Seit 01:05 Uhr Tonart

Mittwoch, 11.12.2019
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 23.06.2008

Arbeiten ohne Ende

Zwischen Selbstausbeutung und Selbstverwirklichung

Von Conrad Lay

Podcast abonnieren
Geschäftsleute auf dem Weg zur Arbeit (AP)
Geschäftsleute auf dem Weg zur Arbeit (AP)

Berufe, in denen sehr lange Arbeitszeiten üblich sind, gibt es seit jeher: der Gemüsehändler an der Ecke, der Krankenhausarzt, der Fernfahrer. Und in den meisten Familienbetrieben ist Selbstausbeutung, nicht nur in der Gründungsphase eines Betriebes, üblich.

Sind die langen Arbeitszeiten gewollt, weil man sich besonders mit der Arbeit identifiziert? Sind sie schlicht notwendig, weil das Geschäft sonst nicht liefe? Es ist eine Gratwanderung, die neuerdings um eine weitere Facette bereichert wird: hoch bezahlte, junge Manager, die "freiwillig" 70 und mehr Wochenstunden arbeiten. Sie lassen sich von dem "geheimen Lustprinzip der Professionalität" leiten, wie es der Berliner Arbeitszeitforscher Ulf Kadritzke ausdrückt. Lange Nächte im Büro, rund um die Uhr für die Kunden erreichbar, ständiger Zeitdruck - und trotzdem gute Laune. Dieser Typus äußerst leistungswilliger Mitarbeiter ist nicht einem Arbeitgebertraum entstiegen, es gibt ihn wirklich!

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder als barrierefreies Textdokument

Links:
Manager-Magazin zu Extremjobbern
Wer arbeitet am längsten?
work-life-balance

Bitte schicken Sie Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik und Ihr Lob an unsere E-Mail-Adresse: zeitfragen@dradio.de

Zeitfragen

Aufbau des 5G-NetzesIst Huawei ein Sicherheitsrisiko?
Eine 5G-Flagge, die von einem kleinen Fahrzeug-Roboter getragen wird, ist auf dem 10. Global Mobile Broadband-Forum abgebildet, das Huawei am 15. Oktober 2019 in Zürich veranstaltet. (AFP / Stefan Wermuth)

Auf EU-Ebene werden Kriterien entwickelt, welche Unternehmen sich am Aufbau der 5G-Netze beteiligen dürfen und welche nicht. Ein Kandidat ist der IT-Konzern Huawei. Im Gegensatz zu US-Firmen wird Huawei besonders kritisch gesehen.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur