Hörspiel, vom 27.10.2019, 18:30 Uhr

Arbeitslosigkeit in der Weimarer RepublikRotation

Von Hermann Kesser
Im Jahr 1930 demonstrieren Berliner Metallarbeiter gegen die geplante Herabsetzung der Mindestlöhne um acht Prozent.  (picture-alliance / akg-images)
1930 demonstrieren Berliner Metallarbeiter gegen eine geplante Herabsetzung der Mindestlöhne. (picture-alliance / akg-images)

Weimarer Republik. Um die Ursachen für das Elend der Arbeiter zu untersuchen, wird ein Kongress einberufen, genannt: Konzuga. Bald zeigt sich jedoch: Die materiellen Notwendigkeiten und alltäglichen Bedürfnisse der Arbeiter stehen im krassen Kontrast zu den akademischen und politischen Vorschlägen der Teilnehmer.
Der linkspolitisch engagierte Autor Hermann Kesser führt in diesem Hörspiel ungeschönt die Situation der Arbeiter vor, aus der sie sich nur selbst befreien können. Die für den März 1932 geplante Inszenierung der "Berliner Funkstunde" kam aufgrund des politischen Machtwechsels nicht mehr zustande.


Rotation
Von Hermann Kesser
Regie: Manfred Marchfelder
Mit: Otto Czarski, Hans-Joachim Grubel, Ingolf Gorges, Wolfgang Condrus, Herbert Stass, Klaus Sonnenschein, Wolfgang Pampel, Hilde Sorgatz, Inge Wolffberg, Maren Kroymann, Eric Vaessen, Hermann Ebeling, Friedhelm Ptok, Willkit Greuèl, Lothar Rollauer, Gunter Cremer, Jürgen Scheller, Hanno Wingler
Komposition: Helge Jörns
Ton: Ernst Becker
Produktion: SR 1982
Länge: 42'23


Hermann Kesser (1880–1952) war einer der bekanntesten deutschen Autoren und Journalisten während der Weimarer Republik. Er arbeitete für die Berliner Funkstunde und gilt als Wegbereiter des Hörspiels. Berühmt wurde er mit seinen Stücken "Schwester Henriette" und "Straßenmann". Sein Theaterstück "Rotation" wurde 1931 im Schauspielhaus Frankfurt am Main uraufgeführt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigrierte Kesser in die Schweiz, 1939 in die USA. Nach Kriegsende ließ er sich in Basel nieder.

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