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Alte Musik | Beitrag vom 07.07.2021

Arcangelo Corelli und seine Concerti grossiGeschärfter Blick für die Instrumentalmusik

Von Bernhard Schrammek

Gezeichnetes und idealisiertes wie nachkoloriertes Porträt des Komponisten Arcangelo Corelli mit weißer Perücke. (imago  / Leemage)
Arcangelo Corelli wurde 1653 in Fusignano geboren und starb 1713 in Rom. (imago / Leemage)

Während viele Italiener mit einer Oper berühmt wurden, ließen Arcangelo Corelli die Bühnendramen kalt. Er war ein Stargeiger und komponierte ausschließlich Instrumentalwerke, die ihm den Ruf als "Neuer Orpheus" einbrachten.

"Neuer Orpheus unserer Tage" – so schmeichelhaft wurde Arcangelo Corelli zu Lebzeiten verehrt. Seine gewitzte Persönlichkeit paarte sich mit hoher Musikalität. Seine berühmteste Sammlung "Concerti grossi op. 6" erschien posthum 1714 und sorgte auch nach Corellis Tod für Furore.

Selbstkritischer Komponist

Sein kompositorischer Verdienst liegt vor allem in der Schaffung von einheitlichen Formen in der Instrumentalmusik: Er gab der Triosonate Regeln, die andere fortan nachahmten. Dabei machte er sich auch die Vorarbeiten anderer italienischer Komponisten zunutze.

Äußerst selbstkritisch wog er ab, welches Werk in den Druck gelangen sollte. Er veröffentlichte gerade einmal sechs Sammlungen. Seine berühmteste war die der "Concerti grossi op. 6", die allerdings erst posthum 1714 erschien und für Furore in ganz Italien sorgte, aber auch in England und Deutschland. Italienischer Hochbarock von seiner edelsten Seite.

Wir senden eine Wiederholung vom 3.4.2018.

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