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Tonart | Beitrag vom 20.07.2018

Arte-Doku Prince - "Sexy Mother F*****""Prince ging immer"

Oliver Schwabe im Gespräch mit Andreas Müller

Prince Rogers Nelson auf der "Purple Rain"-Tour. (Imago/Cinema Publishers Collection)
Prince Rogers Nelson auf der "Purple Rain"-Tour. (Imago/Cinema Publishers Collection)

Als Prince im April 2016 überraschend und unerwartet starb, herrschte bei seinen Fans tiefe Trauer. Für Arte hat Regisseur Oliver Schwabe nun eine Doku produziert und dafür viele Weggefährten des Künstlers interviewt. Und er zeigt: Prince war ein Workaholic.

Der Regisseur Oliver Schwabe war kein großer Fan von Soul- und Funkmusik, aber Prince hatte es ihm angetan. "Ich eher so ein Punk-, New Wave-sozialisierter Mensch und Prince ging aber immer", sagt Schwabe im Interview. Es sei die Monotonie in den Songs gewesen "oder die Beats oder wie er eben die Songs geschrieben hat".

Während des Drehs der Arte-Doku "Prince - 'Sexy Mother F*****'" als er mit den Weggefährten von Prince gesprochen hat, sei ihm bewusst geworden, dass die Musiker viele Band, die Schwabe selbst gehört hat, kannten und sich von ihnen inspiriert wurden.

Es wurde nach dem Tod getrascht

Ganz einfach sei es nicht gewesen, an die Weggefährten des Superstars zu kommen. "Wenn ich Dokumentationen mache über Phänomene, die in Deutschland stattfinden, dann ist es einfach, an Interviewpartner heranzukommen." Es habe gedauert, die Menschen zu überzeugen, an dem Film teilzunehmen. "Was aber auch daran lag, dass 2016 nach dem Tod relativ viele Spekulationen im Umlauf waren. Es wurde sehr viel getratscht."

Hier steht die Doku noch bis zum 26. Juli 2018 online.

Einige Protagonisten, die in dem Film sprechen, seien nach dem Tod des Musikers instrumentalisiert worden. "Daher war der erste Angang, dass die erstmal abgewunken haben", erzählt Schwabe.

Der Mensch jenseits des Images

Aber er habe einen guten Einblick bekommen. "Wenn man dann mit Leuten spricht, die ihm eben im Leben sehr nahe waren, kriegt man schon ein Gefühl dafür, was für ein Mensch er war – jenseits des Images. Das fand ich schon spannend." Herauskristallisiert habe sich, dass er ein Workaholic war, der aber sehr viel Humor hatte und sich auch sehr um die Leute gekümmert hat, die in seinem Umfeld waren. Prince habe rund um die Uhr gearbeitet - sobald er mit einem Album fertig war, habe er schon angefangen, an dem nächsten zu arbeiten. 

Im April 2016 starb der Superstar Prince überraschend – die Popwelt war erschüttert.

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