Seit 05:05 Uhr Studio 9

Freitag, 14.12.2018
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9

Im Gespräch / Archiv | Beitrag vom 18.01.2018

Architektin Regine Leibinger"Ich habe das Unternehmer-Gen"

Podcast abonnieren
Architektin Regine Leibinger (Corinne Rose, Berlin)
Architektin Regine Leibinger (Corinne Rose, Berlin)

Regine Leibinger ist eine Top-Architektin und stammt aus einer Unternehmerfamilie. Nach dem Studium in Berlin und Harvard gründete sie mit ihrem Mann ein Architekturbüro und lehrte von 2006 bis 2017 an der TU Berlin. In der Hauptstadt baut sie nun auch Deutschlands höchstes Hotel.

Regine Leibinger ist eine der Top-Architektinnen und will mit ihrem neuesten Projekt ganz nach oben: In diesem Jahr wird sie das höchste Hotel Deutschlands bauen.

Zwei Ansichten des geplanten Estrel Towers in Berlin-Neukölln, montiert in einem Bild (Fotos Werner Huthmacher, Berlin (Montage mf))Ansichten des geplanten Estrel Towers in Berlin-Neukölln (Fotos Werner Huthmacher, Berlin (Montage mf))

"Ich finde die Wolkenkratzer von New York immer wieder faszinierend. Wichtig ist bei einem schönen Wolkenkratzer, wie er sich in die Stadt einfügt. Wie gibt das Haus dem Menschen etwas zurück? Was machen die Fassaden mit den Menschen, die an ihnen vorbei gehen? Der Wolkenkratzer wird sich einbinden in die Stadt."

Für die Tochter des schwäbischen Welt-Unternehmens Trumpf GmbH hätte es nahegelegen, Karriere im Familienbetrieb zu machen.

"Ich habe das Unternehmer-Gen. Es gab bei uns zuhause gar keine Trennung zwischen Unternehmen und Familie. Thema Nummer eins war immer die Firma, unser Denken kreiste immer und sie. Das habe ich übernommen."

Doch sie zog es vor, "den Kontext Stuttgart" zu verlassen, sie wagte den Sprung nach Amerika und studierte an der Harvard University Architektur.

"Ich wollte weder BWL noch Jura studieren, sondern Architektur. Und ich wollte aus dem Familienkontext heraus an einen Ort, wo man diesen Namen nicht kennt. Ich wollte mir beweisen, dass ich selbst etwas zustande bringe."

Kantine auf dem Gelände des Unternehmens Trumpfs in Ditzingen nach dem Entwurf des Architekturbüros BarkowLeibinger (David Franck, Ostfildern)Trumpf-Kantine in Ditzingen nach dem Entwurf des Architekturbüros BarkowLeibinger (David Franck, Ostfildern)

In Amerika lernte sie ihren Ehemann kennen und gründete mit ihm das Architekturbüro Barkow Leibinger. Seit 25 Jahren arbeiten die beiden zusammen, indem sie sich gegenseitig "die Bälle zuwerfen". Ein Erfolgskonzept: Die innovative Bauweise des Ehepaars wird von Kritikern gefeiert. 

Mehr zum Thema

Bauprojekt - Edelstahltöpfe so groß wie Heizölkessel
(Deutschlandfunk Kultur, Reportage, 13.12.2013)

Spielwiese für Architekten
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 12.07.2009)

Im Gespräch

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur