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Donnerstag, 19.07.2018
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 14. Juli 2018

Adolphe Binder nennt Vorwürfe unhaltbar

Offener Brief der bisherigen Intendantin des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch

Die bisherige Intendantin des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch, Adolphe Binder, hat Kritik an ihrer Arbeit zurückgewiesen. Die Entscheidung des Beirats, sie mit sofortiger Wirkung von ihren Aufgaben zu entbinden, "dient nicht der Zukunft des Tanztheaters", schreibt Binder in einem offenen Brief. Die von der Geschäftsführung gegen sie erhobenen Vorwürfe seien "unhaltbar und rechtfertigen keine Kündigung". Der künstlerische und kommerzielle Erfolg des Tanztheaters habe offenbar bei der Entscheidung, sie zu entlassen, keine Rolle gespielt. Der Beirat - das Aufsichtsorgan des Theaters - hatte als Reaktion auf anhaltende Querelen beschlossen, sich von Binder zu trennen. Das sei notwendig, "um die Handlungsfähigkeit dieser einzigartigen kulturellen Einrichtung wiederherzustellen", hatte er erklärt. Binder ist seit gut einem Jahr im Amt.

Ausstellung zu Merseburger Bischof öffnet für Publikum

Chronik gilt als eines der bedeutendsten Geschichtswerke des Mittelalters

In Merseburg ist von Sonntag an die Ausstellung "Thietmars Welt. Ein Merseburger Bischof schreibt Geschichte" für Besucher geöffnet. Thietmar von Merseburg (976-1018) hat eine Chronik geschrieben, die als eines der bedeutendsten Geschichtswerke des Mittelalters gilt. Als Reichsbischof hat er den Ausstellungsmachern zufolge nicht nur über Politik, sondern auch über religiöse, kulturelle, wirtschaftliche und ethnologische Beobachtungen geschrieben. Die Ausstellung soll Thietmars Chronik erlebbar machen. Rund 110 Exponate veranschaulichen etwa Kaiserkrönungen, Machtkämpfe von Herrschern, Sitten und Gebräuche, aber auch Nöte und Traumbilder von Menschen im Mittelalter. Die Schau ist bis zum 4. November zu sehen.

Libeskind besucht Felix-Nussbaum-Haus

"Das Nussbaum-Museum ist eines meiner besten und liebsten Projekte"

Der jüdisch-amerikanische Stararchitekt Daniel Libeskind (72) eröffnet am Sonntag die Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen des Felix-Nussbaum-Hauses in Osnabrück. Das Nussbaum-Haus ist das weltweit erste Gebäude, das nach den Entwürfen Libeskinds fertiggestellt wurde. Es wurde 1998 eröffnet. "Das Nussbaum-Museum ist eines meiner besten und liebsten Projekte", sagte Libeskind dem epd. Der in Osnabrück geborene jüdische Maler Felix Nussbaum (1904-1944) wurde von den Nationalsozialisten in Auschwitz ermordet. Das Felix-Nussbaum-Haus beherbergt rund 200 Bilder des Künstlers.

Tübinger Ägyptologen entdecken Mumienmaske

Forscher werten den Fund der vergoldeten Maske als Sensation

Ägyptologen der Universität Tübingen haben bei Ausgrabungen in der ägyptischen Stadt Sakkara eine vergoldete Mumienmaske entdeckt. Die Maske soll aus saitisch-persischer Zeit stammen, der Zeit 664 bis 404 vor Christus, wie die Universität Tübingen mitteilte. Erste Untersuchungen im Ägyptischen Museum in Kairo ergaben, dass die Maske vor allem aus Silber besteht, zum Teil aber vergoldet ist. Laut der Mitteilung, hatte die Maske auf dem Gesicht einer Mumie gelegen. Die Forscher hatten sie in einem beschädigten Holzsarg entdeckt. Verzierungen an dem Sarg würden darauf hindeuten, dass es sich bei der Mumie um einen Priester der ägyptischen Göttinnen Mut und Niut-schi-es handeln könne. Die Ägyptologen werten den Fund als Sensation: "Nur sehr wenige Masken aus Edelmetall haben sich bis heute erhalten, weil die Mehrzahl der Gräber altägyptischer Würdenträger schon in der Antike geplündert wurden", teilte Ramadan Badry Hussein, Grabungsleiter des deutsch-ägyptischen Teams, mit.

Baltische Staaten mit Friedenspreis ausgezeichnet

Auch die Pfadfinder wurden geehrt

Mit dem Internationalen Preis des Westfälischen Friedens sind in Münster die drei baltischen Staaten und die Pfadfinder ausgezeichnet worden. Estland, Lettland und Litauen wurden für ihre besonderen Bemühungen um Integration in Europa zu gewürdigt. Die Pfadfinder in kirchlichen und anderen Verbänden in Europa erhielten den Preis als eine der weltweit größten Jugendbewegungen. Der alle zwei Jahre vergebene Preis ist mit insgesamt 100.000 Euro dotiert.

Frank Sinatras erste Frau Nancy gestorben

Nancy Sinatra war von 1939-1951 mit Frank Sinatra verheiratet

Nancy Sinatra, die Jugendliebe und erste Frau des US-Entertainers Frank Sinatra, ist tot. Ihre Mutter sei im Alter von 101 Jahren gestorben, twitterte ihre Tochter gleichen Namens in der Nacht zu Samstag. "Sie war der Segen und das Licht meines Lebens", schrieb Nancy Sinatra jr., "Danke für alles." Weitere Einzelheiten nannte sie nicht. Die gebürtige Nancy Barbato und Frank Sinatra gingen schon als Teenager miteinander aus. Sie heirateten 1939, als Frank gerade als Sänger zu reüssieren begann. Nach Frank Sinatras Karrieredurchbruch zog die Familie nach Los Angeles, wo er nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Frauenheld für Furore sorgte. Als seine Affäre mit der Schauspielerin Ava Gardner öffentlich bekannt wurde, trennte sich das Paar. Nancy kümmerte sich nach der Scheidung 1951 vor allem um die Kinder und mied das Blitzlichtgewitter. In den 1970er Jahren hatte sie zwei Film- und Fernsehrollen.

Scarlett Johansson verzichtet auf Transgender-Rolle

US-Schauspielerin zieht sich aus Filmprojekt "Rub and Tug" zurück

US-Schauspielerin Scarlett Johansson hat sich aus einem Filmprojekt zurückgezogen, in dem sie einen Transgender-Mann spielen sollte. Sie habe sich voller Respekt entschieden, ihre Mitarbeit zu beenden, sagte die 33-Jährige dem Magazin "Out". Johansson sollte in dem Film "Rub and Tug" den Unterwelt-Boss Dante Gill spielen, der in den 1970er-Jahren in Pittsburghs Unterwelt agierte. Er war mit weiblichen Körpermerkmalen geboren worden, empfand sich aber als Mann. In den sozialen Netzwerken hatten Transgender-Aktivisten gefordert, dass seltene Rollen wie diese an Trans-Schauspieler gehen sollten. Johansson hatte zunächst darauf verwiesen, dass auch Schauspielkollegen Jeffrey Tambor, Jared Leto und Felicity Huffman erfolgreich Transgenderrollen gespielt hätten. Inzwischen habe sie aber "viel von der Transgender-Gemeinde gelernt" und wisse, dass ihre frühere Haltung unsensibel gewesen sei.

Kunstinstallation: Schiffe über dem Times Square

Zur Erinnerung an die wechselhafte Geschichte der Schifffahrt in New York

Mit einer ungewöhnlichen Installation erinnert ein Künstler in New York an die wechselhafte Geschichte der Schifffahrt in der Metropole. Am Times Square hat Mel Chin den hölzernen Rumpf eines Schiffswracks aufstellen lassen, wo Schiffe zudem in einer virtuellen Animation durch die Hochhausschlucht voller Werbebanner fahren. Besucher können Chins Arbeit mit Virtual-Reality-Brillen oder mittels einer App auf ihrem Handy betrachten. In der Animation treiben virtuelle Tanker, Segler und Motorboote am Stadthimmel. New York sei Zentrum für Handel, Finanzen, Unterhaltung und Tourismus, heißt es beim Queens Museum, das die Installation mit dem Verein Times Square Arts möglich gemacht hat.

Über 30 Millionen Iraner umgehen Internetverbote

Vize-Generalstaatsanwalt macht Kommunikationsminister verantwortlich

Mehr als 30 Millionen Iraner umgehen nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft die Internetverbote des Landes. Viele verschafften sich mit einem sogenannten VPN-Tunnel vor allem Zugang zum Chatdienst Telegram, obwohl dieser seit Mai gesetzlich verboten sei, sagte Vize-Generalstaatsanwalt Abdolsamad Chorramabadi. Es könne nicht angehen, dass Gesetze im Land derartig ignoriert würden, beschwerte er sich nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna. Chorramabadi machte auch Kommunikationsminister Mohamed Dschawad Asari Dschahromi verantwortlich. Für Dschahromi, mit 36 Jahren der jüngste Minister in der Regierung von Präsident Hassan Ruhani, sind die Internet-Verbote absurd. Man könne im 21. Jahrhundert den Zugang der Menschen zu Informationen nicht mehr stoppen, so der Minister.

Burt Bacharach gibt erstes eigenes Deutschlandkonzert

90-Jähriger spielt in Berlin

Der 90 Jahre alte Musiker Burt Bacharach gibt erstmals ein eigenes Konzert in Deutschland. Begleitet wird der Amerikaner von einem Orchester. Bacharach, der 1960 als Begleitung von Marlene Dietrich durch Deutschland tourte, gilt als einer der erfolgreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er schrieb, oft zusammen mit dem Texter Hal David, viele Songs, die berühmt wurden durch Interpreten wie Aretha Franklin, Dusty Springfield, Dionne Warwick, Tom Jones und Frank Sinatra. Zu seinen Hits gehören "I say a little prayer", "That's what friends are for", "I'll never fall in love again".

Trauer um Kinderbuchautorin Nöstlinger

ORF ändert Programm

In Österreich haben Prominente und Politiker betroffen auf den Tod der berühmten Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger reagiert. "Christine Nöstlinger hat mit Ihrem Schaffen ganze Generationen nachhaltig geprägt", sagte der österreichische Kunst- und Kulturminister Gernot Blümel. "Dieses Wirken endet nicht mit ihrem Ableben, sondern wird weit über ihren Tod hinaus auch die künftigen Generationen begeistern." Bundespräsident Alexander Van der Bellen lobte ihren sprachlichen Witz und ihren Humor. Der öffentlich-rechtliche ORF reagierte auf den Tod mit einigen Programmänderungen. So zeigt der Sender zum Beispiel statt dem "Tatort" die Verfilmung von Nöstlingers Werk "Maikäfer flieg". Nöstlinger war am 28. Juni im Alter von 81 Jahren gestorben. Die Autorin verfasste in ihrem Leben weit mehr als 100 Kinderbücher, von denen auch zahlreiche verfilmt wurden.

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