Freistil, vom 20.07.2014, 20:05 Uhr

ArbeitsweltWenn der Kopf zur Ruhe findet. Arbeiten zwischen Monotonie und Meditation

Von Margarete Groschupf

Irmtraut zupft Unkraut. Bücken, rausziehen, wegschmeißen, bücken, rausziehen, wegschmeißen... Immer wieder und wieder der gleiche Vorgang. Nach zwei Stunden geschieht etwas: Der Kopf wird frei. Ideen entstehen. Die Eintönigkeit wird zur Kur für das Gehirn.

Zu sehen sind mehrere Reihen Salatpflanzen in einem Beet im Kleingarten. (dps / Bernd Wüstneck)
Arbeit im Gemüsebeet. Was für den Einen Langeweile bedeutet, ist für den Anderen Entspannung pur. (dps / Bernd Wüstneck)

Saskia strickt, Masche für Masche, Schals und Mützen. Durch das Stricken verändert sich ihr Denken: Die manuelle Tätigkeit macht einer Konkretheit Platz und hilft ihr, Gedanken für ihre Doktorarbeit zu ordnen. Evelin ist Hutmacherin, genießt das monotone Sticken und Aufnähen. Eine Eigenständigkeit der Hände, denen der Kopf die Führung überlässt. Ob Garderobieren in Bibliotheken, Straßenfeger oder Fahrgastbetreuer in S-Bahnen: Monotonie im Arbeitsalltag hat viele Gesichter. Doch wird der Geist zu sehr unterfordert, wenn man an nichts denken muss? Wird die Arbeit zur Qual oder zur Freude? Ein Feature über das Arbeiten zwischen Monotonie und Meditation.

Produktion: DLF 2014

Wenn der Kopf zur Ruhe findet - Vom Arbeiten zwischen Monotonie und Meditation (PDF) (310 kB)

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