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Mittwoch, 14.11.2018
 
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Kulturnachrichten

Dienstag, 16. Oktober 2018

Architektur-Fotografin Sigrid Neubert gestorben

Sie wurde 91 Jahre alt

Sie galt als Chronistin der deutschen Nachkriegsarchitektur: Die Fotografin Sigrid Neubert ist am 13. Oktober im Alter von 91 Jahren gestorben. Das teilte die Agentur Goldmann Public Relations unter Berufung auf ihre Familie mit. Die gebürtige Tübingerin war zunächst Werbefotografin, bevor sie sich in den 50er Jahren auf Architektur-Fotografie spezialisierte, damals eine Männerdomäne. Sie fotografierte etwa das BMW-Hochhaus und die Olympia-Bauten in München, wo sie fünf Jahrzehnte arbeitete. Zuletzt lebte sie in der Nähe von Berlin.
Aktuell zeigt das Lechner Museum Ingolstadt die große Retrospektive "Architektur und Natur". Zuvor war diese Ausstellung im Museum für Fotografie der Staatlichen Museen in Berlin zu sehen.

Otto Waalkes erhält Sondermann-Preis

Komiker begeistere alle Generationen

Der "Sondermann"-Preis, die höchste Auszeichnung für Komische Kunst in Deutschland, geht in diesem Jahr an Otto Waalkes (70). Der Bühnenkünstler, Entertainer, Musiker, Maler, Schauspieler und Autor werde für sein Lebenswerk geehrt, teilte das Caricatura-Museum in Frankfurt am Main mit. Er habe Generationen von Humorverbrauchern mit Witzen, Pointen, Lachern und Ottifanten versorgt und den Humor der Neuen Frankfurter Schule popularisiert. "Viele seiner Sketche, Lieder, Reime und Geräusche gehören längst zum kollektiven Gedächtnis und werden sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern auswendig zitiert", lobte der Verein. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird am 11. November in der Frankfurter Brotfabrik verliehen. Die Laudatio hält der Manager des Fußballclubs Eintracht Frankfurt, Fredi Bobic.

Sorge um Weltkulturerbe-Titel in Berlin

Museumsinsel könnte durch Verkehrschaos Weltkulturerbe-Titel verlieren

Die Berliner Interessengemeinschaft Kultur und Bildung fürchtet, dass die Berliner Museumsinsel ihren Weltkulturerbetitel verlieren könnte. Sorge mache das absehbare Verkehrschaos im Zentrum der Stadt. Rund ein Jahr vor der Eröffnung des Humboldt-Forums habe der Berliner Senat noch kein Verkehrsmanagement, mit dem der wachsende Touristenverkehr bewältigt werden könnte, kritisierte das Bündnis. Stattdessen verkomme die Weltkulturerbestätte immer mehr zum Busbahnhof. Das Bündnis, zu dem unter anderem auch die Staatlichen Museen zu Berlin gehören, dringt auf ein Verkehrsmanagementsystem, bei dem Busse künftig nur noch kurzzeitig auf der Berliner Museumsinsel halten dürften. Mit der Eröffnung des Humboldt-Forums 2019 könnte die Verkehrssituation auf der Museumsinsel drastisch verschlechtern. Nach Prognosen werden dann täglich über 21.000 Besucher allein in diesem Museum erwartet. Der Berliner Senat habe aber lediglich den Bau von drei neuen Busparkplätzen geplant.

Pop Art Künstler Mel Ramos ist tot

Er wurde 83 Jahre alt

Der Pop Art Künstler Mel Ramos ist tot. Das teilte sein deutscher Galerist Peter Klemm mit. Ramos wurde 1935 im kalifornischen Sacramento geboren und entwickelte sich zu einer wichtigen Figur in der ersten Generation der amerikanischen Pop Art Künstler, wie Andy Warhol und Roy Lichtenstein. Mel Ramos' malerischer Stil wurde von seinem Lehrer Wayne Thiebaud beeinflusst. Themen für seine Bilder entnahm Ramos aus Comics und der Werbung. 1963 wurden seine Werke in die Gruppenausstellung "Pop goes the Easel" im Contemporary Art Museum in Houston, aufgenommen. 1965 fand die Ausstellung "Neue Realisten und Pop Art" in der Akademie der Künste im ehemaligen West-Berlin mit seinen Werken statt. Rund drei Jahrzehnte lehrte Ramos als Professor für Malerei an der California State University. Mel Ramos starb im Alter von 83 Jahren in Kalifornien.

Finnischer Autor Arto Paasilinna ist tot

Seine Werke wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt

Der finnische Schriftsteller Arto Paasilinna ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Das teilte sein finnischer Verlag WSOY mit. Paasilinna sei in einem Pflegeheim in Espoo verstorben. Der Autor von "Der wunderbare Massenselbstmord" und "Im Jenseits ist die Hölle los" hat nach Angaben des Verlages rund 35 Romane und andere Werke veröffentlicht, von denen einige verfilmt wurden. Seine Werke wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Für seine skurril-humorvollen Bücher wurde er mit internationalen Literaturpreisen ausgezeichnet.

Kunsthändler verkauft Privatsammlung für Exilmuseum

Museum soll an Menschen erinnern, die wegen den Nazis das Land verließen

Für die Gründung eines Exilmuseums in Berlin verkauft der Kunsthändler Bernd Schultz seine private Sammlung. Am 25. und 26. Oktober kommen in dem von ihm gegründeten Auktionshaus Villa Grisebach mehr als 300 Zeichnungen für einen Schätzwert von rund fünf Millionen Euro zur Versteigerung. Vertreten sind große Künstler wie Rembrandt, Kokoschka und Picasso, aber auch unbekanntere Namen.
Das Museum soll an die rund 500 000 Menschen erinnern, die unter dem Druck der Nazis Deutschland verlassen mussten. Schirmherrin des Projekts ist die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller.

Europäische Filmakademie ehrt Ralph Fiennes

Britische Schauspieler wird für seinen Beitrag zum Weltkino ausgzeichnet

Die Europäische Filmakademie würdigt den britischen Schauspieler und Regisseur Ralph Fiennes mit einem Ehrenpreis. Damit wird sein Beitrag fürs Weltkino ausgezeichnet - vor und hinter der Kamera, wie die Akademie in Berlin mitteilte. Fiennes schaffe "Filmerlebnisse, die uns nachhaltig bewegen und inspirieren". Er spielte in Filmen wie "Der englische Patient", "Schindlers Liste" und "Grand Budapest Hotel" mit. Sein Regiedebüt hatte er 2011 mit der Shakespeare-Adaption "Coriolanus". Der 31. Europäische Filmpreis wird am 15. Dezember in der spanischen Stadt Sevilla verliehen.

Santiago Posteguillo gewinnt Planeta-Literaturpreis

Höchst dotierte Auszeichnung der spanischsprachigen Literatur

Der spanische Schriftsteller Santiago Posteguillo hat den diesjährigen Planeta-Preis gewonnen, die am höchsten dotierte literarische Auszeichnung der spanischsprachigen Welt. Wie die Jury in Barcelona mitteilte, erhielt der 51-Jährige aus Valencia die mit 601 000 Euro dotierte Auszeichnung für seinen Roman "Yo, Julia" (Ich, Julia). Die Jury des Planeta betonte, Posteguillos Werk schildere "den blitzartigen Aufstieg einer Frau im antiken Rom in einer Welt von Männern, die um die politische Macht kämpfen". Die Spanierin Ayanta Barilli gewann den mit 150 000 Euro dotierten zweiten Preis.

Buch von Stephen Hawking erscheint nach seinem Tod

Menschheit werde Erde vermutlich zerstören

Sieben Monate nach dem Tod von Stephen Hawking ist ein Buch mit Gedanken des berühmten Physikers erschienen. In dem Werk mit dem Titel "Kurze Antworten auf große Fragen" beschäftigt sich der Forscher unter anderem mit den Fragen: Gibt es einen Gott? Werden wir auf der Erde überleben? Und wird uns künstliche Intelligenz überholen? Das Buch sei aus Hawkings Archiv mit vielen seiner Reden, Interviews, Essays und anderen Stellungnahmen hervorgegangen, schreibt der Londoner Verlag John Murray. Hawking nähert sich der Beantwortung vieler Fragen humorvoll - das Buch soll jedoch auch eine Warnung sein. Da die Menschheit die Erde in den nächsten tausend Jahren vermutlich zerstören wird, müsse sie einen Weg finden, außerhalb des Planeten zu überleben, so Hawking. Ob künstliche Intelligenz uns vernichten oder ignorieren wird, könnten wir jetzt noch beeinflussen.

Theatertreffen für junges Publikum: Auswahl steht

Augenblick mal! 2019 findet in Berlin statt 

Die Auswahl für das Augenblick Mal!, das Theatertreffen für junges Publikum steht. Aus 168 Produktionen der letzten beiden Spielzeiten hat die Jury fünf Inszenierungen für Kinder und fünf für Jugendliche ausgewählt. Ein Großteil des diesjährigen Festivalprogramms widmet sich der Bearbeitung politischer Fragestellungen. Es geht um Genderfragen, Fremdheit, Populismus, Prostitution, Rassismus, der Umgang mit Regeln und autoritären Verhältnissen oder die Auseinandersetzung mit demokratischer Entscheidungsfindung. Sie stammen von Theatern aus acht Bundesländern, darunter das Berliner Theater O.N., das Junge Schauspiel Düsseldorf, JUNGES:THEATERBREMEN, Junges Schauspiel Hannover und das Theater junge Generation Dresden. Die 15. Ausgabe des Festivals wird vom 7. bis 12. Mai 2019 in Berlin gezeigt.

Mesale Tolu zu Fortsetzung ihres Prozesses in Istanbul

Deutsche Journalistin nimmt an Anhörung teil

In der Türkei wird der Prozess gegen die deutsche Journalistin und Übersetzerin Mesale Tolu in ihrem Beisein fortgesetzt. Sie wolle sich persönlich für einen Freispruch einsetzen, sagte Tolu vor der Anhörung im Istanbuler Justizpalast Caglayan. Dort muss sich auch ihr Ehemann Suat Corlu verantworten, gegen den eine Ausreisesperre verhängt wurde. "Ich habe von Anfang gesagt, dass ich mich selbst für meinen Freispruch einsetzen will", sagte Tolu, als sie an der Seite ihres Mannes vor dem Gericht eintraf. "Die Leute, die heute hier sind, leben ja auch mit diesem Risiko. Ich will auch an der Seite meines Manns sein und für die Aufhebung seiner Ausreisesperre vor Gericht stehen." Neben Tolu und Corlu sind in dem Verfahren 21 weitere Menschen angeklagt. Tolu werden Terrorpropaganda und Unterstützung einer Terrororganisation vorgeworfen. Ihr drohen bis zu 25 Jahre Haft.

Rembrandts "Nachtwache" wird öffentlich restauriert

Bild ist das kostbarste Kunstwerk der Niederlande

Das berühmteste Gemälde Rembrandts "Die Nachtwache" wird restauriert. Es werde das bisher größte Forschungs- und Restaurierungsprojekt des Gemäldes aus 1642, kündigte der Direktor des Amsterdamer Reichsmuseums, Taco Dibbits, an. Das Projekt soll im Juli 2019 im Museum starten, "vor den Augen der Besucher und vor den Augen der Welt", sagte Dibbits. "Die Nachtwache" ist das kostbarste Kunstwerk der Niederlande und gilt als Spitzenwerk des holländischen Meisters Rembrandt van Rijn (1606-1669). Es ist ein traditionelles Schützen-Gemälde und zeigt die Amsterdamer Bürgerwehr. Deren Kapitän Frans Banning Cocq gibt seinem Leutnant den Befehl zum Abmarsch. Um das großflächige Bild soll ein gläsernes Atelier gebaut werden. Die bisher letzte Restauration war 1976.

Michael Bublé stellt klar: "Ich gehe nirgendwo hin"

Rücktrittsgerüchte gehen auf Bericht der "Daily Mail" zurück

Nach einem Bericht über seinen angeblichen Rückzug von der Musik hat sich nun erstmals Sänger Michael Bublé persönlich zu Wort gemeldet und klar gestellt: "Ich gehe nirgendwo hin". Das sagte der kanadische Musiker ("Home") einem Kanal des US-Radiosenders SiriusXM. "Schaut euch einfach an, wer das geschrieben hat. Mehr habe ich dazu eigentlich nicht zu sagen." Das britische Boulevardblatt "Daily Mail" hatte am Wochenende berichtet, Bublé wolle seine Karriere beenden. "Mir ist nicht mehr danach zumute", habe der Jazz- und Swing-Sänger in einem Interview gesagt, "ich trete zurück." Ein Sprecher des Sängers sagte der Entertainment-Website "Hollywood Life", Bublé habe einen Scherz gemacht. "Der Autor wusste es auch, hat aber nicht geschrieben, dass es ein Witz war."

Moskau kündigt orthodoxe Ökumene auf

Hintergrund ist Konflikt um die Loslösung der ukrainischen Kirche

In der orthodoxen Kirche spitzt sich der Machtkampf zwischen den beiden Zentren Moskau und Konstantinopel (Istanbul) um die Ukraine zu. Aus Protest gegen die Loslösung der ukrainischen Kirche von der russisch-orthodoxen brach diese sämtliche Kontakte zum Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel ab. Die Patriarchate von Moskau und Konstantinopel ringen seit Monaten über die Zuständigkeit für die Ukraine. Moskau wirft Konstantinopel vor, mit der Rehabilitierung zweier für die Spaltung der ukrainischen Orthodoxie verantwortlicher Kirchenführer die Teilung der Kirche in dem Land verstärkt zu haben. Konstantinopel unterstützt die Gründung einer autokephalen (eigenständigen) und damit von Moskau unabhängigen Kirche in der Ukraine.

Kino-Abenteuer von "Tom und Jerry" geplant

Bericht kündigt Verfilmung mit echten Menschen an

US-Regisseur Tim Story ("Fantastic Four") soll die Comicfiguren "Tom und Jerry" auf die Kinoleinwand bringen - das berichtet der "Hollywood Reporter". Das Studio Warner Bros. plane eine Verfilmung mit echten Schauspielern. Die Verfolgungsjagden von Kater Tom und Hausmaus Jerry waren ab 1940 in kurzen Zeichentrickepisoden zu sehen, von denen mehrere mit einem Oscar ausgezeichnet wurden. In Deutschland lief die Serie unter anderem im ZDF und auf ProSieben, Udo Jürgens steuerte das Titellied "Vielen Dank für die Blumen" bei. 1992 waren die tierischen Erzrivalen auch in einem animierten Kinofilm zu sehen.

Rapper Ferris MC steigt bei Deichkind aus

Hamburger Band macht weiter

Der Hamburger Rapper Ferris MC verlässt die Band Deichkind ("Leider geil"). "Nach vielen grandiosen Jahren sagen wir aus tiefstem Herzen "DANKE" an Sascha Reimann und schauen auf eine unvergessliche Zeit zurück", schrieb die Band auf Facebook. Ferris MC wolle künftig auf eigenen Meeren segeln. "Seid lieb zu Ferris und checkt ab, was er in Zukunft Heftiges auftischt", schrieben die Hip-Hopper. Deichkind kündigten zugleich an, dass es weitergeht. Seit Gründung der Band 1997 sind Philipp Grütering (Kryptik Joe) und Henning Besser (DJ Phono) an Bord, Ferris MC gehörte seit rund zehn Jahren dazu.

Wiener Festwochen mit neuem Intendanten

Belgier Christophe Slagmuylder wird Festival bis 2024 leiten

Christophe Slagmuylder wird neuer Intendant der Wiener Festwochen. Der Belgier, der das Festival im kommenden Jahr als Interimsleiter führen wird hat nun auch die Ausschreibung für die Intendanz bis 2024 für sich entschieden. Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler teilte mit, dass Slagmuylder einen hervorragenden Ruf genieße und sie überzeugt sei, dass er mit seiner Gestaltungskraft die Wiener Festwochen in eine künstlerisch aufregende Zukunft führen werde. Slagmuylder wird Nachfolger von Tomas Zierhofer-Kin, der im Juni nach zwei Jahren als Intendant abgetreten war. Presse und Publikum hatten unter anderem sein Programm aus Opern, Konzerten und Theatervorführungen als zu performancelastig und diskursorientiert kritisert. Christophe Slagmuylder erklärte, dass er die Wiener Festwochen als "multidisziplinären Entfaltungsraum" verstehe, der den Dialog zwischen etablierten und aufstrebenden Künstlern eröffnen müsse. Seit 2007 leitet er das Brüsseler Kunstenfestival des Arts.

Aus für Popkulturmagazin "Spex"

Zum Jahresende verschwindet die Zeitschrift

Das Berliner Popkulturmagazin "Spex" wird eingestellt. Das gab das Magazin heute auf seiner Webseite bekannt. Als Ursache nannte Chefredakteur Daniel Gerhard nicht nur das sinkende Anzeigengeschäft. Auch habe sich die Gatekeeperfgunktion von Popjournalisten wegen der allgegenwärtigen Verfügbarkeit von Musik erledigt. Gerhard schreibt: "Am 27. Dezember erscheinen noch einmal 116 Seiten über den Pop, der unser Leben prägt, die Gesellschaft, die es uns vermiesen will und mögliche Wege, die aus diesem Dilemma herausführen könnten. Danach ist Schluss." Die "Spex" wurde 38 Jahre alt.

Gericht kassiert "Zurück in die Zukunft"-Klage von Witwe

Es geht um das Zeitmaschinen-Auto in dem 80er Jahre Kultfilm

Ein US-Gericht hat eine Lizenzklage der Witwe von Autobauer John DeLorean - dem Mann hinter dem legendären DeLorean aus den "Zurück in die Zukunf"-Filmen - abgewiesen. Sally DeLorean hatte ein Unternehmen aus Texas verklagt, mit dem Namen DeLorean unerlaubterweise Tantiemen vom Filmstudio Universal für Werbezwecke eingestrichen zu haben. Ein Gericht in New Jersey entschied nun, ein Vergleich aus dem Jahr 2015 zu einer anderen Klage verbiete es der Witwe, auf Tantiemen zu klagen. Der DeLorean mit seiner schnittigen und verwinkelten Karosserie und seinen Flügeltüren spielte als Zeitmaschine eine zentrale Rolle in der "Zurück in die Zukunft"-Trilogie.

Künftig jedes Jahr "Tag der Restaurierung"

24.000 Besucher bei erster Veranstaltung

Restauratoren wollen künftig einmal im Jahr im Oktober an einem Aktionstag über ihre Arbeit informieren. Der erste "Europäische Tag der Restaurierung" am Sonntag sei mit bundesweit 24 000 Besuchern ein Erfolg gewesen, teilte der Verband der Restauratoren in Bonn mit. Viele Führungen seien schon im Voraus ausgebucht gewesen. Bundesweit hatten rund 300 Werkstätten unter anderem von Museen sowie Ateliers und Labore geöffnet, zum Beispiel in Düsseldorf, Essen, Köln, Dresden und Berlin. Die Fachleute für das Bewahren von Kunstwerken, Möbeln und Baukunst erläuterten bei Führungen und Vorträgen ihren Beruf. Auch der Studiengang zum Restaurator wurde vorgestellt.

Norwegen: Spuren von Wikingerschiff entdeckt

Gut erhaltene Wikingerschiffe sind sehr selten

Archäologen haben in der Nähe der südnorwegischen Stadt Halden im Boden Spuren eines Wikingerschiffs aus der Eisenzeit entdeckt. Die bootsförmigen Umrisse wurden bei Bodenuntersuchungen mit einem Geo-Radar gemacht, erklärte Knut Paasche vom Norwegischen Institut zu Erforschung des Kulturerbes am Montag. "Der Fund sieht unglaublich spannend aus. Da wir nur drei gut erhaltene Funde von Wikinger-Schiffsgräbern hierzulande haben, wird er sicher von großer historischer Bedeutung sein." Die Überreste des Wikingerschiffs wurden in rund 50 Zentimeter Tiefe in den Resten eines Grabes entdeckt. Die Forscher datieren den etwa 20 Meter langen Fund auf die frühe nordische Eisenzeit (zwischen den Jahren 500 und 1030). Neben dem Schiff wurden auch Spuren von mindestens sieben weiteren Grabhügeln und fünf Langhäusern gefunden.

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