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Vollbild | Beitrag vom 04.06.2016

Arbeit auf Filmfestivals "Man muss über Geld reden"

Grit Lemke im Gespräch mit Susanne Burg

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(picture alliance / dpa)
Grit Lemke, seit 2014 Leiterin des Filmprogramms beim Dokumentarfilmfestival "Dok Leipzig". (picture alliance / dpa)

Die Festivalbranche wächst und damit auch die Zahl der Festivalarbeiter. Doch viele von ihnen arbeiten unter prekären Bedingungen. Das will die Initiative "Festivalarbeit" ändern. Mitinitiatorin Grit Lemke fordert eine eigene Lobby und gerechte Entlohnung.

Sie selbst, sagt Grit Lemke, habe es nach 25 Jahren geschafft eine Festanstellung zu bekommen, wenn auch befristet. Das Heer der Festivalarbeiter seien Freie. Lemke zufolge haben sich hochspezialisierte Berufsfelder in der Festivalbranche entwickelt, etwa die Kuratierung, Programmierung und Koordinierung eines Filmprogramms. Es gebe viele "Festivalnomaden", die den Veranstaltungen hinterreisen. 12- bis 14-Stunden-Tage seien die Normalität. Von einem Mindestlohn könne man nur träumen, so Lemke.

Ein weiteres Problem sei die fehlende soziale Absicherung. Einige Berufe hätten es schwer, in die Künstlersozialkasse (KSK) zu kommen. So würden etwa kuratorische Tätigkeiten nicht als künsterlische Arbeit gewertet.

Die Initiaitve "Festivalarbeit"  fordert eine gerechte Entlohnung und eine Lobby für Festivalarbeiter. Ziel sei es, Honorar- und Tarifempfehlungen geben zu können.

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