadt ihr die Ehrenbürgerwürde verliehen.

Verein will mit "Wetterberichtigung" Zeichen für Vielfalt setzen

In den ersten Wochen des Jahres 2021 werden verstärkt Namen mit Migrationshintergrund auf der Wetterkarte stehen, wie "Ahmet", "Goran" oder "Chana". Mit der Kampagne "Wetterberichtigung" will das Netzwerk "Neue deutsche Medienmacher*innen" Vielfalt in der Bevölkerung sichtbar machen. Dazu hat die Vereinigung 14 Patenschaften für Hoch- und Tiefdruckgebiete gekauft - was zur Vergabe der Namen berechtigt. "Wir kapern das Wetter 2021 und schleusen neue deutsche Namen in den Wetterbericht", heißt es in der Kampagne. Laut dem Verein "Berliner Wetterkarte" sind internationale Namen bisher keine Seltenheit gewesen und es müsse nichts eingeschleust werden. Etwa 30 Prozent der Namen kämen bereits aus dem außerdeutschen Raum.

Flucht-Bibliothek jüdischer Kinder restauriert

Die Villa Emma bei Modena, Zufluchtsort jüdischer Kinder und Jugendlicher aus Deutschland und Österreich während der NS-Verfolgung, hat 96 Bücher aus ihrer damaligen Bibliothek restauriert zurückerhalten. Das meldete die italienische Tageszeitung "Corriere di Bologna". Die Bücher waren 2002 in einem Nachlass in Modena aufgetaucht und wurden durch eine private Initiative wiederhergestellt. Unter den vorwiegend deutschsprachigen Bänden sind Werke von Heinrich Heine, Stefan Zweig und Thomas Mann, aber auch von Edgar Wallace. In der Villa waren ab dem Sommer 1942 insgesamt 73 jüdische Minderjährige und junge Erwachsene aus Deutschland und Österreich sowie Bosnien und Kroatien für ein Jahr während ihrer fünfjährigen Flucht nach Palästina einquartiert. Vor dem Einrücken deutscher Truppen versteckten der Arzt Giuseppe Moreali und der Priester Arrigo Beccari die Kinder und Jugendlichen in einem Priesterseminar und bei Familien.

Deutsches Fernsehkrimi-Festival verschoben

Das diesjährige Deutsche Fernsehkrimi-Festival in Wiesbaden ist wegen der Corona-Pandemie vom März in den Frühsommer verschoben worden. Die Veranstalter teilten als neuen Termin den 30. Mai bis 4. Juni mit. Festival-Leiterin Cathrin Ehrlich äußerte die Hoffnung, dass dann wieder eine Präsenzveranstaltung mit Vorführungen im Kino und persönlichen Begegnungen von Filmgästen und Publikum möglich sein werde. Trotz der wegen Corona erschwerten Drehumstände hätten zwölf Sender für das Festival 44 Fernsehkrimis eingereicht. Zehn davon werden den Angaben zufolge um den Deutschen Fernsehkrimi-Preis konkurrieren. Welche es sein werden, will die Jury im März bekanntgeben. Zudem soll auch zum fünften Mal der Titel "Deutschlands spannendster Fernsehkrimi-Drehbuchnachwuchs" vergeben werden. Das Festival wird unter anderem von der Stadt Wiesbaden, der HessenFilm GmbH und dem Hessischen Rundfunk veranstaltet.

Kunstsammlung Lauffs wird in Köln versteigert

Mit der Sammlung Lauffs wird eine weitere hochkarätige Kunstkollektion in Köln in diesem Jahr versteigert. Die Sammlung, darunter Werke aus europäischer und amerikanischer Kunst der 1960er und 70er Jahre, komme im Juni zum Aufruf, teilte das Auktionshaus Van Ham mit. Danach liegt die Gesamtsumme bei rund zwei Millionen Euro und verteilt sich auf etwa 200 Werke. Das Highlight sei eine komplette zehnteilige bunte Flowers-Serie von Andy Warhol aus dem Jahr 1970. Der größte und wesentliche Teil der Sammlung der Eheleute Helga und Walther Lauffs war bereits im Jahr 2008 aufgelöst und an Museen gegangen oder auf Auktionen verkauft worden. Nun werde der zweite Teil der Sammlung versteigert, hieß es weiter. Darunter seien auch Arbeiten von Gerhard Richter, Tony Cragg, Joseph Beuys und Stephan Balkenhol.

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