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Kulturnachrichten

Montag, 6. Januar 2014

Anti-Plagiats-Software bald im Bukarester Bildungministerium

Solche Software hat das rumänische Bildungsministerium wohl bitter nötig.

Das Ministerium will künftig mit Hilfe von Computerprogrammen nach Plagiaten in Doktorarbeiten suchen. In die Anschaffung sollen laut Berichten 3,5 Millionen Euro investiert werden, um Arbeiten mit Originalquellen abgleichen zu können. Rumänische Nachrichtenseiten titelten am Wochenende: Das sei das Aus für Copy und Paste. Das Bildungsministerium hat sich für die Software entschieden, weil in der Vergangenheit mehrere Plagiatsvorwürfe gegen hochrangige Politiker erhoben wurden. Prominentester Fall war der rumänische Premier Victor Ponta selbst. Ihm hatte das Wissenschaftsmagazin "Nature" im Juni 2012 vorgeworfen, seinen Doktortitel in Internationalem Recht durch Abschreiben erschlichen zu haben.

In Rumänien hat anders als in Deutschland nur das Bildungsministerium und nicht die betroffene Universität das Recht, bei einem Plagiatsfall den Doktortitel zu entziehen.

Ägypten: Archäologen entdecken Pharaonengrab

In diesem Grab soll vor gut 3.800 Jahren Sebekhotep der Erste gelegen haben.

Archäologen der Universität von Pennsylvania haben im ägyptischen Abydos das mutmaßliche Grab des Pharaos entdeckt. Wie die Behörden in Kairo berichteten, fanden die Forscher zunächst einen 60 Tonnen schweren leeren Sarkophag aus Quarzit. In der vergangenen Woche seien dann noch Teile eines Reliefs mit dem Namen und ein Bild des Herrschers aufgetaucht. In der unmittelbaren Umgebung fand man mehrere Gefäße, in denen die Organe des Verstorbenen aufbewahrt worden waren. Sebekhotep I. lebte um 1735 vor Christus und soll rund viereinhalb Jahre lang geherrscht haben.

Berlin: Diskussion um Rückkehr der Attika-Skulpturen nach Potsdam

Seit Jahren diskutiert Berlin über die Rückkehr der Attika-Skulpturen von der Berliner Humboldt-Universität zum neuen Potsdamer Stadtschloss.

Die acht Sandstein-Skulpturen von 1753 stehen seit den 1960er Jahren auf dem Dach der Universität und stammen aus dem ehemaligen Potsdamer Schloss. Dieses war im Zweiten Weltkrieg in Brand geraten. Nach dem Willen der CDU-Fraktion müssen die Kunstwerke "wieder dort hin, wo sie herkommen". Im wieder aufgebauten Schloss sei alles willkommen, was eine Verbindung zur Vergangenheit herstelle, sagte Uwe Lehmann-Brauns, Leiter des CDU-Arbeitskreises Kultur. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten hatte als Eigentümerin dafür plädiert, die Skulpturen auf dem Universitätsdach zu belassen.

Museum in Denver gibt geheiligte Totempfähle zurück

"Es geht uns nicht um Gesetze, sondern um Ethik."

Mit dieser Begründung gibt das "Museum of Nature and Science" in Denver 30 Totempfähle an das Herkunftsland Kenia zurück. Das Museum hatte die Skulpturen im Jahr 1990 von Hollywood-Schauspieler Gene Hackman und Filmproduzent Art Linson als Schenkung erhalten. Forscher hätten allerdings festgestellt, dass die geweihten Totempfähle einer kleinen Gemeinde in Kenia gehörten, erklärte der Kurator des Museums. Sie dürften nicht wie eine herkömmliche Vase oder ein Teppich behandelt werden. Das Museum will so ein Signal setzen, um auch andere Häuser zur Rückgabe von sakralen Objekte zu bewegen.

Tunesien: Erstmals gleiche Rechte für Mann und Frau

"Alle männlichen und weiblichen Staatsbürger sind vor dem Gesetz gleich, ohne Benachteiligung."

Mit diesem Artikel in der neuen Verfassung hat Tunesiens Nationalversammlung erstmals die Gleichberechtigung von Männern und Frauen beschlossen. Menschenrechtsgruppen kritisierten, dass das Gleichheitsprinzip damit nicht für Ausländer gelte. Die Abstimmung über den Verfassungsentwurf hatte am Freitag begonnen. Sie soll in einer Woche abgeschlossen sein. Wenn danach nicht mindestens zwei Drittel der Abgeordneten dem Text zustimmen, findet eine Volksabstimmung statt.

Kirchen im Südsudan fordern Ende der Gewalt

Die Kirchen im Südsudan rufen Regierung und Rebellen auf, die Gewalt sofort zu beenden.

In einer Erklärung verurteilen sie - Zitat - "das sinnlose Morden an der Zivilbevölkerung". Bischofe und andere Vertreter christlicher Kirchen des Landes hatten sich gestern in der Hauptstadt Juba getroffen, um über die Kämpfe zu beraten. Die Kirchenführer riefen beide Seiten zu Verhandlungen auf. Sie appellierten an die internationale Gemeinschaft, einzugreifen, um besonders Frauen, Kinder, Alte und Behinderte zu schützen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur trafen sich die Konfliktparteien heute erstmals zu direkten Friedensverhandlungen.

China verbietet lokale Dialekte im Fernsehen

In China gibt es mehrere hundert Dialekte - im chinesischen Fernsehen dagegen wohl bald nicht mehr.

Wie die Nachrichtenagentur Xinhua meldet, hat die staatliche Medienaufsicht TV-Moderatoren verboten, lokale Dialekte zu sprechen. In einem Rundschreiben heißt es außerdem, Interviewpartner müssten in Zukunft danach ausgesucht werden, wie gut sie Hochchinesisch sprechen. Sendungen, die sich nicht an die Vorgaben halten, droht die Absetzung. Zur Begründung erklärten die Behörden: Besonders in Unterhaltungssendungen wie Talentshows werde viel zu häufig Dialekt gesprochen. So könne ein Großteil der Bevölkerung die Inhalte ohne Untertitel nicht verstehen.

Obwohl Hochchinesisch oder Mandarin landesweit Schul- und Arbeitssprache ist, sprechen etwa 30 Prozent der Bevölkerung nur ihren eigenen Dialekt. Die Dialekte unterscheiden sich zum Teil so stark, dass ein Südchinese einen Nordchinesen nicht verstehen kann. Die Schriftsprache ist allerdings überall gleich.

Politikwissenschaftlerin: Auch Medien tragen zu Phänomen der Wechsel- und Nichtwähler bei

Die veränderte Medienlandschaft ist verantwortlich dafür, dass viele Menschen zu Wechselwählern geworden sind oder gar nicht mehr wählen gehen.

Dieser Meinung ist die Politikwissenschaftlerin Sigrid Roßteutscher von der Frankfurter Goethe-Universität. Dem Magazin "Forschung Frankfurt" sagte sie, durch viele frei empfangbare Radio- und Fernsehkanäle und das Internet sei das potentielle Angebot an Informationen in den vergangenen Jahrzehnten drastisch gestiegen. Deswegen seien auch die Informationen über Politik nicht mehr eindeutig, sondern sehr vielfältig und deshalb schwieriger einzuordnen. Außerdem könnten Bürger, die sich nicht für Politik interessierten, einfach umschalten und Politik ausblenden, erklärte Roßteutscher.

China: Staatsfernsehen lädt Protest-Rocker zu Neujahrsgala

Er gilt als "Vater der chinesischen Rockmusik" - der Musiker Cui Jian.

Jetzt hat das chinesische Staatsfernsehen ihn dazu eingeladen, bei der Gala zum Neujahrsfest aufzutreten. Das ist insofern besonders, als Cui Jian in den 80er Jahren eine Figur der Demokratiebewegung war: Sein Song "Nothing to My Name" wurde zur inoffiziellen Hymne auf dem Platz des Himmlischen Friedens, wo er auch selbst protestierte, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Nachdem die Proteste gewaltsam niedergeschlagen wurden, durfte der Rockmusiker nur noch in kleinem Rahmen auftreten. Nun soll er also an der patriotischen Neujahrsgala mitwirken. - Das chinesische Neujahrsfest fällt immer auf einen Neumond zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar.

China: Behörden vernichten mehr als sechs Tonnen Elfenbein

Die Aktion wurde im Staatsfernsehen live übertragen.

In China haben die Behörden sechs Tonnen Elfenbein vernichtet. Wie die staatliche Nachrichtenagentur "Xinhua" berichtet, soll damit der illegale Handel mit Elfenbein eingedämmt werden. China gilt als Hauptumschlagplatz in Asien. Wegen der steigenden Nachfrage werden immer mehr afrikanische Elefanten von Wilderern getötet. Experten vermuten, dass in China bis zu 70 Prozent des Elfenbeins landen. Puder aus den Stoßzähnen wird unter anderem zur Herstellung traditioneller chinesischer Medikamente genutzt.

Schwedischer König sagt Feier für norwegisches Grundgesetz ab

Norwegen feiert Mitte Mai den 200. Jahrestag der Unterzeichnung ihres Grundgesetzes - allerdings offenbar ohne den schwedischen König.

Ebenso wie mit dem Nachbarland Dänemark hatte Nowegen auch mit Schweden einen Staatenbund: Bis 1814 gehörte es zu Dänemark, danach bis 1905 zu Schweden. Umso größer ist die Verwunderung in Oslo, dass die dänische Königin die Einladung zur Feier zwar angenommen hat, der schwedische König aber nicht. Nach Ansicht des Historikers Ole Kristian Grimnes von der Universität Oslo ist dies ein Fehler. Der schwedische König solle sich zusammen mit den Norwegern freuen, sagte Grimnes. Sein Kollege Tor Bomann-Larsen erklärte, es gebe zwar eine historische Spannung zwischen beiden Ländern. Die Absage sei aber trotzdem merkwürdig, weil die Beziehungen heute gut seien.

Deutsche Welle arbeitet mit "Hürriyet"-Online-Ausgabe zusammen

Die Deutsche Welle kooperiert künftig mit der türkischen Zeitung "Hürriyet"

Wie die Deutsche Welle mitteilte, übernimmt Hürriyet in einem ersten Schritt türkischsprachige Online-Inhalte des Auslandssenders in der Rubrik "Weltnachrichten". Die Zusammenarbeit solle dann schrittweise auf Videos, Koproduktionen und Social-Media-Partnerschaften ausgebaut werden. Hürriyet-Online zählt mit 2,3 Millionen Besuchern pro Tag zu den führenden Nachrichtenportalen Europas. Die Deutsche Welle erreicht mit Angeboten in 30 Sprachen wöchentlich mehr als 100 Millionen Nutzer weltweit.

Fährunglück als Radiohörspiel - Druck auf Behörden ausüben

Die Katastrophe ereignete sich 1990:

Da geriet die Autofähre "Scandinavian Star" auf der Fahrt von Norwegen nach Dänemark in Brand; 159 Menschen starben. Nun wird der Fall zu einem Hörspiel. Daran arbeitet unter anderem der norwegische Autor Mathias Calmeyer. Er sagte, das Werk solle 2015 zum 25. Jahrestag der Katastrophe ausgestrahlt werden. Die Ermittlungen seien nie befriedigend abgeschlossen worden. Unter anderem gab es Anzeichen für versuchten Versicherungsbetrug. Mehrfach wurde erfolglos eine Wiederaufnahme des Verfahrens gefordert. Calmeyer betonte, er wolle mit dem Hörspiel Druck auf die Behörden ausüben, den Fall wieder aufzurollen.

- Das Hörspiel soll in Zusammenarbeit des norwegischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit "Danmarks Radio" entstehen; Schwedens "Sveriges Radio" und Finnlands "YLE" haben bereits Interesse angemeldet.

Händel-Festspiele erinnern an hannoversch-englische Beziehungen

Die Internationalen Händel-Festspiele in Göttingen sind das weltweit älteste Festival für Alte Musik.

Wie Intendant Tobias Wolff mitteilte, stehen die Festspiele in diesem Jahr im Zeichen der historischen Beziehungen zwischen Großbritannien und Hannover. Erinnert wird an die sogenannte Personalunion von 1714 bis 1837. Damals war der Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg und später der König von Hannover gleichzeitig König von Großbritannien. Wolff erklärte, Georg Friedrich Händel habe als Hofkapellmeister in Hannover und Komponist des Königshauses in London die musikalische Seite der Personalunion verkörpert. Unter dem Motto "Herrschaftszeiten! - Händel Royal" sind vom 29. Mai bis 10. Juni rund 50 Konzerte und Aufführungen geplant. Die Händel-Festspiele finden seit 1920 statt.

Aus für Flop-Musical "Spider-Man"

"Spider-Man" ist am Ende - zumindest auf der Musical-Bühne am New Yorker Broadway.

Grund sind hohe Produktionskosten und niedrige Besucherzahlen. Gestern Abend senkte sich der Vorhang zum letzten Mal. Das Musical hatte nicht nur mit seinen ausgefallenen Spezialeffekten Aufsehen erregt, sondern vor allem Schlagzeilen mit verpatzten Stunts und verletzten Schauspielern gemacht. Umgerechnet rund 55 Millionen Euro Produktionskosten machten "Spider-Man" zum bisher kostspieligsten Musical der Broadway-Geschichte. Drei Jahre lang hangelte sich der Spinnen-Mensch über die Bühne. Aber nach Angaben der "New York Times" hätte das Musical mindestens sieben Jahre laufen müssen, um die Kosten wieder einzuspielen.

Die Macher vom "Foxwood Theater" verhandeln nach eigenen Angaben darüber, "Spider-Man" in Las Vegas wieder auf die Bühne zu bringen.

Manila will religiösen Umzug zur Touristenattraktion ausbauen

Sie laufen 16 Stunden lang barfuß durch Manila.

Zum katholischen Fest des "Schwarzen Nazareners" werden in dieser Woche zwölf Millionen Menschen in der philippinischen Hauptstadt erwartet. Das berichtet der asiatische Pressedienst "Ucanews". Die Tourismusbehörde in Manila kündigte an, das Fest zu einem "internationalen Wallfahrtsereignis" auszubauen. Es werde als "spiritueller Tourismus" in das Marketingkonzept integriert. Der zuständige Priester Clemente Ignacio äußerte sich zurückhaltend. Es handele sich um ein religiöses Fest und keine Touristenattraktion.

Die Prozession des "Schwarzen Nazareners" findet jährlich am 9. Januar in Manila statt. Sie gehört zu den bedeutendsten religiösen Festen auf den Philippinen. Im Mittelpunkt steht die lebensgroße Figur eines kreuztragenden Christus. Sie wurde im 17. Jahrhunderts in Mexiko geschaffen.

Papst Franziskus schafft geistliche Ehrentitel teilweise ab

Papst Franziskus macht offenbar ernst mit seiner Ankündigung, gegen kirchliche Ehrentitel vorzugehen.

Wie das Internetportal "Vatican Insider" berichtet, hat das Oberhaupt der katholischen Kirche zwei der bislang drei Rangstufen komplett gestrichen - und zwar die beiden oberen. Künftig soll statt der Titel "Apostolischer Pronotar" und "Ehrenprälat seiner Heiligkeit" nur noch die bislang unterste Rangstufe vergeben werden, nämlich die eines "Kaplans seiner Heiligkeit". Schon vergebene Ehrenbezeichnungen behielten aber ihre Gültigkeit, heißt es. - Franziskus hatte schon kurz nach seinem Amtsantritt die Verleihung solcher Titel, die rein repräsentativ sind, vorläufig ausgesetzt. Karrieredenken und eine Fixierung auf Äußerlichkeiten unter Priestern prangert der Papst immer wieder an.

Jeder vierte Deutsche legt Wert auf Statussymbole

Bescheidenheit und Zurückhaltung ist vor allem bei jungen Deutschen nicht angesagt.

Laut einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung Nürnberg zeigt knapp jeder vierte Bundesbürger gerne Statussymbole wie etwa ein teures Auto oder exklusive Kleidung. Besonders wichtig ist die materielle Selbstdarstellung demnach den 14- bis 29-Jährigen. In dieser Altersgruppe gibt jeder Dritte gern mit dem an, was er sich leisten kann. Mit zunehmendem Alter könnten Menschen mit Statussymbolen aber immer weniger anfangen, erklärten die Experten.

Benimmtipps für Hoteliers von britischer Tourismusbehörde

Es gibt viele Fettnäpfchen, in die britische Hoteliers tappen können.

Das scheint die Tourismusbehörde des Landes zu glauben und hat deshalb eine Liste mit Verhaltenstipps für den Umgang mit verschiedenen Nationalitäten zusammengestellt. Darin heißt es nach Angaben des "Telegraph", Gäste aus Deutschland und Österreich könnten sehr direkt und fordernd sein, was auf Briten unhöflich und aggressiv wirken könne. Deshalb sollte sich das Hotelpersonal zügig um jegliche Beschwerden dieser Gäste kümmern. Weiter heißt es auf der Liste, gegenüber Japanern sollte nie das Wort "Nein" verwendet werden, sondern eine "nettere Alternative".

Belgische Besucher sollten besser nicht auf ihre Landespolitik oder den Sprachenstreit angesprochen werden. Und Russen sollten als großgewachsene Nation immer in hohen Räumen untergebracht werden.

Krakau: alte Bücher aus Berlin online verfügbar

In den Kriegsjahren wurden viele wertvolle alte Bücher aus Berlin an andere Orte geschafft, um sie vor Bombenangriffen zu schützen.

So gelangten unter anderem die Ostasien-Bestände aus der Staatsbibliothek auch nach Krakau, in die Biblioteka Jagiellonska. Nun sind die Schriften aus China, Japan und Korea online verfügbar, wie die Zeitung "taz" berichtet. Die Berliner Expertin Martina Siebert erklärt, sie habe beim Einscannen und Prüfen festgestellt, dass die Bestände so eilig und unsystematisch ausgelagert wurden, dass manche Teile eines Werkes in Berlin stehen und die anderen in Krakau. Das sei symptomatisch für den Gesamtbestand der mehr als 4 Millionen Titel und Originalschriften, die vor 1939 in der Staatsbibliothek erfasst gewesen seien.

"Spiegel": NDR plant Zukunft von Reinhold Beckmann

Seine Talkshow im Ersten wird eingestellt, aber neue Sendungen für Reinhold Beckmann sind in Planung.

Der Norddeutsche Rundfunk bereitet einem "Spiegel"-Bericht zufolge zwei Projekte für die Zukunft des Moderators vor: eine für das Erste konzipierte journalistische Sendung mit politischen Inhalten und eine Late-Night-Show, die im Dritten Programm des NDR laufen könnte. Allerdings soll noch nicht entschieden sein, ob das auch durchgeführt wird. - Reinhold Beckmann hatte vor einem halben Jahr bekanntgegeben, dass er seine wöchentliche Talkshow im Herbst einstellen will.

"Die Welt": Primaballerina Vishneva über russichen Kulturbetrieb

"In den USA gibt es nicht einmal ein Kulturministerium."

Diesen Vergleich zieht eine der berühmtesten Balletttänzerinnen der Gegenwart, die russische Primaballerina Diana Vishneva, um die Lage in ihrem Land zu verdeutlichen. Der Zeitung "Die Welt" sagte sie, in Russland werde vielleicht nicht so viel für die Kultur getan wie in Westeuropa, aber eine Menge im Vergleich zu Amerika. Moskau habe neue Theater und Opern gebaut, sogar in Wladiwostok. Allerdings kritisiert Vishneva, die russischen Regierungs- und Machtzirkel seien noch sehr konservativ und lebten zum Teil in einem anderen Jahrhundert. Es sei für alle schwierig zu erfassen, für welche Werte das neue Russland eigentlich stehe.

Rechtsextreme Musik in Brandenburg - 37 Indizierungen

Das Land Brandenburg ist Zentrum rechtsextremer Musik.

Nach Angaben des dortigen Verfassungsschutzes gibt es zur Zeit 24 Neonazi-Bands. Die haben allerdings zunehmend Probleme, ihre Tonträger unter die Leute zu bringen: Wie Innenminister Ralf Holzschuher mitteilte, wurden im vergangenen Jahr 37 Werke mit rechtsextremer Musik auf den Index gesetzt. 28 von ihnen wurden auf Antrag des Landeskriminalamtes von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien verboten. Auch 13 linksradikale Werke landeten auf dem Index.

Mandela-Musical bald am Deutschen Theater in München

Ein Musical über Nelson Mandela soll eines der ersten Highlights werden.

Das Deutsche Theater in München wird nach einer längeren Sanierungsphase Mitte Januar wiedereröffnet. Seit 2008 wurde an verschiedenen Ausweichorten gespielt. Fertig aufgefrischt soll in dem 100 Jahre alten Haus bald das Musical "Mandela Trilogy" Premiere feiern. Das Stück der südafrikanischen Cape Town Opera war nach Angaben eines Sprechers schon lange eingeplant. Es wurde ursprünglich zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 aufgeführt und erzählt in die Geschichte des südafrikanischen Nationalhelden, der Anfang Dezember gestorben ist.

- Hier geht es zur Homepage des Deutschen Theaters München.

Google will mit Internetballons starten - offenbar in Australien

Internet per Ballon.

Diese Idee will der Konzern Google nun offenbar umsetzen. Laut einem Zeitungsbericht spricht er deshalb mit Mobilfunkbetreibern in Australien. Dort sollen bald Wetterballons für mehr mobiles Internet in armen und abgelegenen Regionen sorgen. Anfangen will Google damit in Tasmanien. Bei dem Projekt namens "Loon" sollen Wetterballons in 20 Kilometern Höhe mit Sendetechnik ausgerüstet werden. - Im vergangenen Jahr waren zum ersten Mal Patente von Google für das Projekt aufgetaucht, es hatte auch Tests in Neuseeland gegeben. Die Wetterballons sollen sich drei Monate über dem Boden halten können und sind mit GPS ausgestattet, damit sie später aufgesammelt werden können.

Hier stellt Google das Projekt in einem Video vor.

Wölfe breiten sich in Mitteldeutschland aus

Er hat gut Fuß gefasst.

Wolfsschützer ziehen eine positive Bilanz zur Wiederausbreitung des Wolfes in Mitteldeutschland im vergangenen Jahr. In Sachsen und Sachsen-Anhalt hätten sich neue Rudel gebildet und auch in Thüringen sei ein Tier gesichtet worden. Damit gibt es gut 13 Jahre nach dem Wiederauftauchen des geschützten Raubtiers in der Lausitz mittlerweile 15 Wolfsterritorien in der Region. In etlichen Rudeln kamen im vergangenen Jahr Welpen zur Welt. Deshalb warnen Kritiker nun vor einer unkontrollierten Ausbreitung der Tiere.

Hier können Sie die Wolfsterritorien auf einer Karte sehen.

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